URLs

24h Tag 2013

Am Wochenende zwischen dem und dem war es mal wieder so weit. Der eine spannende Tag, an dem die Jugendfeuerwehrmitglieder sich beweisen konnten. Ein Tag der für die Berufsfeuerwehrfrauen- und Männer alltäglich ist. Aber auch ein Tag, der für die Jugend unvergesslich ist. Denn er ist voller Spannung und Spaß. Er gibt die Möglichkeit einmal in das Leben einer echten Feuerwehrfrau bzw. eines Feuerwehrmannes hineinzuschnuppern, und sich ein Bild davon zu machen, was die Feuerwehr jeden Tag für uns alle leistet.

Auch die Berufsfeuerwehr muss gut ausgeruht und voller Energie ihren Dienst antreten. Gutes Essen und ein gemütliches Bett sind wichtig. Deswegen wurde zu aller erst, nachdem sich die Jugendfeuerwehr am Samstag um 10 Uhr am Feuerwehrmagazin getroffen hatte, das Nachtlager vorbereitet und eine Mahlzeit gekocht. Es gab leckere selbstgemachte Spätzle mit Geschnetzeltem, denn wie man doch so sagt:“ Du bist was du ist!“. Nach dem Essen galt es dann die grauen Zellen einzuschalten, denn es sollte aus einem Hubwagen, einem großen benzinbetriebenen Lüfter, einer Palette und jeder Menge Spanngurte ein Aero-Mobil entworfen werden, dass allein durch die Kraft des Lüfters angetrieben wird. Das klappte nicht ganz so gut wie man es sich vorstellte, der Lüfter war leider etwas zu schwach, sodass man sich nur den Berg hinunter oder auf einer Geraden fortbewegen konnte. Parallel dazu lud die Spritzwand zum Abkühlen bei den hochsommerlichen Temperaturen ein.

Doch genug vom Vergnügen, denn schon der erste Notfall trudelte in die Einsatzzentrale ein. Ein Mann war unter einem Auto eingeklemmt und musste so schnell wie möglich gerettet werden. Natürlich rückte die Jugendfeuerwehr unter Blaulicht und Martinshorn am Unfallort an. Es galt die Unfallstelle abzusperren, abzusichern und den Mann mittels spezieller Hebekissen, die über Druckluft aufgepumpt werden, zu retten. Gekonnt zogen die Jugendfeuerwehrler das Opfer hervor, dass hätte auch die Berufsfeuerwehr nicht besser machen können.

Kommunikation, Vertrauen und Zuverlässigkeit sind wichtige Aspekte im Leben der Feuerwehr. Um diese Eigenschaften zu festigen, musste die Jugendfeuerwehr, nun wieder zurück vom vorigen Einsatz, einen kniffeligen Hindernisparcour mit einer Krankentrage absolvieren. Der Jugend blieb aber kaum Zeit für ihr Training, schon der nächste Einsatz forderte ihre volle Aufmerksamkeit. Die Einsatzleitung redete etwas von einem großen Feuer am Grillplatz! Nun wurde es ernst. Endlich ein Feuer löschen! Darum geht es ja in der Feuerwehr eigentlich. Die Truppe war schon ganz aufgeregt! Doch kaum am Einsatzort angekommen, war das Einzige das verbrannt war, eine Grillwurst, die einer der Betreuer vergessen hatte zu wenden. Also doch kein Feuer. Die Jugend ließ sich jedoch nicht entmutigen, der nächste feurige Einsatz kommt bestimmt. Jetzt ließen sich es alle erst einmal am Grillfeuer gutgehen, konnten den vergangenen Tag Revue passieren lassen und sich mit einer Grillwurst stärken.

„Eine Person wird vermisst“ hieß es plötzlich, als alle schon wieder hell auf waren. Los ging es mit einer nächtlichen Fackelwanderung durch die Talheimer Weinberge auf der Suche nach der oder dem Vermissten. Gefunden wurde die Person schließlich am Funkturm am Geigersberg und konnte dem Rettungsdienst übergeben werden.

Der Tag war lang, die Glieder waren schwer. Auch ein Feuerwehrmann muss sich einmal ausruhen. Also hieß es gegen Mitternacht „ab in die Kojen“, denn am nächsten Morgen wurde klar, dass der Schlaf nötig war. Schon um 7.30 Uhr wurde die Jugend von einem Notruf geweckt. Ein Tier saß auf einem Baum fest, und musste deshalb durch eine Leiter gerettet werden. Wie im Lehrbuch befreite die Jugend das Tier, die wöchentlichen Übungen hatten sich bezahlt gemacht.

Nach der Tierrettung gab es das verdiente Frühstück mit frischen Brötchen, Marmelade, Nutella und Kaba. Nach so einem Frühstück fühlte man sich schon viel besser. Kaum fertig gefrühstückt, flog eine Brandmeldung herein. Anwohner hatten einen Brand am Tauchstein gemeldet. Gekonnt rückte man an und löschte den Brand mittels Wasserversorgung aus der Schozach.

Der letzte Einsatz war endlich der langersehnte „feurige“ Einsatz. Dazu ist die Feuerwehr da: zu retten, zu löschen, zu bergen und zu helfen. Es war ein sehr tolles und abwechslungsreicher 24h Tag, den die Jugendfeuerwehr mit Bravur bestanden hat.