Einsätze 2019

am 28.08.2019, 18:39Uhr
Dehnfugenbrand
Dehnfugenbrand zwischen zwei Garagen

Am Mittwoch, den 28.08.2019 um 18:39 Uhr wurde die Feuerwehr Talheim mit dem Einsatzstichwort: „Dehnfugenbrand“ in die Schozacher Straße alarmiert.

Zwischen zwei aneinander gebauten Garagen kam es aus bisher noch unklarer Ursache zu einem Brand in der Dehnfuge und des darin befindlichen Dämmmaterials.

Nach dem Eintreffen der Feuerwehr und der ersten Lageerkundung war nicht klar, wie weit der Brand bereits in die Dämmung eingedrungen war. Um dies zu Überprüfen wurde die Heumesssonde der Feuerwehr Neckarwestheim um 18:54 Uhr nachgefordert und zur Einsatzstelle gerufen.

Eine Heumesssonde ist ein Wärmemessgerät an der Spitze einer langen Lanze. Sie wurde in diesem Fall zweckentfremdet um die tieferen Stellen zwischen den Garagen zu erreichen und die dort befindliche Temperatur zu messen.

Um das Dämmmaterial und die tieferen Stellen zwischen den Garagen erreichen zu können, musste die Feuerwehr Talheim mittels eines Stemmhammers stirnseitig der Garagen den Zwischenraum freilegen.

Im weiteren Verlauf war es teilweise sehr schwierig die Holzfaserdämmplatten, in welche der Brand bis zu einer Tiefe von mehr als 2m vorgedrungen war zu entfernen da der Spalt zum entfernen nur ca. 25mm betrug. Durch diesen Umstand wurde vor Ort diversen Materialien immer wieder neue „Werkzeuge“ zum entfernen der Platten entworfen und angefertigt.

Ebenso wurde an einem Dachaufbau an einer der Garagen Kupferbleche entfernt, damit auch von oben Löschmaßnahmen mit Wasser und später auch Netzmittel durchgeführt werden konnten.

Mit der Wärmebildkammera und der Heumesssonde wurden regelmäßig Kontrollmessungen durchgeführt, um den Erfolg der Brandbekämpfung kontrollieren zu können.

Im weiteren Verlauf wurde in einer der Garagen eine Kernbohrung durchgeführt, um zu kontrollieren ob in diesem Bereich der Brand gestoppt werden konnte. Zur Sicherheit wurde in diesem Bereich auch nochmals Netzmittel eingebracht.

Nach knapp 4 Stunden, war das Dämmmeterial soweit aus der Dehnfuge gebracht worden, dass die Einsatzstelle dann mit der Lagemeldung „Brand aus“ verlassen werden konnte.

Die Einsatzstelle wurde durch die Feuerwehr Talheim in der Nacht und am Morgen zur Sicherheit noch mehrmals kontrolliert. Die Kontrollen verliefern alle negativ.

Ein Dank noch an einen der betroffenen Besitzer, welcher die Feuerwehr während des gesamten Einsatzes mit Pizza und Getränken versorgt hat.

am 27.07.2019, 23:40Uhr
Wasserschaden
Unwettereinsatz - Wasser in Keller

Nachdem alle Einsätze beendet waren und die Einsatzkräfte sich bereits umgezogen hatten oder unter der Dusche standen wurden wir um 23:40 Uhr erneut per Meldeempfänger zu einem Wasserschaden alarmiert.

In der Sturmfederstraße drang aus dem Kontrollschacht einer Rückschlagklappe Wasser in einen Keller ein. Von den Besitzern wurde schon seit fast 1 Stunde das Wasser abgeschöpft damit es nicht aus dem Kontrollschacht in den Keller laufen konnte.

Da aufgrund der bereits stark nachgelassenen Niederschlägen vermutet wurde, dass kein Defekt der Rückschlagklappe vorliegt und das Wasser über den Kanal regulär ablaufen müsste, wurde diese von der Feuerwehr aufgeschraubt.

Dabei wurde festgestellt, das die Rückschlagklappe ordnungsgemäß eingebaut wurde und kein Defekt vorliegt. Das Wasser drang neben der Rückschlagklappe über das Kunststoffrohr des Kontrollschachtes und den Schraubenlöchern der Rückschlagklappe in den Kontrollschacht ein. Positiver Begleiteffekt durch das Aufschrauben, dass eindringende Wasser konnte nun problemlos in das Kanalnetz abfließen.

Vor dem Haus wurde bei einer Erkundung wo das Wasser her kommen könnte festgestellt, dass ein Schacht zur Übergabe von Trinkwasser unterwasser steht. Dabei kam der Verdacht auf, dass über ein Leerrohr das Wasser in den Kontrollschacht der Rückschlagklappe einfließen könnte.

Deshalb wurde dieser Schacht von der Feuerwehr leergepumpt. Eine Verbesserung der Situation im Kontrollschacht trat dadruch nicht ein, sodass das Wasser wo anderst herkommen musste.

Nachdem keine weitere offensichtliche Ursache für das Eindringen des Wassers gefunden werden konnte und das Wasser nach entfernen des Deckels der Rückschlagklappe problemlos ablaufen konnte, wurde die Einsatzstelle an den Eigentümer übergeben.

am 20.04.2019, 08:08Uhr
Gewässerverunreinigung
Schaumbildung auf der Schozach

Am Karsamstag, den 20.04.2019 um 08:08 Uhr wurde die Feuerwehr Talheim zu einer Gewässerverunreinigung auf der Schozach alarmiert.

Durch das Geschehnis mit dem Giftunfall Anfang April hatte eine besorgte Bürgerin wegen der Schaumbildung den Notruf abgesetzt.

Im gesamten Ortsgebiet konnte auf der Schozach in regelmäßigen Abständen eine Schaumbildung festgestellt werden. In Uferbereichen, wo das Wasser langsamer fließt, konnten teilweise richtige Schaumhäufen vorgefunden werden.

Deshalb wurde umgehende der Fachberater Chemie Dr. Sendelbach und die Messgruppe der Feuerwehr Neckarsulm zur Einsatzstelle hinzugerufen. Ebenso kontrollierten aufgrund der Lage die Feuerwehren Heilbronn und Ilsfeld ihre Abschnitte der Schozach auf Schaumbildung. Die untere Wasserbehörde des Landkreises Heilbronn wurde durch die Integrierte Leitstelle Heilbronn ebenfalls über die Lage an der Schozach informiert und hat eine Vertreterin an die Einsatzstelle entsandt.

Die Bürgermeister der Gemeinden Ilsfeld und Talheim, Herr Knödler und Herr Gräßle waren ebenfalls vor Ort um sich ein Bild der Situation zu machen.

Vom GW-Mess Neckarsulm wurden im Bereich des Tauchsteinsees Wasserproben aus der Schozach entnommen und analysiert.

Die Ergebnisse der entnommenen Proben waren unauffällig und ohne Ergebnisse.

Von Fachberater Dr. Sendelbach wurde daraufhin bestätigt das die Schaumbildung, natürlich ist und durch das aktuelle Wetter mit dem Blütenstaub ausgelöst wird. Eine Gefahr für die Umwelt und Schozach besteht daraufhin nicht und der Einsatz konnte beendet werden.

am 04.04.2019, 12:02Uhr
Gewässerverunreinigung
Massives Fischsterben in der Schozach

Zu einem Großeinsatz wurde die Feuerwehr Talheim zusammen mit den Feuerwehren aus Ilsfeld, Schozach, Helfenberg, Abstatt, Lauffen am Neckar, Neckarwestheim, Neckarsulm, Bad Rappenau, dem Kreisbrandmeister, den Fachberatern Chemie aus Stadt und Landkreis, den Sachverständigen des Landratsamtes, dem Führungsstab des Landkreise, der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr aus Heilbronn, der Polizei sowie der Tierrettung Unterland am Donnerstag den 04.04.2019 um 12:02 Uhr an die Schozach alarmiert.

Im Ilsfelder Gewerbegebiet kam es am Vormittag des 04.04.2019 zum Austritt einer unbekannten Flüssigkeit. Erste Messungen haben Reste von Glykolen, Glykolether und Alkoholen nachgewiesen. Außerdem wurden erhöhte Ammoniumwerte gefunden. Glykole werden zum Beispiel als Frostschutzmittel eingesetzt. Die Flüssigkeit gelang über einen Abwasserkanal in den Gruppenbach und von dort aus in die Schozach.

Die ersten Anzeichen der Gewässerverunreinigung konnten am späten Vormittag in Ilsfeld von der Feuerwehr und den zuständigen Behörden auf der Schozach wahrgenommen werden. Sichtbar durch eine Schaumschicht auf der Wasseroberfläche. In Folge der Dinge gelang der Fremdstoff über die Schozach bis ca. 12 Uhr nach Talheim. Besorgte Bürger informierten die Gemeindeverwaltung über einen Schaumteppich auf der Schozach sowie massives Tiersterben im Einzugsbereich des Gewässers.

Um 12:02 Uhr wurde der Alarm der Integrierten Leitstelle in Heilbronn an die Kameraden in Talheim. In kurzer Folge darauf folgten Ilsfeld, Schozach sowie Helfenberg.

Die Feuerwehren konnten im kompletten Streckenverlauf der Schozach von Einmündung des Gruppenbach in die Schozach bis hin zur in Heilbronn Horkheim gelegenen Rahmer Mühle ein massives Fisch und Vogelsterben registrieren. Daraufhin wurde unverzüglich in Talheim am Tauchsteinsee sowie in Ilsfeld auf höhe des Steinbruches eine Wassereinspeisung in die Schozach mittels Pumpen aufgebaut, um das Wasser und den mitgeführten Stoff zu verdünnen.

Die Fachberater Chemie aus Stadt und Landkreis wurden hinzugezogen, sowie die zwei im Landkreis befindlichen Gerätewagen Messtechnik und die Fachabteilung des Landratsamtes Untere Wasserbehörde. Nach eintreffen der Kräfte wurden Wasserproben entnommen und von den Kräften des Messfahrzeuge analysiert. Aufgrund des Komplexität des Fremdstoffes im Wasser und der durch die langen Wegstrecke bis nach Talheim konnten keine genauen Messergebnisse vor Ort erstellt werden welche Aussagekräftig genug waren.

Der Krisenstab des Landkreises Heilbronn wurde gebildet und der ELW2 aus Neckarsulm hinzugefügten.
Um genauere Messergebnisse zu erlangen wurden am späten Nachmittag mehrere Proben in ein Labor nach Ludwigsburg gebracht, und eine kleine Auswahl der Verendeten Fische in ein anderes Labor nach Fellbach . Ergebnisse zu den enthaltenen Stoffen standen zu diesem Zeitpunkt noch aus. Zeitgleich wurde das Abwasserrohr von der Feuerwehr Ilsfeld mittels eines aufblasbaren Gulliei verschlossen um ein nachlaufen des Fremdstoffes zu verhindern.

Die Messergebnisse wurden am frühen Freitag Morgen des Freitag erwartet. Bis dahin wurde weiter die Schozach an mehreren Stellen mit Frischwasser versorgt um die Konzentration des Fremdstoff zu verdünnen.
Bei der ersten Lagebesprechung des Krisenstabes am frühen Freitag Morgen wurde bekannt das inzwischen die Feuerwehr Heilbronn mit den Abteilungen Horkheim, Sontheim, Böckingen sowie der Berufsfeuerwehr ebenfalls seit den Nachtstunden im Einsatz war.

Ebenfalls wie die Feuerwehr Heilbronn wurde die weitere Vorgehensweise auf das ab sammeln der verendeten Tiere festgelegt. Dies wurde über dem ganzen Streckenabschnitt der Schozach von Ilsfeld bis nach Heilbronn zur Neckareinmündung durchgeführt. Die Verendeten Tiere werden einer Fachfirma zur Entsorgung übergeben.
Die Labore lieferten im laufe des Tages das Ergebnis zu dem Fremdstoff. Nach genauer Analyse konnte man nun mit Gewissheit sagen das sämtliche Schritte die bis zum Zeitpunkt durchgeführt wurden die Richtige Entscheidung waren. Der Verursacher wurde in den Mittagsstunden des Freitag ebenfalls ermittelt. Auf dem Gelände einer Spedition kam es am Dienstag zu einem Unfall mit einem für Wasser in der Klassifizierung Stufe 2 gefährdetem Stoff. Der Stoff gelangte vom Speditionsgelände in den Gruppenbach und dann in die Schozach.

Die Kräfte der Feuerwehr Talheim beendeten um 17 Uhr die Arbeiten, und der Einsatz wurde um 23:30 Uhr durch herauslösen der Führungskräfte der Feuerwehren Talheim, Ilsfeld und Neckarwestheim aus dem Krisenstab offiziell als beendet erklärt.
Insgesamt waren zu Spitzenzeiten 85 Einsatzkräfte mit 28 Fahrzeugen von der Feuerwehr, Polizei, Landratsamt und Tierrettung im Einsatz.

am 06.01.2019, 15:19Uhr
Ölspur
Ausgedehnte Ölspur nach Getriebedefekt

Am frühen Nachmittag des heiligen Dreikönigstages wurden die Feuerwehren Talheim zu einer ausgedehnten Ölspur alarmiert. Bei der Erkundung wurde festgestellt das die Ölspur von Neckarwestheim bis hin nach Talheim führte, deswegen wurden die Feuerwehren aus Lauffen am Neckar sowie Neckarwestheim nachalarmiert da die Ölspur ebenfalls über deren Gemarkung verlief.

Der Fahrer eines VW Passat hatte einen Defekt an seinem Getriebe, welche dazu führte das Getriebeöl austrat. Beginnend unmittelbar nach der Ortsausfahrt von Neckarwestheim zog sich die Ölspur über die Kreuzung am Mauk Garten Center vorbei am Landturm bis hin nach Talheim in die Hofeinfahrt des Verursachers.

Da die Reinigung auf dieser großen Strecke selbst für die Kräfte von drei Feuerwehren zu viel wäre und ohnehin nicht effektiv genug durchgeführt werden konnte, wurde eine Fachfirma mit der Reinigung des Fahrbahnbelages beauftragt. Zur Absicherung der Straßen und der Fachfirma waren die Feuerwehren aus Lauffen am Neckar, Neckarwestheim und Talheim mit 7 Fahrzeugen angerückt und an den Verkehrsknotenpunkten postiert.

Der aufkommende Regen am Sonntagnachmittag sorgte dafür das die kleinen Tropfmengen noch während des Einsatzes von der Straße gespült wurden. Deswegen war ein Tätig werden der Fachfirma nur noch an den Kreuzungsbereichen und den Bereichen notwendig an denen das Fahrzeug viel Öl verloren hatte. Gereinigt wurden ein kurzes Teilstück der K2081 sowie der Kreuzungsbereich der K2081 zur L1105. Die K2081 ist die Straße von Neckarwestheim in Richtung Talheim und die L1105 die Straße von Lauffen am Neckar nach Ilsfeld.

Zeitgleich reinigte die Feuerwehr Talheim mittels Handgeräten ein kurzes Stück der Weinbergstraße. Der gesamte Einsatz konnte gegen 18:15 Uhr bei der integrierten Leitstelle in Heilbronn von der Feuerwehr Neckarwestheim als abgearbeitet gemeldet werden. Talheim sowie Lauffen am Neckar hatten Ihren Einsatz bereits früher beenden können.