Das Feuerwehrmagazin Talheim liegt in mitten des Ortskerns in der Keltergasse. Es wurde bis in die 80´er Jahre gemeinsam mit dem Baubetriebshof der Gemeinde Talheim genutzt. Es gab zu dieser Zeit nur zwei Tore für die Feuerwehr im Mittelteil des Gebäudes. Mitte der 80´er Jahre wanderte der Baubetriebshof der Gemeinde Talheim an seinen neuen Standort in der Heilbronner Straße im Gewerbegebiet Talheim aus, sodass das Gebäude fortan nur noch von der Feuerwehr Talheim genutzt wurde. Im Januar 1985 wurde ein Vorplanungsauftrag der Gemeinde an den Architekten Otto Hirth erteilt, für den Umbau des Gebäudes mit zwei zusätzlichen Toren für die neuen Fahrzeuge. Am Samstag, den 20.Juni 1987 war es dann soweit, das umgebaute Feuerwehrmagazin hatte an diesem Tag seine Einweihung durch die Gemeinde Talheim.

Das Gebäude entspricht heut zu Tage nicht mehr den Sicherheitsanforderungen und ist auch zu Eng für die großen Fahrzeuge. Aus diesem Grund haben sich die Einsatzkräfte zusammen mit dem Gemeinderat Talheim dazu entschlossen, ein neues Domizil an einem anderen Standort zu bauen.

Lesen Sie dazu den Bericht der Heilbronner Stimme.

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Gelände für Feuerwehrhaus ausgewählt

 

Ein römisches Dorf entscheidet darüber, wohin Talheim das neue Feuerwehrhaus baut. Das Gewann Steinäcker, einer von zwei möglichen Standorten, entfällt, weil im Ackerboden ein römisches Kulturdenkmal steckt. Die Alternative heißt: Gewann Straßenäcker, ebenfalls an der Horkheimer Straße, gegenüber der Einfahrt in den Mühläckerring. Nach erfolgreichen Grunderwerbsverhandlungen hat sich der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung für dieses Gelände entschieden.

Aus der Antike Das Landesdenkmalamt will der Gemeinde in nächster Zeit genauere Auskunft darüber erteilen, was es in den Steinäckern bereits gefunden hat. Bürgermeister Rainer Gräßle teilte mit, dass eine Erkundung der Archäologen Fundamente und Restmauern eines Vicus, einer Siedlung der römischen Antike, zutage gefördert hätten. Der Bau des Feuerwehrhauses an dieser Stelle hätte "weitreichende Folgen mit umfangreichen Ausgrabungen" zur Konsequenz gehabt.

Das alte Domizil in der Keltergasse entspricht in keiner Weise mehr den Anforderungen an ein modernes Gerätehaus. Das ergab der Bedarfsplan, den die Feuerwehr und Kreisbrandmeister Uwe Vogel erarbeiteten und der vom Gemeinderat im Februar 2010 akzeptiert worden war. Die Suche nach neuen Standorten begann.

Aus zunächst vier wurden zwei und nun der eine in den Straßenäckern. Für die rund 3500 Quadratmeter große Fläche gegenüber der Mühläckerring-Einfahrt "Mühläcker" setzte der Gemeinderat das Bebauungsplanverfahren "Straßenäcker" mit dem Aufstellungsbeschluss einstimmig in Gang. In den Flächennutzungsplan des Gemeindeverwaltungsverbandes Flein-Talheim muss die Bebauung bei der nächsten Fortschreibung noch aufgenommen werden.

Städtebauliche Überlegungen zum Standort stellte das Stuttgarter Büro Zoll bereits an. Ralf Duffner präsentierte zwei schematische Varianten, wie das künftige Gebäude in das Gelände gebaut werden könnte. Einmal parallel zur Horkheimer Straße, einmal quer dazu. Auch einen Kreisverkehr gibt es schon auf dem Papier, aber Bürgermeister Gräßle stellte klar: "Das ist nur eine Option für die Zukunft. Zuerst kommt das Magazin."

Wettbewerb Um Zeit zu gewinnen, will die Gemeinde gleichzeitig mit dem Bebauungsplanverfahren das Raumprogramm festlegen und einen Architektenwettbewerb starten. "Wenn wir einen Sieger haben, geht"s weiter", so Gräßle.

Das dann frei werdende Areal Keltergasse mitten im Ort will die Gemeinde für Seniorenwohnungen oder ein Pflegeheim nutzen. Deshalb fasste der Gemeinderat auch für die Änderung des Bebauungsplans "Hetzelgasse/Sonnenstraße" den Aufstellungsbeschluss. Damit war der Startschuss gefallen, das Thema Wohnen im Alter in Talheim verstärkt anzugehen.

Das Planungsbüro Zoll hat auch hier mehrere Varianten untersucht. "Man könnte sie verwirklichen", so Ralf Duffner. Anhand eines Höhenmodells zeigte er, dass sich dreigeschossige Gebäude in die Umgebungsbebauung einfügen würden.

Bürgermeister Gräßle erfuhr "durch die Bank positive Resonanz", wenn er das Projekt ansprach. "Die Unterstützung ist uns gewiss." Das sei ein "Ansporn, was Tolles daraus zu machen".

 

von Barbara Barth, HSt

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