Artikel Liste 2019

am 18.06.2019, 00:00Uhr
Jahresstatistik der Feuerwehren 2018

Innenminister Thomas Strobl gibt die Zahlen der Feuerwerkstatistik 2018 bekannt. Dank der stabilen Personalausstattung der Feuerwehren konnte der Anstieg der Einsätze um mehr als 12 Prozent bewältigt werden. Innenminister Strobl erklärt: „Entgegen aller Prophezeiungen ist die Zahl der Einsatzkräfte bei unseren Gemeindefeuerwehren stabil geblieben.“

2018 waren – ähnlich wie im Jahr 2016 – viele Feuerwehren aufgrund von Extremniederschlägen, Stürmen und Überschwemmungen enorm belastet. Durch diese Naturereignisse sind die Einsatzzahlen bei der Technischen Hilfe landesweit um mehr als 20 Prozent in die Höhe geschnellt. In den besonders betroffenen Regierungsbezirken Karlsruhe und Stuttgart betrug die Zunahme der Einsätze bei der Technischen Hilfe sogar 25 bzw. 36 Prozent. Die 56.016 Technische Hilfe-Einsätze 2018 (2017: 46.565) wurden auch als absolute Zahl in den letzten 20 Jahren nur im Jahr 2013 mit seinen verheerenden Unwettern von Mai bis Juli und den daraus resultierenden 57.247 Einsätzen übertroffen.

Bei den Brandeinsätzen betrug die Steigerung 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (von 18.461 auf 19.736) und bei den sonstigen Einsätzen 10,9 Prozent (von 14.126 auf 15.664).

Da bei allen Einsatzkategorien 2018 eine Zunahme zu verzeichnen war, ist die Zahl der Einsätze und Alarmierungen auch absolut auf Höchststand. 2018 gab es mit 124.844 Einsätzen und Alarmierungen eine Steigerung um 12,2 Prozent (2017: 111.245).

„Solche Herausforderungen lassen sich nur bewältigen, wenn die Personalausstattung stabil bleibt und die technische Ausstattung nicht vernachlässigt wird“, sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl, anlässlich der Vorstellung der Feuerwehrjahresstatistik 2018 in Stuttgart.

Bei den insgesamt 124.844 Einsätzen hatte die Technische Hilfeleistung mit 56.016 Einsätzen einen Anteil von 44,9 Prozent am gesamten Einsatzgeschehen und stellt wie auch in den Vorjahren das Haupttätigkeitsfeld der Feuerwehren dar. Gefolgt von den Fehlalarmen, die um 3 Prozent auf inzwischen 23.866 Fälle zugenommen haben und damit 19,1 Prozent aller Alarmierungen der Feuerwehren ausmachen (2017: 23.167). Erst an dritter Stelle finden sich die Einsätze zur Brandbekämpfung: Diese haben 2018 mit 19.736 Einsätzen (2017: 18.461) um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen und ergeben einen Anteil von 15,8 Prozent (2017: 16,6 Prozent) aller Feuerwehreinsätze.

Die Zahl der Feuerwehrangehörigen ist in den letzten Jahren trotz aller Unkenrufe stabil geblieben und in der Tendenz sogar leicht steigend. Im Jahr 2018 leisteten 111.482 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in den Einsatzabteilungen der Gemeindefeuerwehren ihren Dienst für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger (2017:110.958), davon 109.193 ehrenamtlich bei einer Freiwilligen Feuerwehr (2017:108.724). Die Anzahl der weiblichen aktiven Mitglieder hat sich auch weiterhin leicht erhöht. Es gibt in Baden-Württemberg mittlerweile 6.489 Frauen in unseren Feuerwehren, was einem Anteil von 5,8 Prozent entspricht.

Die hervorragende Nachwuchsarbeit in unseren Jugendfeuerwehren hat sicherlich in nicht zu unterschätzendem Maße dazu beigetragen, dass der Personalbestand in den Einsatzabteilungen konstant ist. In Baden-Württemberg gibt es bei 93,2 Prozent der 1.099 Gemeindefeuerwehren eine Jugendfeuerwehr. Getragen durch ein ehrenamtliches Engagement, gewährleistet diese die beständige Nachwuchsarbeit und leistet damit ihren Beitrag, dass die kommunalen Feuerwehren auch zukünftig ihre Einsatzfähigkeit sicherstellen können. Die Jugendfeuerwehren leisten aber auch eine hervorragende Jugendarbeit. Sie sind weitaus mehr als eine Organisation zur Nachwuchsgewinnung. Insgesamt sind in den Jugendfeuerwehren in Baden-Württemberg 32.676 Kinder und Jugendliche aktiv und somit 3,6 Prozent mehr als 2017 (31.529).

„Die Zukunft wird auch bei den Jugendfeuerwehren weiblicher. Die Anzahl der Mädchen hat sich in den letzten 17 Jahren von 3.210 im Jahre 2001 auf jetzt 6.164 fast verdoppelt“, sagte Minister Thomas Strobl. Der Anteil der Mädchen in den Jugendfeuerwehren beträgt 18,9 Prozent und die absolute Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 Prozent angestiegen.

Bei vielen Feuerwehren im Land gibt es auch Kindergruppen in den Jugendfeuerwehren, damit die Nachwuchsarbeit schon früh beginnen kann. „Die Begeisterung, die hier entsteht, müssen wir erhalten, damit der Feuerwehrnachwuchs gesichert ist. Hierfür gilt mein Dank allen Betreuerinnen und Betreuern in der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg“, so Minister Strobl.

Bei den Altersabteilungen waren 2018 geringfügig weniger Senioren aktiv: 31.672 zu 31.838 im Jahr 2017. Allerdings lässt das die Vermutung zu, dass die Feuerwehrangehörigen erst später von den Einsatzabteilungen in die Altersabteilungen wechseln und länger in der Einsatzabteilung bleiben. Auch dies ist eine erfreuliche Entwicklung. Doch auch die Senioren in den Feuerwehren nehmen eine wichtige Rolle ein. Insbesondere bei der Versorgung, Logistik, Betreuung, Kommunikation und Wertevermittlung.

„Der Dienst in einer Feuerwehr ist in jedem Alter attraktiv – von der Kindergruppe bis in die Altersabteilung – von der Einsatzabteilung über die Werkfeuerwehren bis hin zu den Musikabteilungen mit 3.759 Musikerinnen und Musikern“, sagte der Innenminister.

Ebenso übernehmen zusätzlich zu den 111.482 Frauen und Männern in den Einsatzabteilungen der Gemeindefeuerwehren die 6.212 Angehörigen in den 168 Werkfeuerwehren in Baden-Württemberg eine wichtige Aufgabe in der betrieblichen Gefahrenabwehr. Davon sind 1.249 als hauptamtliche Kräfte angestellt.

Im Jahr 2018 wurden 12.750 Personen von den Feuerwehren bei Brandeinsätzen und Einsätzen zur Technischen Hilfeleistung gerettet und in Sicherheit gebracht (2017: 11.018). 1.504 Menschen mussten in diesem Jahr tot geborgen werden (Vorjahr 2017:1.549).

„Mein tiefer, herzlicher Dank gilt allen Menschen, die sich bei der Feuerwehr engagieren. Sie tragen ganz entscheidend zum Schutz unserer Bevölkerung bei. Mein Wunsch für sie alle ist, dass Sie stets gesund und unversehrt aus Ihren Einsätzen nach Hause zu ihren Familien zurückkehren mögen“, so Innenminister Thomas Strobl abschließend.

Weitere Informationen gibt es in der beigefügten Feuerwehrstatistik 2018.

Quelle: Innenministrium Baden-Württemberg

am 14.04.2019, 00:00Uhr
Kommandant: "Die Unsicherheit war am schlimmsten"

Der Kommandant der Talheimer Feuerwehr, Markus Schüchtle, war mit seinen Feuerwehrkameraden nach einem Giftunfall rund um die Uhr an und in der Schozach im Einsatz.

Tagelang hielt die Chemikalie in Gruppenbach, Schozach und Neckar die Menschen in der Region in Atem. Tausende Fische verendeten, die Folgen für die Gewässer sind noch nicht absehbar − Umweltverbände sprechen davon, dass es Jahre dauern könnte, bis sich die Natur erholt.

Vor allem Feuerwehren aus Ilsfeld und Talheim waren im Einsatz, teilweise rund um die Uhr. Im Gespräch mit der Stimme berichtet der Kommandant der Talheimer Wehr, Markus Schüchtle, von ereignisreichen Tagen.

Wie ist die Lage in der Schozach, Herr Schüchtle?

Markus Schüchtle: Es werden noch tote Fische gefunden und eingesammelt. Manche Stellen in der Schozach sind drei Meter tief. Von dort kommen die Fische erst nach und nach an die Oberfläche.

Welches Gefühl dominiert, wenn Sie an die vergangenen Tage denken?

Schüchtle: Es ist eine Mischung aus Erleichterung und Ärger. Auf der einen Seite hätte es schlimmer kommen können, in dem beschädigten Behälter hätte noch Giftigeres sein können. Auf der anderen Seite ist es bitter, wenn durch so etwas Tiere sterben und der Fluss geschädigt wird. Am schlimmsten war die Ungewissheit.

Was meinen Sie?

Schüchtle: Nach dem Alarm am Vormittag sind wir am Donnerstag dorthin gefahren, wo Spaziergänger Schaum und tote Fische gemeldet haben. Das haben wir so vorgefunden. Aber es war völlig unklar, um welchen Stoff es geht und wo er herkommt. Auch, ob es für uns gefährlich ist, ins Wasser zu gehen.

Was haben Sie gemacht?

Schüchtle: Wir haben für Talheim Alarm ausgelöst, den Gerätewagen mit Messtechnik aus Lauffen und einen Fachberater Chemie angefordert, den Kreisbrandmeister alarmiert. Es wurden Proben genommen, es herrschte großes Rätselraten. Leider hat niemand zu dem Zeitpunkt die Dimension erkannt, zumal es Schaum auf der Schozach öfters gibt. Wären die Ergebnisse von Proben, die am Donnerstagvormittag genommen wurden, schneller bekannt gewesen, hätte man den Großeinsatz früher starten können. Was da schief gelaufen ist, weiß ich nicht.

Was waren vor allem die Schwierigkeiten dabei?

Schüchtle: Zum einen war es Donnerstagnachmittag gar nicht so einfach, ein Labor zu finden, das Proben untersuchen kann. Und, herauszufinden, ob die Belastung im Fluss zu- oder abnimmt. Als dann wenigstens klar war, dass Stoff und Konzentration für Menschen nicht gefährlich ist, haben wir beschlossen, das Flusswasser mit Wasser aus anderen Quellen zu verdünnen.

Wo bekommt man so viel Wasser her?

Schüchtle: Wir haben den Pächter des Tauchsteinsees gefragt, ob wir Wasser aus ihm entnehmen dürfen. Die Ilsfelder Kollegen haben Wasser aus dem See im Steinbruch gepumpt. Wasser stammte außerdem aus Grundwasserpumpen, ein Regenrückhaltebecken wurde teilweise abgelassen. Ziel war, die Schadstoffbelastung für die Ortschaften flussabwärts zu reduzieren.

Hat das funktioniert?

Schüchtle: Soweit ich gehört habe, ja. Flussabwärts sollen einige Fische überlebt haben. Aber die Belastung für die Kameraden war hoch.

Wie sah die Belastung aus?

Schüchtle: Wir haben die Pumpaktion die ganze Nacht aufrechterhalten und Schichten eingeteilt. Manche Kameraden haben Urlaub genommen. Da sind ein paar Tausend Arbeitsstunden zusammengekommen. Umso erfreulicher, dass sich schnell Freiwillige gefunden haben, die sich um Getränke und Stärkungen gekümmert haben.

Die Suche nach dem Verursacher wirkt wie ein Krimi.

Schüchtle: So ähnlich war es auch. Als am Freitagvormittag feststand, um welchen Stoff es sich handelt, gab es auch Hinweise, aus welchem Gebiet er kam. Die Polizei klingelte bei jedem Unternehmen. Freiwillig zugegeben hat aber niemand etwas, jeder einzelne Kanaldeckel musste angehoben und immer wieder Proben genommen werden. Dabei waren alle im Einsatz, von Feuerwehren und Polizei bis zu Landratsamt und Bauhöfen.

Wie kamen Sie auf die Spedition?

Schüchtle: Pläne der Kanalisation wurden besorgt, sie führten auf den richtigen Weg. Den Beweis lieferte am Ende die Simulation am Freitagabend. Da waren wir auf dem Firmengelände und haben Wasser aus dem Container laufen lassen und beobachtet, wie es seinen Weg bis in den Bach findet.

Was hat der Einsatz gekostet und wer bekommt die Rechnung?

Schüchtle: Das ist noch nicht klar. Es geht ja nicht nur um die geleisteten Stunden, sondern auch um Verbrauchsstoffe wie Benzin für die Pumpen. Unser Ansprechpartner, was Kosten angeht, ist die Gemeinde. Wer am Ende eine Rechnung bekommt, ist dann ihre Sache.

Bild: Markus Schüchtle (Quelle: Alexander Klug)

am 19.03.2019, 00:00Uhr
Unwetter bringen Feuerwehrleute an ihre Grenzen

Bei seiner ersten Hauptversammlung als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Talheim (FFW) begrüßte Markus Schüchtle neben den Mitgliedern der Aktiven- und Altersabteilung auch Vertreter der Gemeinde und benachbarter Feuerwehren.

Auf die gestiegene Zahl an Einsätzen verwies Schüchtle in seinem Jahresrückblick. So wurden die 46 Männer und eine Frau der Einsatzabteilung im Jahr 2018 insgesamt 84 Mal alarmiert und leisteten 1176 Einsatzstunden. Bei einem Viertel der Alarmierungen handelte es sich jedoch um Fehlalarme, die überwiegend durch Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden. In fünf Fällen musste die Wehr mittlere und kleine Brände löschen. Bei den restlichen 58 Alarmierungen standen technische Hilfeleistungen im Vordergrund.

Wie bei vielen anderen Feuerwehren auch, machten Unwetterlagen den Einsatzkräften besonders zu schaffen. Los ging es bereits am 3. Januar mit dem Sturmtief „Burglind“. Zur morgendlichen Hauptverkehrszeit mussten umgestürzte Bäume auf der B 27 und der K 2081 schnell beseitigt werden.

Starkregen Mit über 30 Einsätzen war der 9. Juni absoluter Spitzenreiter. Starkregen mit 70 Litern Niederschlag innerhalb einer Stunde hatte am frühen Abend für überschwemmte Straßen, ausgehobene Schachtdeckel und vollgelaufene Keller gesorgt. Obwohl alle Feuerwehrleute im Einsatz waren und die Feuerwehr Neckarwestheim Überlandhilfe leistete, waren die Freiwilligen damals bis nach Mitternacht ohne Pause im Einsatz gewesen. Personell und technisch ist die Wehr hier an ihre Grenzen gestoßen. Voller Einsatz war auch am 23. September gefordert, als das Sturmtief „Fabienne“ durchs Unterland fegte.

Schüchtle hob im Zusammenhang mit diesen Einsätzen das Pflichtbewusstsein der Ehrenamtlichen hervor. „In solchen Situationen verlassen manche ihre Familie und ihr Zuhause, um anderen Menschen uneigennützig zu helfen“, lobte er seine Mannschaft.

Auch Peter Schmidt von der Jugendfeuerwehr berichtete über seine fünfzehn Jungen und drei Mädchen nur Positives. Bürgermeister Rainer Gräßle dankte den Feuerwehrleuten für den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit. „Wir können uns auf Sie verlassen. Sie gehen in den Einsatz, ohne zu wissen, was Sie erwartet“, sagte er voller Hochachtung.

Finanzspritze Gräßle betonte, dass sich die Gemeinde mit ihrer Unterstützung für die Feuerwehr nicht zu verstecken braucht. So steht aktuell die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens an für 80 000 Euro. Zwei Einsatzkräfte erhalten dieses Jahr Unterstützung, damit sie die Fahrerlaubnis für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen machen können. Den Aktiven Jens Eisenmann und Jürgen Mooser überreichte der Bürgermeister das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber.

Bild: Für 25-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr Talheim erhielten Jens Eisenmann und Jürgen Mooser (3. und 4. v.l.) von Bürgermeister Rainer Gräßle (links) das silberne Ehrenzeichen überreicht. Mit auf dem Bild stehen: Kommandant Markus Schüchtle (2. v.l.) und sein Vertreter Robin Scheithauer (rechts). (Quelle: Harald Schmidt, HSt)

am 16.03.2019, 00:00Uhr
KJF Delegiertenversammlung

Am Freitag, den 15.03. fand die jährliche Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Heilbronn in Schwaigern Stadtteil Stetten a. H. statt.

Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Kraft eröffnete den Abend und begrüßte die 116 Delegierten.

In seinen diesjährigen Ausführungen und Statistikdaten wurde ausgeführt, dass zum ersten Mal seit Jahren die Mitgliederzahlen in der Jugendfeuerwehr rückläufig sind, wobei dies noch nicht beunruhigend ist, sondern wahrscheinlich den üblichen Schwankungen entspricht.

Des Weiteren beglückwünschte er die Feuerwehren die im vergangenen Jahr eine Kindergruppe eingeführt hatten. Somit hat der der Verband jetzt 15 solcher Gruppen. Auch ist positiv zu vermerken, dass die meisten Jugendgruppen inzwischen 14-tägig oder sogar wöchentlich üben.

Timo Kraft berichtete außerdem über verschiedene Termine, welche im Landkreis abgehalten wurden. Unter anderem waren dies diverse Ausschusssitzungen, Dienstbesprechungen der Jugendwarte und Betreuer, Treffen des Kreisjugendforums, Kreisjugendwartseminare, die Verbandsversammlung des LFV BW sowie zahlreiche weitere Treffen.

Bei den diesjährigen Wahlen wurden der Kreisjugendfeuerwehrwart, sein Stellvertreter, drei Beisitzer des Landkreises, ein Schriftführer und ein Kassenprüfer gewählt. Besonderheit in diesem Jahr ist, dass der Kreisjugendfeuerwehrwart ab dieser Wahlperiode 5 anstatt 3 Jahre im Amt verbleibt.

Als Kreisjugendfeuerwehrwart stellte sich wieder Timo Kraft, FF Lauffen a.N. zur Wahl. Er wurde wiedergewählt.

Der Kassenprüfer Thomas Rebholz, FF Neuenstadt a.K. wurde in seinem Amt bestätigt.

Als Schriftführerin wurde Christina Hauser, FF Leingarten neu ins Amt gewählt.

Der stv. Kreisjugendfeuerwehrwart Dominik Frank, FF Leingarten wurde ebenfalls in seinem Amt bestätigt.

Als Beisitzer wurden Fabian Dembinski, FF Gundelsheim und Dominik Häberlein, FF Neckarsulm im Amt bestätigt. Tim Zartmann wurde neu ins Amt gewählt.

Im Anschluss an die Wahlen begrüßte Frau Rotermund, Bürgermeisterin von Schwaigern die Versammelten. Sie beglückwünschte alle frisch Gewählten. Des Weiteren lobte sie die Arbeiten aller Feuerwehren und vor allem die Arbeit, die die Freiwilligen in die Kinder- und Jugendgruppen investieren. Und freute sich, dass die Abteilung Stetten a. H. dieses Jahr ein 150 Jahr Jubiläum feiert.

Grußworte überbrauchten Thomas Maier, Dezernent des Landratsamtes Heilbronn sowie Reinhold Gall, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn. Alle lobten die gute Jugendarbeit, die in den Feuerwehren geleistet wird.

Dieses Jahr erhielten zwei Kameraden die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber:

Marcus Kühn, FF Offenau

Thomas Rebholz, FF Neuenstadt a. K.

An einem früheren Termin erhielten bereits folgende Personen die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber:

Nico Büttner, FF Rogheim

Bernhard Heinz, FF Zaberfeld

Jens Klärle, FF Bad Friedrichshall

Fabian Vogt, FF Ilsfeld

am 12.03.2019, 00:00Uhr
Warum es sich lohnt, bei der Jugendfeuerwehr mitzumischen

Bei den Jugendfeuerwehren der Region gilbt es einen kleinen Rückgang bei den Mitgliedern zu verzeichnen. Sorgen um den Nachwuchs macht sich Jugendfeuerwehrwart Timo Kraft aber nicht. Er betont die Werte, die bei der Ausbildung vermittelt werden.

Die Jugendfeuerwehren im Landkreis Heilbronn haben zum Jahresende 2018 insgesamt 1298 Mitglieder. Sie sehen sich ungeachtet eines leichten Rückgangs von 19 Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr gut aufgestellt. Warum das so ist, verrät Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Kraft im Gespräch mit der Heilbronner Stimme.

Der 28-Jährige kandidiert bei der Jahreshauptversammlung am kommenden Freitag, 15. März, in Schwaigern-Stetten für eine weitere Amtsperiode, die nach einer Satzungsänderung nun fünf statt seither drei Jahre umfasst.

Herr Kraft, viele Vereine klagen über Nachwuchsmangel. Muss man sich bei der Jugendfeuerwehr im Landkreis Heilbronn diesbezüglich auch Sorgen machen?

Timo Kraft: Wir müssen uns keine Sorgen machen, aber wir müssen an dem Thema dranbleiben. Denn knapp 200 Mitglieder haben uns verlassen. Mit den Zugängen konnten wir diese Zahl nicht ganz kompensieren. Zum Jahresende 2018 haben wir 19 Nachwuchskräfte weniger als noch Ende 2017.

Seither gingen die Zahlen nach oben. Gibt es eine Erklärung für diesen leichten Einbruch?

Kraft: Die habe ich nicht. Ich würde es auch nicht als Problem sehen. Wir werden die Situation in diesem Jahr genau beobachten und weiter auf Ausbildung und Mitgliederwerbung setzen.

Was macht die Feuerwehr aus?

Kraft: Die Wertevermittlung in Form von Kameradschaft, Respekt, Verantwortung und Toleranz ist eine tolle Sache. Die Mitglieder kommen aus allen Schichten. Die Herkunft spielt hier keine Rolle.

Bisher wurden die Kreisjugendfeuerwehrwarte für drei Jahre gewählt. Nach einer Satzungsänderung nun für fünf Jahre. Warum die Änderung?

Kraft: Wir haben die komplette Satzung überarbeitet, haben das Jugendforum integriert, und es hat sich angeboten, die Amtszeit zu verlängern, weil sich der Jugendfeuerwehrwart über einen längeren Zeitraum besser entfalten kann. Denn bisher war es folgendermaßen: Im ersten Jahr finde ich mich ein, im zweiten kann ich wirken und im dritten überlege ich schon, was ich noch umsetzen kann, weil ich nicht weiß, was der Nachfolger plant.

Was ist das Jugendforum?

Kraft: Die Gemeindefeuerwehren entsenden ihre gewählten Jugendsprecher zu fünf jährlichen Kreis-Sitzungen, auf denen aktuelle Themen besprochen werden. Zwei Drittel der Jugendfeuerwehren haben inzwischen diese Sprecher. Sie planen dort Veranstaltungen wie das Zeltlager. Denn sie wissen besser als ich als Kreisjugendleiter, was sie machen wollen. Deshalb haben wir diesen Bereich an sie abgegeben.

Welche Rolle spielt ein Zeltlager für die Mitgliedergewinnung?

Kraft: Ein großes Zeltlager auf Verbandsebene ist wichtig für unsere Öffentlichkeitsarbeit. Die Teilnehmer werden anschließend mit einem Presseartikel in der Zeitung gewürdigt und gleichzeitig erfährt man, was die Feuerwehr an allgemeiner Jugendarbeit betreibt. Wir wollen im Rahmen der Kreis-Zeltlager Führungen in Firmen wie Schunk oder Weber-Hydraulik anbieten, damit beispielsweise Mitglieder aus Möckmühl vor Ort Einblicke bekommen. Denn jeder in der Feuerwehr kennt die hydraulischen Scheren und Spreizer. Dann erfahren sie auch, wo diese Dinge hergestellt werden.

Sind die Jugendfeuerwehren über den gesamten Landkreis verteilt?

Kraft: Ja. Es gibt fast keinen weißen Fleck. Nur in Eberstadt gibt es noch keine Jugendfeuerwehr.

Wahlen und Zahlen

Die Kreisjugendfeuerwehr hatte am 31. Dezember 2018 1298 Mitglieder. Das sind 19 weniger als Ende 2017. 2018 gab es 196 Abgänge sowie rund 150 in die Einsatzfeuerwehren übernommene Nachwuchskräfte. In dieser Zeit kamen rund 330 Neuaufnahmen hinzu. Am Freitag, 15. März, stehen bei der Hauptversammlung der Jugendfeuerwehr ab 19.30 Uhr in der Alten Kelter in Stetten Wahlen an. Am Samstag, 16. März, findet dort um 9 Uhr die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbands statt.

Bild 2: Der 28-jährige Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Kraft aus Lauffen in der Einsatzzentrale der Lauffener Feuerwehr. (Quelle: Friedhelm Römer, HSt)

am 12.03.2019, 00:00Uhr
Das Warnportal www.warnung.bund.de wurde neu aufgesetzt

Das Warnportal des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde von Grund auf neu strukturiert und um weitere Funktionen ergänzt. Die Startseite leitet die Besucher der Webseite nun einfach und zielgenau und gibt Tipps zu richtigem Handeln in Notsituationen. Bei ausgedehnten Schadenlagen erhalten Sie einen guten Überblick.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

  • Kartendarstellung: Die Warnungen werden übersichtlich in einer Karte dargestellt. Durch einen Klick auf die Karte öffnen sich die zugehörigen Warnmeldungen.
  • Kategorien: Die Meldungen können nach den drei Warnkategorien „Bevölkerungsschutz“, „Wetter-“ und „Hochwassermeldungen“ gefiltert werden.
  • Ortsfilter: Im neuen System können die Warnmeldungen nach einem oder mehreren Stadt- oder Landkreisen gefiltert werden.
  • RSS-Feed: Die über die Ortsfiltereingegrenzten Warnmeldungenlassen sich als RSS-Feed abonnieren. Mithilfe von Feed-Readern können Warnungen damit auf einergroßen Zahl von Endgeräten empfangen werden.
  • Verlaufsanzeige: Die zu einem Ereignis gehörende Warnung, Aktualisierung und Entwarnung werdenzusammen dargestellt. So kann dieAbfolge der Meldungen nachvollzogen und weiterhin auf die ursprüngliche Warnung zugegriffen werden.
  • Barrierefreiheit: Die Seite wurdeauch für hör- und sehbehinderteMenschen angepasst. Gebärdensprachvideos erklären die Funktionen der Webseite und die Textesind für den Einsatz von Screenreader-Software optimiert.

    Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren! Am besten gleich lossurfen auf http://www.warnung.bund.de.

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg

am 15.09.2018, 00:00Uhr
Falsches Parken oder Bäume bremsen Feuerwehr aus

Egal ob Müllfahrzeug, Rettungswagen oder Feuerwehr, alle haben dasselbe Problem, zugeparkte Straßen und Bäume die, die Fahrbahn zusätzlich verengen.

Am Freitag, den 14.09.2018 startete die Feuerwehr Talheim zusammen mit der Ortspolizeibehörde um 20:00 Uhr eine Kontrollfahrt durch die Talheimer Straßen.

Immer wieder kamen wir dabei in Situationen in denen es eng oder zu eng zuging, sodass ein durchkommen teilweise nicht möglich war. Immer wieder wurden Informationszettel an die Scheiben der betroffenen PKW gehängt, Strafzettel gab es an diesem Abend keine.

Vielen Bürgern ist es wohl schlicht nicht bewusst, wie groß ein Feuerwehrfahrzeug mit seiner 2,5m Bereite, bis zu 10m Länge und einer Höhe von 3,3m wirklich ist.

Ebenso ist es vorgeschrieben, dass nach dem Parken eine Restfahrbahnbreite von 3,05m für solch große Fahrzeuge frei sein muss.

Da wo wir mit den parkenden PKW keine Probleme hatten wurden wir dann stellenweise durch Bäume und Hecken die in die Fahrbahn ragten ausgebremst. Deshalb muss neben der Fahrbahnbreite auch eine lichte Höhe von 4,5m bei Bäumen einzuhalten, damit auch hier freie Fahrt besteht.

Einige Anwohner konnten persönlich angetroffen und die Situation konstruktiv aufklärend besprochen werden.

Positiv war an diesem Abend anzumerken, dass wir in den meisten Straßen gut durchkamen, da die PKW ordnungsgemäß geparkt und die Bäume und Hecken entsprechend zurückgeschnitten waren

Wir bitten sie deshalb, achten sie auch in Zukunft darauf wie sie parken, damit wir als Feuerwehr oder auch andere Hilfsorganisationen wie der Rettungsdienst im Notfall freie Fahrt haben. Unterstützen sie uns bei Notfällen, um unnötige Zeitverluste zu vermeiden.

Ebenso benötigen wir auch Platz um bei einem Notfall unsere Ausrüstung aus den Fahrzeugen entnehmen und aufbauen zu können. Deshalb sollte nicht nur das Fahrzeug gerade so durchpassen, sondern auch der Platz von 3,05m mindestens vorhanden sein.

Ihre Feuerwehr Talheim

Unsere Freizeit, für Ihre Sicherheit

Bild 1: Es geht eng zu (Quelle: www.feuerwehr-talheim.de)
Bild 2: Entnaheme der Geräte unmöglich (Quelle: www.feuerwehr-talheim.de)
Bild 3: Äste hängen im Fahrbereich (Quelle: www.feuerwehr-talheim.de)
Bild 4: Durchfahrt unmöglich, Anhänger blockiert die Durchfahrt (Quelle: www.feuerwehr-talheim.de)

am 13.08.2018, 00:00Uhr
Der Gerätewart hat am meisten zu tun

Kai Hoffmann ist seit 34 Jahren Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Talheim. Ohne ihn geht gar nichts, das weiß auch der Kommandant. Hoffmann ist ein Tüftler und repariert fast alles selbst.

Die Werkbank erstreckt sich fast über die gesamte Breite des Raumes. An der Wand ist fein säuberlich das Werkzeug aufgehängt. Regale und Schränke sind ordentlich eingeräumt, in der Ecke steht ein Schweißgerät. Damit hat Kai Hoffmann die Wechselplattform zusammengeschweißt, die er noch anstreicht und mit Alu auskleidet. Etwa 30 Stunden benötigt er für jedes Exemplar. Fünf möchte er fertigen, um schnell die Gerätschaften für einen Unwettereinsatz oder das Verkehrsabsperrmaterial einladen zu können. Hoffmann ist Gold wert bei der Freiwilligen Feuerwehr Talheim. „Er ist der wichtigste Mann“, sagt denn auch Kommandant Markus Schüchtle. Denn ohne Hoffmann geht gar nichts.

Ein Gerätewart ist wie ein Hausmeister

„Die Gerätewarte haben bei der Feuerwehr am meisten zu tun“, weiß Hoffmann. Wenn man seine „Arbeitsplatzbeschreibung“ hört, dann übertreibt er nicht. Alles, was sich hinter der Tür des Mannschaftsraums befindet, ist sein Revier: Fahrzeug- und Kalthalle, Schwerlastregal, Waschküche. „Ein Gerätewart ist wie ein Hausmeister“, sagt Hoffmann.

Er kann an einer Hand abzählen, wann in den vergangenen 30 Jahren ein Einsatzfahrzeug per Fremdauftrag inspiziert oder repariert werden musste. Service, Wartung, Vorbereitung für die Hauptuntersuchung und Sicherheitsprüfungen macht der Feuerwehrmann selbst. Als Kraftfahrzeugmeister ist er vom Fach und kann Aufgaben in der Werkstatt seines Arbeitgebers erledigen. Eine technische Ausbildung sollte man in dieser Funktion schon haben, betont er.

Umfeldbeleuchtung für Tanklöschfahrzeug angebracht

„Ich schaue nach, ob jeder Deckel drauf ist und die Ausrüstung am richtigen Platz. Wenn was kaputt ist, wird das von den Kameraden gemeldet.“ Er ist in Kontakt mit Herstellern von Ausrüstungsgegenständen, erstellt für neue Fahrzeuge das Leistungsverzeichnung. Hoffmann zeigt auf das TLF 16/25: Auf dem Tanklöschfahrzeug hat er eine Umfeldbeleuchtung angebracht. Auch den Stromlaufplan hat er selbst entwickelt. Tüfteln ist sein Ding. Das erkennt man auch in der Kalthalle, wo die Teile für Gassenfeschthütten fest in Verankerungen, die Kai Hoffmann gebaut hat, stecken.

Dort liegen auf Rollwagen gelbe und weiße Schläuche unterschiedlicher Länge, die in der zentralen Schlauchwerkstatt in Heilbronn gewaschen und geprüft worden sind und nun wieder ins Lager zu den anderen Reserveschläuchen kommen. Auch Atemschutzgeräte fährt Hoffmann zum Befüllen und Warten nach Heilbronn. Seit dem Umzug ins neue Feuerwehrhaus an der Horkheimer Straße vor drei Jahren erübrigt sich der Transport der Uniformen. Denn jetzt gibt es vor Ort Waschmaschine und Trockner, die der Gerätewart befüllt.

Im Neubau ist mehr Platz

Apropos Neubau. Der große Vorteil für den Gerätewart: Er hat mehr Platz, was seine Tätigkeit erleichtert, zudem hat er alle Räumlichkeiten auf einer Ebene. Der Nachteil: „Die Arbeit hat sich vermehrt“, weil mehr Gerätschaften untergebracht werden können.

„Ich täte fast sagen, dass er täglich hier ist. Er wird es nur nicht zugeben“, sagt Kommandant Schüchtle. Er kennt seinen Kameraden gut. „Es kommen einige Stunden im Jahr zusammen“, sagt der bescheiden, präzisiert dann aber doch: „Es sind annähernd 400 Stunden.“ Wenn man alles hundertprozentig machen wollte, könnte man selbst für Talheim einen Halbtags-Gerätewart einstellen.„ Der 53-Jährige versieht seinen Dienst, wie der Rest der Truppe, im Ehrenamt. “Man will ja der Gemeinschaft etwas Gutes tun„, begründet er seinen Einsatz.

“Man muss den Gerätewart gut hegen und pflegen„, ist Schüchtle bewusst, wie wertvoll ein Mann wie Hoffmann ist. Dem ist allerdings klar: “Wenn was nicht geht, ist immer der Gerätewart schuld.„

Schüchtle ist neben Hoffmann der einzige der Talheimer Feuerwehr mit Gerätewart-Ausbildung. Die dauerte damals 14 Tage an der Landesfeuerwehrschule. Heute sind es zwei Tage auf Kreisebene. “Da kann man gar nicht mehr so viel vermitteln„, meint Schüchtle.

Aktive & Fuhrpark: In der Freiwilligen Feuerwehr Talheim versehen aktuell 48 Männer und eine Frau ihren Dienst. Der Fuhrpark besteht aus einem TLF 16/25 (Tanklöschfahrzeug), einem LF 8/6 (Löschfahrzeug) einem GW-L2 (Gerätewagen Logistik) und einem Mannschaftstransportwagen, Baujahr 1993. Die Ausschreibung für den neuen MTW ist schon erfolgt.

Bild 1: Der Gerätewart Kai Hoffmann ist Gold wert bei der Freiwilligen Feuerwehr Talheim. (Quelle: Sabine Friedrich, HSt)
Bild 2: Wenn etwas nicht funktioniert, ist der Gerätewart schuld. Er hält alles in Schuss - wie ein Hausmeister. (Quelle: Sabine Friedrich, HSt)

am 02.08.2018, 00:00Uhr
Jugendfeuerwehr bei Jugendflamme 2 erfolgreich

Am Samstag, den 07.07.2018 trafen wir uns um 7:30 Uhr am Feuerwehrhaus, um mit dem MTW gemeinsam zur Abnahme der Jugendflamme Zwei nach Neckarsulm zu fahren.

Um 8:15 Uhr begann die Abnahme mit einer Lagebesprechung, uns wurde der Ablauf erklärt und wo die einzelnen Abnahmen stattfinden. Die Gesamtabnahme besteht aus fünf Teilen.

Für uns ging es mit der Fahrzeugkunde los, jeder von uns musste zwei Buchstaben ziehen und dann an dem von der Feuerwehr Neckarsulm zur Verfügung gestellten Löschfahrzeug feuerwehrtechnische Gegenstände mit den jeweiligen Anfangsbuchstaben raussuchen und die Funktion sowie die Aufgaben des Gegenstandes erklären.
Als nächste Aufgabe war Teamgeist gefragt. Zu viert standen wir an einer Trage welche mit einem 20 Kilogramm schweren Sandsack bestückt war und mussten diesen unversehrt durch einen Parcours rangieren. Klingt ganz einfach, doch das Manko war, dass uns die Augen verbunden waren. So mussten wir uns blind auf die Anweisung eines von uns ausgewählten Gruppensprechers verlassen. Dieser führte uns ohne Fehler durch den Parcours.

Erleichtert, dass wir diese Übung ohne Fehler hinter uns gelassen haben, gingen wir an die nächste Aufgabe heran.Wasser über Graben. Dies war der Name der Übung unserer Ängste, jedoch blieben wir auch hier ruhig und konzentriert. Nicht reden, keine Fehler, die Schläuche richtig miteinander kuppeln und keinen Schritt vergessen.

Los geht’s!
Alles lief glatt, bis unsere Leiter auf dem nassen Rasen wegrutschte und auf den Boden flog, „Nicht schlimm, macht einfach weiter“ sagte einer der Schiedsrichter.
Nach der Übung kamen die Schiedsrichter auf uns zu und teilten uns mit, dass wir auch diese Aufgabe bestanden haben.
Erleichterung machte sich unter uns breit.

Am Ende standen noch Weitsprung und ein 400m-lauf an. Auch diese Aufgaben waren kein Problem für uns und so wurden uns die angestrebten Anstecker verliehen. Durch unsere monatelange Vorbereitung haben wir die Jugendflamme Zwei ohne Probleme gemeistert.