Atemschutzausrüstung


Die Atemschutzausrüstung des Angriffstrupps ist im Ernstfall lebenswichtig. Wenn der Angriffstrupp unter Atemschutz in den Innenangriff geht, muss sich dieser zu 100% auf seine Ausrüstung verlassen. Atemschutzgeräteträger werden auch für Extremsituationen wie Hitze, Rauch und absolute Dunkelheit regelmäßig trainiert.

Zu der Atemschutzausrüstung gehören folgende Ausrüstungsgegenstände:


Die Atemvollschutzmaske

AtemschutzmaskeDie Atemvollschutzmaske schließt das ganze Gesicht hermetisch gegen äußere Atemgifte ab, sodass Augen und Atemwege geschützt sind. Wir in Talheim verwenden Überdruckmasken. Das Funktionsprinzip einer Überdruckvollschutzmaske ist, das die Maske nach dem Ausatmen der verbrauchten Atemluft mit frischer Atemluft aus der Atemschutzflasche gefüllt wird und das Atmen im Vergleich zu Normaldruckvollschutzmasken leichter fällt. Der Überdruck in der Maske beträgt nur wenige Millibar. Dies genügt um bei Undichtigkeiten der Atemvollschutzmaske ein Eindringen von Rauchgasen zu verhindern.

 


Das Atemschutzgerät

PressluftatmerDas Atemschutzgerät besteht aus drei Hauptkomponenten:

  1. Das Tragegestell
  2. Die Pressluftflasche
  3. Dem Lungenautomat

Das Tragegestell ähnelt einem Rucksack. Auf diesem sind die anderen Komponenten befestigt. Die Pressluftflasche hat einen Fülldruck von 300 Bar und ein Volumen von 6 Litern. Je nach körperlicher Tätigkeit genügt die Atemluft für bis zu 30 Minuten. Da die anfänglichen 300 Bar Druck in der Pressluftflasche für das Atmen viel zu hoch sind, muss der Druck in zwei Stufen reduziert werden. Der Lungenautomat ist für die zweite Reduzierung verantwortlich und sorgt dafür, dass der Druck in der Maske etwa 4 Millibar beträgt.


Der Totmannmelder

TotmannmelderDer Totmannmelder reagiert auf Bewegung. Falls der Feuerwehrmann bei aktivem Totmannmelder sich länger als 30 Sekunden nicht bewegt, wird ein erster Warnton ausgesendet. Nach weiteren 30 Sekunden geht dieser in einen schrillen Daueralarm über. Ebenso kann der Daueralarm manuell vom Feuerwehrmann ausgelöst werden. Diese zusätzliche Sicherheitseinrichtung sorgt dafür, dass eventuelle verletzte Feuerwehrmänner im Innenangriff schneller gefunden und gerettet werden können.

 

 


Die Flammschutzhaube

FlammschutzhaubeDie Flammschutzhaube besteht aus dem schwerentflammbaren Material Nomex. Die Haube deckt den restlichen Bereich von Hinterkopf, Hals und Nacken ab, damit bei großer Hitze und Flammeneinwirkung auch diese Bereiche Geschütz sind.

 

 

 


Der Atemschutz Rettungssatz

RettungstascheFrüher wurden die sogenannten Fluchthauben zur Rettung eines verletzten aus einem verrauchten Raum verwendet. Heute verwenden wir den Atemschutz Rettungssatz. Dieser hat das gleiche Funktionsprinzip wie ein Atemschutzgerät, lediglich die Maske unterscheidet sich in dem sie wie eine Mütze über den Kopf gezogen wird und unterhalb des Kinns mit einem Gummizug geschlossen wird. Diese Maske wird dann permanent mit Atemluft gespült und ist wegen des hohen Luftverbrauchs nur zur Rettung gedacht. In diesem Rettungssatz befinden sich eine Pressluftflasche, eine Rettungshaube und eine Atemschutzvollmaske.