Die Feuerwehren


Jede Stadt oder Gemeinde ist verpflichtet eine der unten aufgeführten Art der Feuerwehr zu stellen.
Auch Firmen mit einem hohen Gefahrenpotential sind verpflichtet eine Feuerwehr aufzustellen.

Es gibt in Deutschland fünf verschiedene Arten der Feuerwehren, die wir Ihnen hier gerne beschreiben möchten.

 

1. Berufsfeuerwehr BF

In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern kann die Stadt eine Berufsfeuerwehr aufstellen. Ab einer Bevölkerungszahl von 150.000 Einwohnern muss sie das sogar. Die Feuerwehrkameraden bekleiden den Beruf hauptamtlich und sind als Beamte der Stadt geführt. Meist stellt die Stadt neben der Berufsfeuerwehr auch noch eine Freiwillige Feuerwehr auf, da eine reine Berufsfeuerwehr im Unterhalt zu teuer wäre. Es gibt auch Sonderregelungen, dass Gemeinden unter 100.000 Einwohnern eine Berufsfeuerwehr aufstellen dürfen, falls die Sicherheitslage es fordert. Zurzeit bestehen in Deutschland 102 Berufsfeuerwehren mit ca. 28.000 aktiven Kameraden.

 

2. Freiwilligefeuerwehr FF

Die freiwilligen Feuerwehren sind wie die Berufsfeuerwehren, öffentliche Feuerwehren, d.h. sie dienen der gesamten Öffentlichkeit. Mittelgroße Städte und Gemeinden ohne Berufsfeuerwehren sind gesetzlich verpflichtet eine freiwillige Feuerwehr aufzustellen. Die Angehörigen der freiwilligen Feuerwehren sind freiwillig und ehrenamtlich im Dienste der Stadt bzw. Gemeinde tätig. Es kann jedoch zur Sicherstellung des Brandschutzes eine ständig besetzte Wache mit hauptamtlichen Kräften eingerichtet werden. Große und mittlere kreisangehörige Städte sind hierzu verpflichtet.
Die Gemeinde Talheim mit knapp 5000 Einwohnern hat eine freiwillige Feuerwehr ohne hauptamtliche Kräfte. Es bestehen z.Zt. 23.000 freiwillige Feuerwehren mit 1.200.000 Kameraden und 33.000 Feuerwehrmagazinen.

 

3. Pflichtfeuerwehr PF

Wenn keine Berufsfeuerwehr vorhanden ist und die Städte oder Gemeinden nicht in der Lage sind, mangels freiwilligen Personals eine freiwillige Feuerwehr aufzustellen, kann die Stadt oder die Gemeinde eine sogenannte Pflichtfeuerwehr einberufen. Bei einer Pflichtfeuerwehr werden alle Wehrfähigen Männer oder Frauen im Alter von 18 – 55 Jahre zum Dienst verpflichtet und müssen Ihren jedoch zeitlich begrenzten Dienst ableisten, ähnlich dem ehemaligen Wehdienst der Bundeswehr. Zurzeit gibt es drei Pflichtfeuerwehren in Deutschland.

 

4. Werkfeuerwehr WF

Werkfeuerwehren sind nicht öffentliche aber staatlich anerkannte Feuerwehren. Die Mitglieder sind entweder Haupt- oder Nebenberuflich in der Werkfeuerwehr tätig und sind bei dem Unternehmen angestellt.
Eine Werkfeuerwehr hat auf dem Betriebsgelände die volle Verantwortung und kann eine öffentliche Feuerwehr zur Unterstützung anfordern und ist dieser auf dem Betriebsgelände Weisungsbefugt. Denn eine öffentliche Feuerwehr ist auf dem Betriebsgelände nicht mehr zuständig und muss im Ernstfall erst einmal von der Werkfeuerwehr angefordert werden. Dies gilt aber auch umgekehrt, dass eine Werkfeuerwehr zur Unterstützung der öffentlichen Feuerwehren gerufen werden kann, außerhalb des Werksgeländes. Es gibt in Deutschland zurzeit ca. 900 Werkfeuerwehren.

 

5. Betriebsfeuerwehr

Betriebsfeuerwehren sind keine öffentlichen Feuerwehren und nicht staatlich anerkannt. Eine Betriebsfeuerwehr unterliegt auf dem Werkgelände den Weisungen der öffentlichen Feuerwehr, und dient daher nur als Unterstützung der öffentlichen Feuerwehr. In diesem Fall wird die öffentliche Feuerwehr im Ernstfall automatisch auf dem Werkgelände tätig und trägt die volle Verantwortung und Weisungsbefugnis gegenüber der Betriebsfeuerwehr.