Artikel der Feuerwehr Talheim

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Erste Grundausbildung der Feuerwehr Talheim unter erschwerten Bedingungen

Artikel vom:  22.06.2021 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Schon bei der Planung des neuen Standortes der Feuerwehr Talheim an der Horkheimerstraße wurde berücksichtigt dass im neuen Feuerwehrhaus Grundausbildungen und oder weitere Ausbildungen durchgeführt werden können. Im Jahr 2020 sollte es dann soweit sein, nachdem Ausbilder in der Landesfeuerwehrschule Baden Württemberg in Bruchsal ausgebildet wurden und genügend junge Kameradinnen und Kameraden sich gefunden hatten beschloss man noch im Jahr 2019 im Herbst 2020 die allererste Grundausbildung am Standort durchzuführen.

Insgesamt zwei Kameradinnen und sechs Kameraden stellten sich der Herausforderung ihre Grund Ausbildung erfolgreich zu meistern. Umfangreiche Theorie- und Praxiseinheiten sowie eine Ersten Hilfe Ausbildung durchgeführt durch das DRK Ortsverband Brackenheim standen auf dem Programm.

Bedingt durch die Planung wurde die erste Hilfe Ausbildung durch das DRK im Herbst 2020 begonnen. In an zwei Unterrichtstagen wurden Theoretische und Praktische Fertigkeiten an die Floriansjünger vermittelt um Sie fit für den späteren Übungs- und Einsatzdienst zu machen. Dann kam Corona. Die Einschränkungen sowie das Kontaktverbot trafen ebenfalls die Feuerwehr und vereitelten dadurch vorerst alle Pläne der Ausbilder und ihren Helfern.

Erst einmal stand alles auf Stop. Abwarten und die Entwicklung beobachten waren an der Tagesordnung. Die Stimmung innerhalb der Gruppe war allerdings nachweisbar ungebrochen.

„Wir lassen uns das nicht vermiesen! Corona kann nicht auf ewig bleiben.“
War der Tenor aus den Reihen der Floriansjünger auf nachfrage zur Verzögerung des Lehrgangs.

Nachdem die Zahlen Anfang 2021 langsam fielen handelten die Ausbilder entschlossen. Mit einem gut Ausgearbeitetem Hygienekonzept und Nahtloser Testung jedes Teilnehmers sowie Ausbilders wurde der Lehrgang am 12. April 2021 fortgeführt.

In nur drei Wochen wurde die Grundausbildung umgesetzt. An 10 Ausbildungstagen lernten die Floriansjünger die Grundfertigkeiten des Feuerwehrwesens und einiges darüber hinaus.

Unsere Grundausbildung ist modern gestaltet betont Ausbildungsleiter Mario Schüchtle. Das sind die allerneusten Lehrmethoden die auf der Landesfeuerwehrschule gelehrt wurden.

„Anfassen und selber machen, Teamwork sowie zu Aufgaben in der Gruppe Lösungen erarbeiten, das macht das ganze so Lehrreich. Nur Theorie das braucht heutzutage niemand mehr. Im Einsatz stellt sich der Feuerwehr jedesmal eine andere Lage. Warum also auch nicht schon bei der Grundausbildung. Selbstständiges Denken und Handeln bei verzwickten Situationen wollen wir fördern.“

Mit dem letzten Theorieblock endete die Grundausbildung am 28. April 2021 ganz passend mit dem Ersten Einsatz der frisch gebackenen Kameradinnen und Kameraden. Alarmiert zu einer Ölspur nach einem Verkehrsunfall konnten Sie das erlernte sofort unter Beweis stellen.

Wir begrüßen ganz Herzlich in den Reihen der Feuerwehr Talheim

Jule Schüchtle, Katharina Rothenbächer, Fritz Oehmchen, Corvin Wolters, Maximilian Seibert, Lasse Richter, Daniel Seyffer und Lars Manske.

Schon Ende Juni startet die Truppe zur nächsten Ausbildung. Durchgeführt durch die Ausbilder Timo Gebert und Marcel Karger der Feuerwehr Brackenheim steht der Funk Lehrgang auf dem Programm.

Die Feuerwehr Talheim wünscht Euch auch hierfür viel Erfolg.


Artikelbericht von:
Manuel Brabender, Feuerwehr Talheim
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Wenn Verkehrsteilnehmer Feuerwehreinsätze behindern

Artikel vom:  15.11.2020 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

Die Freiwillige Feuerwehr Talheim beobachtet, dass Verkehrsteilnehmer immer häufiger die Sperrung einer Einsatzstelle ignorieren und damit Einsatzkräfte gefährden. Ein Problem in der ganzen Region.

„Seit einiger Zeit haben wir immer wieder größere Probleme mit uneinsichtigen Verkehrsteilnehmern“, beklagt Robin Scheithauer. Absperrungen würden ignoriert und damit Einsatzkräfte gefährdet oder behindert, schildert der stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Talheim. Einsatzfahrzeuge würden waghalsig überholt, ergänzt er. Kein Phänomen, das auf Talheim beschränkt ist. „Was wir an Einsatzstellen erleben, ist hahnebüchen“, bestätigt Wolfgang Rauh, Gesamtkommandant der Feuerwehr Neckarsulm.

Bei jedem fünften Einsatz

Scheithauer kann seinen Eindruck mit Fakten belegen. Mit einem Kollegen machte er sich die Mühe, die Problematik zu dokumentieren. Bis Mitte September rückten die Talheimer 2020 schon 60 Mal aus. Bei jedem fünften Einsatz trat das Phänomen auf. Explizit wurde es in den Einsatzberichten festgehalten.

Gefährliche Überholmanöver

So am 13. Februar: Bei einem tödlichen Verkehrsunfall auf der B27 versuchten mehrere Autofahrer, an Polizei und Feuerwehr vorbei zu kommen. Nach zehn Metern mussten sie wieder umkehren. Die Einsatzfahrzeuge blockierten die Fahrbahn. Nach Sturmtief Sabine, ebenfalls im Februar, war die Talheimer Feuerwehr alarmiert worden, um einen Baum auf der Kreisstraße zwischen der Waldkreuzung und Untergruppenbach hinter einer Kurve zu beseitigen. Die Anfahrt erfolgte mit verringerter Geschwindigkeit. Ein Autofahrer setzte selbst in den Kurven zu riskanten Überholmanövern an. „Der Autofahrer begibt sich selbst in Gefahr“, kommentiert Scheithauer dieses Verhalten, schließlich wisse der Pkw-Lenker nichts von dem Baum.

Personal muss abgestellt werden

Durch die Unvernunft mancher Verkehrsteilnehmer kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen für die Einsatzkräfte selbst. Sei es beim Aussteigen oder bei Rettungsmaßnahmen im vermeintlich sicheren, weil abgesperrten Bereich. „Wir müssen deutlich mehr Personal für die Absperrungen bereit stellen“, nennt Scheithauer die Konsequenzen. „Und diese Einsatzkräfte fehlen dann dort, wo sie eigentlich benötigt werden.“ Statt zu helfen, müssten sie sich mit Pkw-Fahrern, die sich nicht an die Regeln halten, herumärgern.

Einsatzkräfte werden auch beschimpft

Und diese vergreifen sich dann teilweise im Ton, wie Wolfgang Rauh aus seiner Erfahrung berichtet. „Wir hatten schon Lkw-Fahrer, die uns beschimpft haben. Aber das prallt an uns ab“, sagt Jürgen Vogt, Sprecher der Feuerwehr Heilbronn. Im Berufsverkehr seien die Leute weniger bereit, eine Einsatzstelle zu umfahren, fährt er fort. Termindruck werde oft als Ausrede vorgebracht. Man habe die Absperrung nicht gesehen, nennt Rauh ein anderes Beispiel. Oder diese werde als Willkür empfunden, heißt es aus der Pressestelle des Polizeipräsidiums Heilbronn.

Für Scheithauer ist das ungebührliche Verhalten der betreffenden Verkehrsteilnehmer Ausdruck der Verrohung der Gesellschaft. „Die Leute sind teilweise unverschämt.“ Wahrscheinlich Gedankenlosigkeit, manchmal aber Rücksichtslosigkeit, vermutet Rauh.

Appell an die Vernunft

Der Talheimer stellvertretende Kommandant appelliert an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer. Schließlich würden Einsatzstellen nicht abgesperrt, um jemanden zu ärgern. An die Rettungsgassen denken, nicht nur auf der Autobahn, sondern auch im Stadtgebiet, das wünscht sich Jürgen Vogt. „Das ist das A und O.“

Fahrer droht eine Anzeige

Was die Feuerwehr beobachtet, gehört auch zum Alltag der Polizei: Es komme oftmals vor, dass Passanten und Verkehrsteilnehmer eine Absperrung missachten oder sie anzweifeln, gibt Manuel Bär von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Heilbronn zur Auskunft.

Die Reaktion der Polizei sei situationsbedingt, sie reiche von der Aufforderung, das Fahrzeug zu wenden bis hin zu einer Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit. „Aufgrund der Wahrnehmung anderer Aufgaben, beispielsweise die Unfallaufnahme, wird jedoch zumeist ein verkehrserzieherisches Gespräch geführt.“ Der Verkehrsteilnehmer werde auf sein Fehlverhalten hingewiesen und der Grund der Absperrung verständlich gemacht.

Im Notfall ist die Sperrung Sache der Polizei. Diese kann aber die Feuerwehr anweisen, eine Straße zum Beispiel mit Absperrband für Verkehrsteilnehmer abzuriegeln.

Feldwege sind keine Ausweichstrecken

Auch wenn es sich anbieten würde: Es ist verboten, einer Einsatzstelle über einen Feldweg, der nur für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassen ist, auszuweichen. Da droht laut Bär ein Bußgeld von 20 Euro. Allerdings kann die Polizei einen solchen Weg als Umleitungsstrecke freigeben.

Dürfen Rettungskräfte, die mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind, überholt werden? „Ein explizites Verbot besteht nach einschlägigen Urteilen nicht“, antwortet Bär. Allerdings dürften Einsatzfahrzeuge nicht behindert werden. Die Straßenverkehrsordnung regelt, dass Einsatzfahrzeugen mit optischem und akustischem Signal sofort Platz zu machen ist.

Bild: Von der Absperrung und dem Feuerwehreinsatz lässt sich dieser Autofahrer in Talheim nicht stoppen. Er nimmt einfach den Gehweg und gefährdet die Männer, die damit beschäftigt sind, einen abgebrochenen Baum zu beseitigen. (Quelle: Freiwillige Feuerwehr Talheim)


Artikelbericht von:
Sabine Friedrich, HSt
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Neues Fahrzeug für die Feuerwehr Talheim

Artikel vom:  24.04.2020 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Eigentlich wollten wir Euch zu unserem „Tag der offnen Türe“ einladen um Euch an diesem Moment teilhaben zu lassen, jetzt kam es anders.

Wir dürfen Euch ein neues Mitglied der Feuerwehrfamilie in Talheim vorstellen.
Unser Mannschaftstransportwagen kurz MTW der Marke VW, Baujahr 1992 wird in seinen wohlverdienten Ruhestand entlassen. Fast drei Jahrzehnte leistete der Kastenwagen uns treue Dienst in allen Einsatzlagen, und hat uns nie im Stich gelassen auch kleine Wehwehchen haben Ihn nie ausgebremst.

Ersetzt wird der VW LT Kastenwagen durch einen Mercedes Sprinter mit einem Schäfer Aufbau.
Wir begrüßen ganz herzlich unser neuestes Fahrzeug in Talheim.
Am 17.04.2020 wurde das neue MTW von einer zweiköpfigen Truppe beim Hersteller in Oberderdingen abgenommen, anschließend überführten Sie Ihn nach der Abnahme nach Talheim.

Da wir uns ebenfalls im Corona Modus befinden wurde das Trio lediglich von unserem Pressesprecher und seiner Kamera in Empfang genommen. Entstanden sind folgende Bilder und Videos im Zusammenschnitt. Auch die Kameraden durften das Neue Pferd im Stall nur via Video und Bilder kennenlernen. Diese ganze Situation stimmt uns generell traurig. Aber wir hoffen das nachholen zu können, gemeinsam mit allen Freunden der Feuerwehr sowie allen die einfach nur neugierig sind oder uns besuchen wollen.

Der erste Einsatz lies dann auch nicht lange auf sich warten.
Am vergangenen Montag den 20.04.2020 rückte Florian Talheim 1/19/1 das erste mal für die Feuerwehr Talheim aus.
Zum Windbruch an der Zufahrtsstraße vom Hohrainhof trugen Ihn seine fabrikneuen Reifen. Diese erste Aufgabe hat er mit Bravour gemeistert.

Wir freuen uns auf viele guten Jahre zusammen, ohne Pannen und Startschwierigkeiten.

Hoffentlich können wir Euch alle bald zu uns auf einladen. Bleibt gesund und munter. Und wenn Ihr doch mal unsere Hilfe braucht zögert nicht uns zu rufen.

Euere Sicherheit geht vor. Da bleiben wir dann mal NICHT zuhause


Artikelbericht von:
Manuel Brabender, Feuerwehr Talheim
eid: 23843

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Talheim für das Jahr 2019

Artikel vom:  05.04.2020 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Jahreshauptversammlung 2019

Mit einem freundlichen Gruß an alle Anwesenden der Jahreshauptversammlung für das Jahr 2019 beginnt Kommandant Markus Schüchtle, am 29.02.2020, pünktlich um 19 Uhr die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Talheim im Feuerwehrhaus in der Horkheimer Straße.

Er begrüßte den anwesenden Bürgermeister Rainer Gräßle, die Anwesenden Gemeinderatsmitglieder, dem Stellvertretenden Kreisbrandmeister Kommandant der Feuerwehr Lauffen am Neckar Heiner Schiefer, den Stellvertretenden Kommandanten aus Lauffen am Neckar Peter Link, die Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, die Revierleiterin des Polizeiposten Untergruppenbach Frau Claudia Kunzmann, den Diakon Carsten Wriedt sowie Rolf Friedrich aus Lauffen am Neckar.

Er stellt fest das es zur Tagesordnung bis zum Beginn der Jahreshauptversammlung keine Anträge gab und somit die Tagesordnung unverändert durchgeführt wird.

Zu allen Anfängen bittet er alle Anwesenden sich zu erheben, um eine Schweigeminute für die verstorbenen abzuhalten. Verstorbene Kameraden im Einsatzdienst und verstorbene Kameraden der Feuerwehr Talheim.

Er beginnt mit dem Bericht des Kommandanten und benennt die aktuelle Mitgliederanzahl der Feuerwehr auf 88 Personen. Dies gliedert sich in die Einsatzabteilung mit 50 Mann und 3 Frauen, die Altersabteilung bestehen das 12 Mann unter der Leitung von Eugen Pfenning sowie die Jugendfeuerwehr bestehend aus 26 Jugendlichen darunter 3 Mädchen unter der Leitung von Jugendwart Peter Schmidt und seinen Jugendleitern Isabella Scheithauer, Mirko Baucki und Tobias Haußer.

Aus beruflichen Gründen mussten 2019 Patrick Heiny sowie Rainer Bürkle die Feuerwehr Talheim verlassen. Ein Zuwachs der Feuerwehr wurde im Jahr 2019 mit 11 neuen Kameradinnen und Kameraden verbucht. Markus Schüchtle nennt das eine sehr gute Zahl, die nach Jahren ohne Zuwachs sehr guttut. Eingetreten in die Feuerwehr Talheim sind Katharina Rothenbächer, Jule Schüchtle, Lasse Richter, Corvin Wolthers, Tom Vutuc, Daniel Seyffer, Maximilian Seibert, Fritz Oehmchen, Lars Manske, Luca Kohlhardt und Thomas Kober. Alle neuen Kameradinnen und Kameraden wurden wie es der Brauch verlangt durch den Bürgermeister Rainer Gräßle sowie den Kommandanten Markus Schüchtle per Handschlag verpflichtet.

Insgesamt 43-mal ist die Feuerwehr Talheim 2019 ausgerückt, dies gliedert sich in 30 technische Hilfeleistungen, Meldealarme und Fehlalarme sowie 13 Bränden.

Er spricht davon, dass die Tendenz der Einsätze generell nach oben geht aber dem Rekordjahr 2018 ein ruhigeres Jahr 2019 folgte. Tendenziell rückt die Freiwillige Feuerwehr Talheim in den letzten fünf Jahren immer häufiger zu technischen Hilfeleistungen aus, Brände sind aktuell rückläufig. Beim großen Teil der Technischen Hilfeleistungen liegt der Fokus auf Einsätze nach Unwetterlagen. Insgesamt wurden im Jahr 2019 - 1218 Einsatzstunden abgeleistet, das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr 2018 einen Anstieg um 42 Stunden. Um die Fachliche Qualifikation der Einsatzkräfte gewährleisten zu können wurden in 1350 Übungsstunden neues erlernt und Fertigkeiten vertieft.

Im Jahr 2019 konnte eine Person durch die Feuerwehr gerettet werden, hierbei wurde ein Feuerwehrmann verletzt.

Der Fahrzeugstand blieb im Jahr 2019 unverändert. Die Feuerwehr Talheim verfügt über folgende Fahrzeuge.

MTW Mannschaftstransportwagen Baujahr: 1993

TLF 16/25 Tanklöschfahrzeug 16/25 Baujahr: 1992

LF 8/6 Löschgruppenfahrzeug 8/6 Baujahr: 2001

GW Gerätewagen Logistik 2 Baujahr: 2016

An 27 Übungsabenden hat man Übungen durchgeführt, 4 Maschinisten Übungen, 5 Atemschutz Übungen, 1 Atemschutz Übungsstrecke in Heilbronn sowie viele zusätzliche Stunden in und um das Gebäude.

Zur Ausbildung auf Kreisebene gingen im Jahr 2019

Truppenmann:

Luca Kohlhardt und Tom Vutuc

Truppführer:

Mirko Baucki, Martin Bauer, Erik Hehl, Patrick Heiny und Rainer Schmidt

Sprechfunker:

Luca Kohlhardt und Tom Vutuc

Atemschutz Lehrgang:

Malte Eggeling und Patrick Heiny

Lehrgang Gerätewart:

Jens Kohlhardt und Thomas Lust

Zur Ausbildung auf Landesebene gingen im Jahr 2019

Lehrgang Zugführer:

Mario Schüchtle

Lehrgang Kreisausbilder Truppmann 1/Truppführer:

Mario Schüchtle

Lehrgang Kreisausbilder Maschinist:

Robin Scheithauer

Markus Schüchtle informierte die Anwesenden noch darüber, dass weitere Ausbildungen auf Kreis und Landesebene schon für das Jahr 2020 auf den Weg gebracht wurden.

In seinem Jahresüberblick erzählt Markus Schüchtle noch von den Aktivitäten der Wehr unter dem Jahr. Er spricht vom Trollinger Marathon den man mit den Fahrzeugen und ausreichend Personal an vielen Streckenabschnitten wieder abgesperrt hätte, der Teilnahme am Gassenfest und zum Abschluss erzählt er noch von der jährlichen Winterfeier, mit der die Feuerwehr traditionell das Jahr beendet.

Damit schließt er den Bericht des Kommandanten und übergibt das Rednerpult dem Jugendwart Peter Schmidt. Er berichtet das inzwischen 26 Kinder im Alter zwischen 8 und 17 Jahren regelmäßig mittwochs die Jugendfeuerwehr besuchen. Die 26 Kinder setzen sich aus 23 Jungen und 3 Mädchen zusammen.

Er bedankt sich bei seinen aktiven Gruppenleiter Mirko Baucki, Tobias Haußer und Isabella Scheithauer für die gute Zusammenarbeit und das erfolgreiche Jahr 2019. Die Jugendfeuerwehr hat im Jahr 2019 viel erlebt darunter war ein Besuch im Escape Room „CubeEscape Heilbronn“.

Mit dem Kommentar, „Jugendarbeit ist wichtig und insbesondere ist es schön zu sehen wie die Jugend zur Aktiven Feuerwehr kommt“ schließt Peter Schmidt seinen Bericht. Er verkündet noch das er ab sofort Sein Amt als Jugendwart zur Wahl stellen werde und wünscht seinem Nachfolger genauso gutes gelingen und Unterstützung wie es Ihm wiederfahren ist.

Es folgte der der Kassenbericht durchgeführt durch Theodor Braun. Diese wurde im Vorfeld zur Jahreshauptversammlung durch Thomas Lust und Volker Henn geprüft und durch die Mannschaft einstimmig entlastet.

Im Anschluss zum Kassenbericht folgte die Wahl des neuen Jugendwartes. Kommandant Markus Schüchtle bedankte sich im Vorfeld noch einmal bei Peter Schmidt für die sieben Jahre als Jugendwart.

Zur Wahl stellen sich Tobias Haußer, Mirko Baucki sowie Thomas Lust.

In einer Geheimen Wahl wurde Tobias Haußer zum Jugendwart und Mirko Baucki zum stellvertretenden Jugendwart gewählt.

Bürgermeister Rainer Gräßle begann als erster mit den Grußworten. Er bedankte sich bei allen Kameraden für ihren wertvollen und unermüdlichen Einsatz und betonte wie wichtig der Einsatz im Ehrenamt für die Gemeinde Talheim ist. Bezogen auf den Kommandanten Markus Schüchtle und seinem Stellvertreter Robin Scheithauer lobte er die gute Zusammenarbeit zwischen den Kommandanten, dem Gerätewart, dem Ausschuss, der Presse und Öffentlichkeitsarbeit, dem Schriftführer, der Gemeinde und dem Landkreis. Es hat nie Schwierigkeiten gegeben und man hätte nie ein „Nein“ gehört, wenn man an die Feuerwehr herangetreten wären mit den verschiedensten Belangen. Nach einem Bericht über die Pläne und Vorhaben der Gemeinde in den kommenden Jahren sowie die daraus entstehenden Aufgaben verabschiedete er sich und übergibt das Wort an Stellvertretenden Kreisbrandmeister Heiner Schiefer.

Mit den Worten, „Nach Talheim zu kommen macht Ihm immer wieder Freude, den es macht einfach Freude eine so gut ausgebildete und motivierte Mannschaft bei der Arbeit zu sehen“, begann der Stellvertretende Kreisbrandmeister Heiner Schiefer sein Grußwort. Es folgt ein Bericht aus dem Landratsamt zu verschiedenen Projekten für die kommenden Jahre. Er beendete sein Grußwort mit den Worten „In Talheim, da passt es einfach, denn hier gestaltet sich die Arbeit immer problemlos mit der Feuerwehr und der Gemeinde. Talheim stemmt die Ihnen gestellten Aufgaben problemlos.“ Er lobt noch einmal die gut ausgebildete Mannschaft in Talheim und insbesondere die sehr gute Tagesverfügbarkeit gepaart mit der guten Kameradschaft sowie der 1A Motivation der Talheim Wehr die er als Kommandant der Feuerwehr Lauffen am Neckar in den gemeinsamen Einsätzen immer wieder hat erfahren dürfen. Nach dem Dank an Markus Schüchtle und Robin Scheithauer sowie allen Gruppenführern und Kameraden wünscht er immer eine glückliche Hand und eine gute Zusammenarbeit in der Zukunft.

Als letzter großer Programmpunkt wurden die Beförderungen und Ehrungen durchgeführt.

Zum Oberfeuerwehrmann wurden Martin Bauer, Malte Eggeling, Erik Hehl und Patrick Heiny befördert. Zum Hauptfeuerwehrmann wurden Mirko Baucki und Rainer Bürkle befördert.

Das Bronzene Ehrenabzeichen für 15 Jahre Aktiven Dienst wurde Patrick Schmidt verliehen, das Silberne Ehrenabzeichen für 25 Jahre Aktiven Dienst wurde Philipp Schmidt verliehen und das Goldene Ehrenabzeichen für 40 Jahre Aktiven Dienst wurde Theodor Braun verliehen. Die Ehrungen wurden durch Herrn Bürgermeister Gräßle zusammen mit den Kommandanten durchgeführt.

Abschließend zur Jahreshauptversammlung ergriff Kommandant Markus Schüchtle noch einmal das Wort, um auf die geplanten Termine für das Jahr 2020 hinzuweisen. Aus gegebenem Anlass verzichten wir diese Termine hier aufzuführen. Sämtliche öffentliche Termine wurden zwischenzeitlich abgesagt.

Freundlich grüßt Sie ihre Feuerwehr Talheim. Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit.

Bild 2: Neumitglieder der Feuerwehr Talheim (Quelle: Feuerwehr Talheim)
Bild 3: die neu gewählten Jugendwarte mit der Feuerwehrführung nebst dem Wahlleiter (vlnr Mirko Baucki, Tobias Haußer, stellv. Komm. Robin Scheithauer, Komm. Markus Schüchtle, Erhard Schoch) (Quelle: Feuerwehr Talheim)
Bild 4: Ehrungen für 25 und 40 Jahre Feuerwehr (vlnr. stellv. Komm. Robin Scheithauer, Komm. Markus Schüchtle, Theodor Braun, Philipp Schmidt, Bürgermeister Rainer Gräßle) (Quelle: Feuerwehr Talheim)
Bild 5: stellv. Jugendsprecher Jan-Luca Lust, Neuer Jugendwart Tobias Haußer, Ehemaliger Jugendwart Peter Schmidt, neuer stellv. Jugendwart Mirko Baucki (Quelle: Feuerwehr Talheim)


Artikelbericht von:
Manuel Brabender, Feuerwehr Talheim
Eingesetzte Fahrzeuge:



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EU-weiter Notruftag am 11.2.

Artikel vom:  03.02.2020 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren

Artikelbericht:

Die „112“ steht in ganz Europa für schnelle, zuverlässige und qualifizierte Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Um diese Nummer bekannter zu machen, findet am 11. Februar 2020 der europaweite Notruftag statt. Der Notruf 112 steht nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa für schnelle, zuverlässige Hilfe. Niemand muss sich einen Fragenkatalog oder Merksätze einprägen, um einen hilfreichen Notruf am Telefon absetzen zu können. Die Disponenten am anderen Ende der Leitung fragen alles ab, was sie wissen müssen. Da lautet die ganz einfache Devise: Dran bleiben! Außerdem erhält man bei Bedarf auch hilfreiche Anweisungen, was man selbst in diesem Moment tun kann. Fazit: „Ein Notruf kann Leben retten – und das in ganz Europa unter der einheitlichen Nummer 112!“

Absetzen eines Notrufs

Sie zücken Ihr Telefon, wählen den EU-weiten Notruf 112 und erreichen die Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst. Was sind nun die wichtigsten Informationen für den Menschen am anderen Ende der Leitung?

Wo ist der Notfallort?

Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden.

Was ist passiert?

Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge und Einsatzkräfte

Wer ruft an?

Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann.

Warten auf Rückfragen!

Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.

Quelle: Landesfeuerwehrverband Baden Württemberg


Artikelbericht von:
Medienteam KFV Heilbronn
Eingesetzte Fahrzeuge:


eid: 23652

Neues Feuerwehrauto kommt

Artikel vom:  31.01.2020 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Das Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr ist 27 Jahre alt. Bei der letzten Hauptuntersuchung kam es bereits zu Problemen, Sicherheitsgurte gibt es nicht, für die Geräte ist zu wenig Platz. Deshalb beschäftigte sich jetzt der Gemeinderat mit der Thematik. Weil zwei weitere Autos gekauft wurden und das Feuerwehrhaus neu gebaut wurde, hat sich die geplante Anschaffung für 2017 verschoben. Jetzt aber ist es an der Zeit, der Gemeinderat beschloss einstimmig eine Anschaffung. Zwischen 2023 bis 2025 soll das neue Fahrzeug geliefert werden.

Statt des angedachten LF 20 hat sich die Talheimer Feuerwehr inzwischen für ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) entschieden, das auch Geräte für die hydraulische Rettung bei Verkehrsunfällen an Bord hat. Bis zum 15. Februar stellt die Verwaltung den Förderantrag, ob er noch 2020 bewilligt wird, ist unklar. Talheim rechnet derzeit mit einem Zuschuss von 92 000 Euro für das rund 400 000 Euro teure HLF 20. bab


Artikelbericht von:
bab, HSt
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Jahresstatistik der Feuerwehren 2018

Artikel vom:  18.06.2019 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

Innenminister Thomas Strobl gibt die Zahlen der Feuerwerkstatistik 2018 bekannt. Dank der stabilen Personalausstattung der Feuerwehren konnte der Anstieg der Einsätze um mehr als 12 Prozent bewältigt werden. Innenminister Strobl erklärt: „Entgegen aller Prophezeiungen ist die Zahl der Einsatzkräfte bei unseren Gemeindefeuerwehren stabil geblieben.“

2018 waren – ähnlich wie im Jahr 2016 – viele Feuerwehren aufgrund von Extremniederschlägen, Stürmen und Überschwemmungen enorm belastet. Durch diese Naturereignisse sind die Einsatzzahlen bei der Technischen Hilfe landesweit um mehr als 20 Prozent in die Höhe geschnellt. In den besonders betroffenen Regierungsbezirken Karlsruhe und Stuttgart betrug die Zunahme der Einsätze bei der Technischen Hilfe sogar 25 bzw. 36 Prozent. Die 56.016 Technische Hilfe-Einsätze 2018 (2017: 46.565) wurden auch als absolute Zahl in den letzten 20 Jahren nur im Jahr 2013 mit seinen verheerenden Unwettern von Mai bis Juli und den daraus resultierenden 57.247 Einsätzen übertroffen.

Bei den Brandeinsätzen betrug die Steigerung 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (von 18.461 auf 19.736) und bei den sonstigen Einsätzen 10,9 Prozent (von 14.126 auf 15.664).

Da bei allen Einsatzkategorien 2018 eine Zunahme zu verzeichnen war, ist die Zahl der Einsätze und Alarmierungen auch absolut auf Höchststand. 2018 gab es mit 124.844 Einsätzen und Alarmierungen eine Steigerung um 12,2 Prozent (2017: 111.245).

„Solche Herausforderungen lassen sich nur bewältigen, wenn die Personalausstattung stabil bleibt und die technische Ausstattung nicht vernachlässigt wird“, sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl, anlässlich der Vorstellung der Feuerwehrjahresstatistik 2018 in Stuttgart.

Bei den insgesamt 124.844 Einsätzen hatte die Technische Hilfeleistung mit 56.016 Einsätzen einen Anteil von 44,9 Prozent am gesamten Einsatzgeschehen und stellt wie auch in den Vorjahren das Haupttätigkeitsfeld der Feuerwehren dar. Gefolgt von den Fehlalarmen, die um 3 Prozent auf inzwischen 23.866 Fälle zugenommen haben und damit 19,1 Prozent aller Alarmierungen der Feuerwehren ausmachen (2017: 23.167). Erst an dritter Stelle finden sich die Einsätze zur Brandbekämpfung: Diese haben 2018 mit 19.736 Einsätzen (2017: 18.461) um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen und ergeben einen Anteil von 15,8 Prozent (2017: 16,6 Prozent) aller Feuerwehreinsätze.

Die Zahl der Feuerwehrangehörigen ist in den letzten Jahren trotz aller Unkenrufe stabil geblieben und in der Tendenz sogar leicht steigend. Im Jahr 2018 leisteten 111.482 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in den Einsatzabteilungen der Gemeindefeuerwehren ihren Dienst für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger (2017:110.958), davon 109.193 ehrenamtlich bei einer Freiwilligen Feuerwehr (2017:108.724). Die Anzahl der weiblichen aktiven Mitglieder hat sich auch weiterhin leicht erhöht. Es gibt in Baden-Württemberg mittlerweile 6.489 Frauen in unseren Feuerwehren, was einem Anteil von 5,8 Prozent entspricht.

Die hervorragende Nachwuchsarbeit in unseren Jugendfeuerwehren hat sicherlich in nicht zu unterschätzendem Maße dazu beigetragen, dass der Personalbestand in den Einsatzabteilungen konstant ist. In Baden-Württemberg gibt es bei 93,2 Prozent der 1.099 Gemeindefeuerwehren eine Jugendfeuerwehr. Getragen durch ein ehrenamtliches Engagement, gewährleistet diese die beständige Nachwuchsarbeit und leistet damit ihren Beitrag, dass die kommunalen Feuerwehren auch zukünftig ihre Einsatzfähigkeit sicherstellen können. Die Jugendfeuerwehren leisten aber auch eine hervorragende Jugendarbeit. Sie sind weitaus mehr als eine Organisation zur Nachwuchsgewinnung. Insgesamt sind in den Jugendfeuerwehren in Baden-Württemberg 32.676 Kinder und Jugendliche aktiv und somit 3,6 Prozent mehr als 2017 (31.529).

„Die Zukunft wird auch bei den Jugendfeuerwehren weiblicher. Die Anzahl der Mädchen hat sich in den letzten 17 Jahren von 3.210 im Jahre 2001 auf jetzt 6.164 fast verdoppelt“, sagte Minister Thomas Strobl. Der Anteil der Mädchen in den Jugendfeuerwehren beträgt 18,9 Prozent und die absolute Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 Prozent angestiegen.

Bei vielen Feuerwehren im Land gibt es auch Kindergruppen in den Jugendfeuerwehren, damit die Nachwuchsarbeit schon früh beginnen kann. „Die Begeisterung, die hier entsteht, müssen wir erhalten, damit der Feuerwehrnachwuchs gesichert ist. Hierfür gilt mein Dank allen Betreuerinnen und Betreuern in der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg“, so Minister Strobl.

Bei den Altersabteilungen waren 2018 geringfügig weniger Senioren aktiv: 31.672 zu 31.838 im Jahr 2017. Allerdings lässt das die Vermutung zu, dass die Feuerwehrangehörigen erst später von den Einsatzabteilungen in die Altersabteilungen wechseln und länger in der Einsatzabteilung bleiben. Auch dies ist eine erfreuliche Entwicklung. Doch auch die Senioren in den Feuerwehren nehmen eine wichtige Rolle ein. Insbesondere bei der Versorgung, Logistik, Betreuung, Kommunikation und Wertevermittlung.

„Der Dienst in einer Feuerwehr ist in jedem Alter attraktiv – von der Kindergruppe bis in die Altersabteilung – von der Einsatzabteilung über die Werkfeuerwehren bis hin zu den Musikabteilungen mit 3.759 Musikerinnen und Musikern“, sagte der Innenminister.

Ebenso übernehmen zusätzlich zu den 111.482 Frauen und Männern in den Einsatzabteilungen der Gemeindefeuerwehren die 6.212 Angehörigen in den 168 Werkfeuerwehren in Baden-Württemberg eine wichtige Aufgabe in der betrieblichen Gefahrenabwehr. Davon sind 1.249 als hauptamtliche Kräfte angestellt.

Im Jahr 2018 wurden 12.750 Personen von den Feuerwehren bei Brandeinsätzen und Einsätzen zur Technischen Hilfeleistung gerettet und in Sicherheit gebracht (2017: 11.018). 1.504 Menschen mussten in diesem Jahr tot geborgen werden (Vorjahr 2017:1.549).

„Mein tiefer, herzlicher Dank gilt allen Menschen, die sich bei der Feuerwehr engagieren. Sie tragen ganz entscheidend zum Schutz unserer Bevölkerung bei. Mein Wunsch für sie alle ist, dass Sie stets gesund und unversehrt aus Ihren Einsätzen nach Hause zu ihren Familien zurückkehren mögen“, so Innenminister Thomas Strobl abschließend.

Weitere Informationen gibt es in der beigefügten Feuerwehrstatistik 2018.

Quelle: Innenministrium Baden-Württemberg


Artikelbericht von:
Medienteam KFV Heilbronn
Eingesetzte Fahrzeuge:




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Kommandant: "Die Unsicherheit war am schlimmsten"

Artikel vom:  14.04.2019 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Der Kommandant der Talheimer Feuerwehr, Markus Schüchtle, war mit seinen Feuerwehrkameraden nach einem Giftunfall rund um die Uhr an und in der Schozach im Einsatz.

Tagelang hielt die Chemikalie in Gruppenbach, Schozach und Neckar die Menschen in der Region in Atem. Tausende Fische verendeten, die Folgen für die Gewässer sind noch nicht absehbar − Umweltverbände sprechen davon, dass es Jahre dauern könnte, bis sich die Natur erholt.

Vor allem Feuerwehren aus Ilsfeld und Talheim waren im Einsatz, teilweise rund um die Uhr. Im Gespräch mit der Stimme berichtet der Kommandant der Talheimer Wehr, Markus Schüchtle, von ereignisreichen Tagen.

Wie ist die Lage in der Schozach, Herr Schüchtle?

Markus Schüchtle: Es werden noch tote Fische gefunden und eingesammelt. Manche Stellen in der Schozach sind drei Meter tief. Von dort kommen die Fische erst nach und nach an die Oberfläche.

Welches Gefühl dominiert, wenn Sie an die vergangenen Tage denken?

Schüchtle: Es ist eine Mischung aus Erleichterung und Ärger. Auf der einen Seite hätte es schlimmer kommen können, in dem beschädigten Behälter hätte noch Giftigeres sein können. Auf der anderen Seite ist es bitter, wenn durch so etwas Tiere sterben und der Fluss geschädigt wird. Am schlimmsten war die Ungewissheit.

Was meinen Sie?

Schüchtle: Nach dem Alarm am Vormittag sind wir am Donnerstag dorthin gefahren, wo Spaziergänger Schaum und tote Fische gemeldet haben. Das haben wir so vorgefunden. Aber es war völlig unklar, um welchen Stoff es geht und wo er herkommt. Auch, ob es für uns gefährlich ist, ins Wasser zu gehen.

Was haben Sie gemacht?

Schüchtle: Wir haben für Talheim Alarm ausgelöst, den Gerätewagen mit Messtechnik aus Lauffen und einen Fachberater Chemie angefordert, den Kreisbrandmeister alarmiert. Es wurden Proben genommen, es herrschte großes Rätselraten. Leider hat niemand zu dem Zeitpunkt die Dimension erkannt, zumal es Schaum auf der Schozach öfters gibt. Wären die Ergebnisse von Proben, die am Donnerstagvormittag genommen wurden, schneller bekannt gewesen, hätte man den Großeinsatz früher starten können. Was da schief gelaufen ist, weiß ich nicht.

Was waren vor allem die Schwierigkeiten dabei?

Schüchtle: Zum einen war es Donnerstagnachmittag gar nicht so einfach, ein Labor zu finden, das Proben untersuchen kann. Und, herauszufinden, ob die Belastung im Fluss zu- oder abnimmt. Als dann wenigstens klar war, dass Stoff und Konzentration für Menschen nicht gefährlich ist, haben wir beschlossen, das Flusswasser mit Wasser aus anderen Quellen zu verdünnen.

Wo bekommt man so viel Wasser her?

Schüchtle: Wir haben den Pächter des Tauchsteinsees gefragt, ob wir Wasser aus ihm entnehmen dürfen. Die Ilsfelder Kollegen haben Wasser aus dem See im Steinbruch gepumpt. Wasser stammte außerdem aus Grundwasserpumpen, ein Regenrückhaltebecken wurde teilweise abgelassen. Ziel war, die Schadstoffbelastung für die Ortschaften flussabwärts zu reduzieren.

Hat das funktioniert?

Schüchtle: Soweit ich gehört habe, ja. Flussabwärts sollen einige Fische überlebt haben. Aber die Belastung für die Kameraden war hoch.

Wie sah die Belastung aus?

Schüchtle: Wir haben die Pumpaktion die ganze Nacht aufrechterhalten und Schichten eingeteilt. Manche Kameraden haben Urlaub genommen. Da sind ein paar Tausend Arbeitsstunden zusammengekommen. Umso erfreulicher, dass sich schnell Freiwillige gefunden haben, die sich um Getränke und Stärkungen gekümmert haben.

Die Suche nach dem Verursacher wirkt wie ein Krimi.

Schüchtle: So ähnlich war es auch. Als am Freitagvormittag feststand, um welchen Stoff es sich handelt, gab es auch Hinweise, aus welchem Gebiet er kam. Die Polizei klingelte bei jedem Unternehmen. Freiwillig zugegeben hat aber niemand etwas, jeder einzelne Kanaldeckel musste angehoben und immer wieder Proben genommen werden. Dabei waren alle im Einsatz, von Feuerwehren und Polizei bis zu Landratsamt und Bauhöfen.

Wie kamen Sie auf die Spedition?

Schüchtle: Pläne der Kanalisation wurden besorgt, sie führten auf den richtigen Weg. Den Beweis lieferte am Ende die Simulation am Freitagabend. Da waren wir auf dem Firmengelände und haben Wasser aus dem Container laufen lassen und beobachtet, wie es seinen Weg bis in den Bach findet.

Was hat der Einsatz gekostet und wer bekommt die Rechnung?

Schüchtle: Das ist noch nicht klar. Es geht ja nicht nur um die geleisteten Stunden, sondern auch um Verbrauchsstoffe wie Benzin für die Pumpen. Unser Ansprechpartner, was Kosten angeht, ist die Gemeinde. Wer am Ende eine Rechnung bekommt, ist dann ihre Sache.

Bild: Markus Schüchtle (Quelle: Alexander Klug)


Artikelbericht von:
Alexander Klug, HSt
eid: 22480

Unwetter bringen Feuerwehrleute an ihre Grenzen

Artikel vom:  19.03.2019 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Bei seiner ersten Hauptversammlung als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Talheim (FFW) begrüßte Markus Schüchtle neben den Mitgliedern der Aktiven- und Altersabteilung auch Vertreter der Gemeinde und benachbarter Feuerwehren.

Auf die gestiegene Zahl an Einsätzen verwies Schüchtle in seinem Jahresrückblick. So wurden die 46 Männer und eine Frau der Einsatzabteilung im Jahr 2018 insgesamt 84 Mal alarmiert und leisteten 1176 Einsatzstunden. Bei einem Viertel der Alarmierungen handelte es sich jedoch um Fehlalarme, die überwiegend durch Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden. In fünf Fällen musste die Wehr mittlere und kleine Brände löschen. Bei den restlichen 58 Alarmierungen standen technische Hilfeleistungen im Vordergrund.

Wie bei vielen anderen Feuerwehren auch, machten Unwetterlagen den Einsatzkräften besonders zu schaffen. Los ging es bereits am 3. Januar mit dem Sturmtief „Burglind“. Zur morgendlichen Hauptverkehrszeit mussten umgestürzte Bäume auf der B 27 und der K 2081 schnell beseitigt werden.

Starkregen Mit über 30 Einsätzen war der 9. Juni absoluter Spitzenreiter. Starkregen mit 70 Litern Niederschlag innerhalb einer Stunde hatte am frühen Abend für überschwemmte Straßen, ausgehobene Schachtdeckel und vollgelaufene Keller gesorgt. Obwohl alle Feuerwehrleute im Einsatz waren und die Feuerwehr Neckarwestheim Überlandhilfe leistete, waren die Freiwilligen damals bis nach Mitternacht ohne Pause im Einsatz gewesen. Personell und technisch ist die Wehr hier an ihre Grenzen gestoßen. Voller Einsatz war auch am 23. September gefordert, als das Sturmtief „Fabienne“ durchs Unterland fegte.

Schüchtle hob im Zusammenhang mit diesen Einsätzen das Pflichtbewusstsein der Ehrenamtlichen hervor. „In solchen Situationen verlassen manche ihre Familie und ihr Zuhause, um anderen Menschen uneigennützig zu helfen“, lobte er seine Mannschaft.

Auch Peter Schmidt von der Jugendfeuerwehr berichtete über seine fünfzehn Jungen und drei Mädchen nur Positives. Bürgermeister Rainer Gräßle dankte den Feuerwehrleuten für den unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit. „Wir können uns auf Sie verlassen. Sie gehen in den Einsatz, ohne zu wissen, was Sie erwartet“, sagte er voller Hochachtung.

Finanzspritze Gräßle betonte, dass sich die Gemeinde mit ihrer Unterstützung für die Feuerwehr nicht zu verstecken braucht. So steht aktuell die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens an für 80 000 Euro. Zwei Einsatzkräfte erhalten dieses Jahr Unterstützung, damit sie die Fahrerlaubnis für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen machen können. Den Aktiven Jens Eisenmann und Jürgen Mooser überreichte der Bürgermeister das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber.

Bild: Für 25-jährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr Talheim erhielten Jens Eisenmann und Jürgen Mooser (3. und 4. v.l.) von Bürgermeister Rainer Gräßle (links) das silberne Ehrenzeichen überreicht. Mit auf dem Bild stehen: Kommandant Markus Schüchtle (2. v.l.) und sein Vertreter Robin Scheithauer (rechts). (Quelle: Harald Schmidt, HSt)


Artikelbericht von:
Harald Schmidt, HSt
eid: 22466

KJF Delegiertenversammlung

Artikel vom:  16.03.2019 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

Am Freitag, den 15.03. fand die jährliche Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Heilbronn in Schwaigern Stadtteil Stetten a. H. statt.

Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Kraft eröffnete den Abend und begrüßte die 116 Delegierten.

In seinen diesjährigen Ausführungen und Statistikdaten wurde ausgeführt, dass zum ersten Mal seit Jahren die Mitgliederzahlen in der Jugendfeuerwehr rückläufig sind, wobei dies noch nicht beunruhigend ist, sondern wahrscheinlich den üblichen Schwankungen entspricht.

Des Weiteren beglückwünschte er die Feuerwehren die im vergangenen Jahr eine Kindergruppe eingeführt hatten. Somit hat der der Verband jetzt 15 solcher Gruppen. Auch ist positiv zu vermerken, dass die meisten Jugendgruppen inzwischen 14-tägig oder sogar wöchentlich üben.

Timo Kraft berichtete außerdem über verschiedene Termine, welche im Landkreis abgehalten wurden. Unter anderem waren dies diverse Ausschusssitzungen, Dienstbesprechungen der Jugendwarte und Betreuer, Treffen des Kreisjugendforums, Kreisjugendwartseminare, die Verbandsversammlung des LFV BW sowie zahlreiche weitere Treffen.

Bei den diesjährigen Wahlen wurden der Kreisjugendfeuerwehrwart, sein Stellvertreter, drei Beisitzer des Landkreises, ein Schriftführer und ein Kassenprüfer gewählt. Besonderheit in diesem Jahr ist, dass der Kreisjugendfeuerwehrwart ab dieser Wahlperiode 5 anstatt 3 Jahre im Amt verbleibt.

Als Kreisjugendfeuerwehrwart stellte sich wieder Timo Kraft, FF Lauffen a.N. zur Wahl. Er wurde wiedergewählt.

Der Kassenprüfer Thomas Rebholz, FF Neuenstadt a.K. wurde in seinem Amt bestätigt.

Als Schriftführerin wurde Christina Hauser, FF Leingarten neu ins Amt gewählt.

Der stv. Kreisjugendfeuerwehrwart Dominik Frank, FF Leingarten wurde ebenfalls in seinem Amt bestätigt.

Als Beisitzer wurden Fabian Dembinski, FF Gundelsheim und Dominik Häberlein, FF Neckarsulm im Amt bestätigt. Tim Zartmann wurde neu ins Amt gewählt.

Im Anschluss an die Wahlen begrüßte Frau Rotermund, Bürgermeisterin von Schwaigern die Versammelten. Sie beglückwünschte alle frisch Gewählten. Des Weiteren lobte sie die Arbeiten aller Feuerwehren und vor allem die Arbeit, die die Freiwilligen in die Kinder- und Jugendgruppen investieren. Und freute sich, dass die Abteilung Stetten a. H. dieses Jahr ein 150 Jahr Jubiläum feiert.

Grußworte überbrauchten Thomas Maier, Dezernent des Landratsamtes Heilbronn sowie Reinhold Gall, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn. Alle lobten die gute Jugendarbeit, die in den Feuerwehren geleistet wird.

Dieses Jahr erhielten zwei Kameraden die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber:

Marcus Kühn, FF Offenau

Thomas Rebholz, FF Neuenstadt a. K.

An einem früheren Termin erhielten bereits folgende Personen die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber:

Nico Büttner, FF Rogheim

Bernhard Heinz, FF Zaberfeld

Jens Klärle, FF Bad Friedrichshall

Fabian Vogt, FF Ilsfeld


Artikelbericht von:
Marcel Hoffmann, Medienteam KFV Heilbronn
eid: 22456

Warum es sich lohnt, bei der Jugendfeuerwehr mitzumischen

Artikel vom:  12.03.2019 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

Bei den Jugendfeuerwehren der Region gilbt es einen kleinen Rückgang bei den Mitgliedern zu verzeichnen. Sorgen um den Nachwuchs macht sich Jugendfeuerwehrwart Timo Kraft aber nicht. Er betont die Werte, die bei der Ausbildung vermittelt werden.

Die Jugendfeuerwehren im Landkreis Heilbronn haben zum Jahresende 2018 insgesamt 1298 Mitglieder. Sie sehen sich ungeachtet eines leichten Rückgangs von 19 Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr gut aufgestellt. Warum das so ist, verrät Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Kraft im Gespräch mit der Heilbronner Stimme.

Der 28-Jährige kandidiert bei der Jahreshauptversammlung am kommenden Freitag, 15. März, in Schwaigern-Stetten für eine weitere Amtsperiode, die nach einer Satzungsänderung nun fünf statt seither drei Jahre umfasst.

Herr Kraft, viele Vereine klagen über Nachwuchsmangel. Muss man sich bei der Jugendfeuerwehr im Landkreis Heilbronn diesbezüglich auch Sorgen machen?

Timo Kraft: Wir müssen uns keine Sorgen machen, aber wir müssen an dem Thema dranbleiben. Denn knapp 200 Mitglieder haben uns verlassen. Mit den Zugängen konnten wir diese Zahl nicht ganz kompensieren. Zum Jahresende 2018 haben wir 19 Nachwuchskräfte weniger als noch Ende 2017.

Seither gingen die Zahlen nach oben. Gibt es eine Erklärung für diesen leichten Einbruch?

Kraft: Die habe ich nicht. Ich würde es auch nicht als Problem sehen. Wir werden die Situation in diesem Jahr genau beobachten und weiter auf Ausbildung und Mitgliederwerbung setzen.

Was macht die Feuerwehr aus?

Kraft: Die Wertevermittlung in Form von Kameradschaft, Respekt, Verantwortung und Toleranz ist eine tolle Sache. Die Mitglieder kommen aus allen Schichten. Die Herkunft spielt hier keine Rolle.

Bisher wurden die Kreisjugendfeuerwehrwarte für drei Jahre gewählt. Nach einer Satzungsänderung nun für fünf Jahre. Warum die Änderung?

Kraft: Wir haben die komplette Satzung überarbeitet, haben das Jugendforum integriert, und es hat sich angeboten, die Amtszeit zu verlängern, weil sich der Jugendfeuerwehrwart über einen längeren Zeitraum besser entfalten kann. Denn bisher war es folgendermaßen: Im ersten Jahr finde ich mich ein, im zweiten kann ich wirken und im dritten überlege ich schon, was ich noch umsetzen kann, weil ich nicht weiß, was der Nachfolger plant.

Was ist das Jugendforum?

Kraft: Die Gemeindefeuerwehren entsenden ihre gewählten Jugendsprecher zu fünf jährlichen Kreis-Sitzungen, auf denen aktuelle Themen besprochen werden. Zwei Drittel der Jugendfeuerwehren haben inzwischen diese Sprecher. Sie planen dort Veranstaltungen wie das Zeltlager. Denn sie wissen besser als ich als Kreisjugendleiter, was sie machen wollen. Deshalb haben wir diesen Bereich an sie abgegeben.

Welche Rolle spielt ein Zeltlager für die Mitgliedergewinnung?

Kraft: Ein großes Zeltlager auf Verbandsebene ist wichtig für unsere Öffentlichkeitsarbeit. Die Teilnehmer werden anschließend mit einem Presseartikel in der Zeitung gewürdigt und gleichzeitig erfährt man, was die Feuerwehr an allgemeiner Jugendarbeit betreibt. Wir wollen im Rahmen der Kreis-Zeltlager Führungen in Firmen wie Schunk oder Weber-Hydraulik anbieten, damit beispielsweise Mitglieder aus Möckmühl vor Ort Einblicke bekommen. Denn jeder in der Feuerwehr kennt die hydraulischen Scheren und Spreizer. Dann erfahren sie auch, wo diese Dinge hergestellt werden.

Sind die Jugendfeuerwehren über den gesamten Landkreis verteilt?

Kraft: Ja. Es gibt fast keinen weißen Fleck. Nur in Eberstadt gibt es noch keine Jugendfeuerwehr.

Wahlen und Zahlen

Die Kreisjugendfeuerwehr hatte am 31. Dezember 2018 1298 Mitglieder. Das sind 19 weniger als Ende 2017. 2018 gab es 196 Abgänge sowie rund 150 in die Einsatzfeuerwehren übernommene Nachwuchskräfte. In dieser Zeit kamen rund 330 Neuaufnahmen hinzu. Am Freitag, 15. März, stehen bei der Hauptversammlung der Jugendfeuerwehr ab 19.30 Uhr in der Alten Kelter in Stetten Wahlen an. Am Samstag, 16. März, findet dort um 9 Uhr die Versammlung des Kreisfeuerwehrverbands statt.

Bild 2: Der 28-jährige Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Kraft aus Lauffen in der Einsatzzentrale der Lauffener Feuerwehr. (Quelle: Friedhelm Römer, HSt)


Artikelbericht von:
Friedhelm Römer, HSt
eid: 22454

Das Warnportal www.warnung.bund.de wurde neu aufgesetzt

Artikel vom:  12.03.2019 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

Das Warnportal des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde von Grund auf neu strukturiert und um weitere Funktionen ergänzt. Die Startseite leitet die Besucher der Webseite nun einfach und zielgenau und gibt Tipps zu richtigem Handeln in Notsituationen. Bei ausgedehnten Schadenlagen erhalten Sie einen guten Überblick.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

  • Kartendarstellung: Die Warnungen werden übersichtlich in einer Karte dargestellt. Durch einen Klick auf die Karte öffnen sich die zugehörigen Warnmeldungen.
  • Kategorien: Die Meldungen können nach den drei Warnkategorien „Bevölkerungsschutz“, „Wetter-“ und „Hochwassermeldungen“ gefiltert werden.
  • Ortsfilter: Im neuen System können die Warnmeldungen nach einem oder mehreren Stadt- oder Landkreisen gefiltert werden.
  • RSS-Feed: Die über die Ortsfiltereingegrenzten Warnmeldungenlassen sich als RSS-Feed abonnieren. Mithilfe von Feed-Readern können Warnungen damit auf einergroßen Zahl von Endgeräten empfangen werden.
  • Verlaufsanzeige: Die zu einem Ereignis gehörende Warnung, Aktualisierung und Entwarnung werdenzusammen dargestellt. So kann dieAbfolge der Meldungen nachvollzogen und weiterhin auf die ursprüngliche Warnung zugegriffen werden.
  • Barrierefreiheit: Die Seite wurdeauch für hör- und sehbehinderteMenschen angepasst. Gebärdensprachvideos erklären die Funktionen der Webseite und die Textesind für den Einsatz von Screenreader-Software optimiert.

    Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren! Am besten gleich lossurfen auf http://www.warnung.bund.de.

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg


Artikelbericht von:
Medienteam KFV Heilbronn
eid: 21746

Falsches Parken oder Bäume bremsen Feuerwehr aus

Artikel vom:  15.09.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Egal ob Müllfahrzeug, Rettungswagen oder Feuerwehr, alle haben dasselbe Problem, zugeparkte Straßen und Bäume die, die Fahrbahn zusätzlich verengen.

Am Freitag, den 14.09.2018 startete die Feuerwehr Talheim zusammen mit der Ortspolizeibehörde um 20:00 Uhr eine Kontrollfahrt durch die Talheimer Straßen.

Immer wieder kamen wir dabei in Situationen in denen es eng oder zu eng zuging, sodass ein durchkommen teilweise nicht möglich war. Immer wieder wurden Informationszettel an die Scheiben der betroffenen PKW gehängt, Strafzettel gab es an diesem Abend keine.

Vielen Bürgern ist es wohl schlicht nicht bewusst, wie groß ein Feuerwehrfahrzeug mit seiner 2,5m Bereite, bis zu 10m Länge und einer Höhe von 3,3m wirklich ist.

Ebenso ist es vorgeschrieben, dass nach dem Parken eine Restfahrbahnbreite von 3,05m für solch große Fahrzeuge frei sein muss.

Da wo wir mit den parkenden PKW keine Probleme hatten wurden wir dann stellenweise durch Bäume und Hecken die in die Fahrbahn ragten ausgebremst. Deshalb muss neben der Fahrbahnbreite auch eine lichte Höhe von 4,5m bei Bäumen einzuhalten, damit auch hier freie Fahrt besteht.

Einige Anwohner konnten persönlich angetroffen und die Situation konstruktiv aufklärend besprochen werden.

Positiv war an diesem Abend anzumerken, dass wir in den meisten Straßen gut durchkamen, da die PKW ordnungsgemäß geparkt und die Bäume und Hecken entsprechend zurückgeschnitten waren

Wir bitten sie deshalb, achten sie auch in Zukunft darauf wie sie parken, damit wir als Feuerwehr oder auch andere Hilfsorganisationen wie der Rettungsdienst im Notfall freie Fahrt haben. Unterstützen sie uns bei Notfällen, um unnötige Zeitverluste zu vermeiden.

Ebenso benötigen wir auch Platz um bei einem Notfall unsere Ausrüstung aus den Fahrzeugen entnehmen und aufbauen zu können. Deshalb sollte nicht nur das Fahrzeug gerade so durchpassen, sondern auch der Platz von 3,05m mindestens vorhanden sein.

Ihre Feuerwehr Talheim

Unsere Freizeit, für Ihre Sicherheit

Bild 1: Es geht eng zu (Quelle: www.feuerwehr-talheim.de)
Bild 2: Entnaheme der Geräte unmöglich (Quelle: www.feuerwehr-talheim.de)
Bild 3: Äste hängen im Fahrbereich (Quelle: www.feuerwehr-talheim.de)
Bild 4: Durchfahrt unmöglich, Anhänger blockiert die Durchfahrt (Quelle: www.feuerwehr-talheim.de)


Artikelbericht von:
Robin Scheithauer, Feuerwehr Talheim
eid: 21607

Der Gerätewart hat am meisten zu tun

Artikel vom:  13.08.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Kai Hoffmann ist seit 34 Jahren Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Talheim. Ohne ihn geht gar nichts, das weiß auch der Kommandant. Hoffmann ist ein Tüftler und repariert fast alles selbst.

Die Werkbank erstreckt sich fast über die gesamte Breite des Raumes. An der Wand ist fein säuberlich das Werkzeug aufgehängt. Regale und Schränke sind ordentlich eingeräumt, in der Ecke steht ein Schweißgerät. Damit hat Kai Hoffmann die Wechselplattform zusammengeschweißt, die er noch anstreicht und mit Alu auskleidet. Etwa 30 Stunden benötigt er für jedes Exemplar. Fünf möchte er fertigen, um schnell die Gerätschaften für einen Unwettereinsatz oder das Verkehrsabsperrmaterial einladen zu können. Hoffmann ist Gold wert bei der Freiwilligen Feuerwehr Talheim. „Er ist der wichtigste Mann“, sagt denn auch Kommandant Markus Schüchtle. Denn ohne Hoffmann geht gar nichts.

Ein Gerätewart ist wie ein Hausmeister

„Die Gerätewarte haben bei der Feuerwehr am meisten zu tun“, weiß Hoffmann. Wenn man seine „Arbeitsplatzbeschreibung“ hört, dann übertreibt er nicht. Alles, was sich hinter der Tür des Mannschaftsraums befindet, ist sein Revier: Fahrzeug- und Kalthalle, Schwerlastregal, Waschküche. „Ein Gerätewart ist wie ein Hausmeister“, sagt Hoffmann.

Er kann an einer Hand abzählen, wann in den vergangenen 30 Jahren ein Einsatzfahrzeug per Fremdauftrag inspiziert oder repariert werden musste. Service, Wartung, Vorbereitung für die Hauptuntersuchung und Sicherheitsprüfungen macht der Feuerwehrmann selbst. Als Kraftfahrzeugmeister ist er vom Fach und kann Aufgaben in der Werkstatt seines Arbeitgebers erledigen. Eine technische Ausbildung sollte man in dieser Funktion schon haben, betont er.

Umfeldbeleuchtung für Tanklöschfahrzeug angebracht

„Ich schaue nach, ob jeder Deckel drauf ist und die Ausrüstung am richtigen Platz. Wenn was kaputt ist, wird das von den Kameraden gemeldet.“ Er ist in Kontakt mit Herstellern von Ausrüstungsgegenständen, erstellt für neue Fahrzeuge das Leistungsverzeichnung. Hoffmann zeigt auf das TLF 16/25: Auf dem Tanklöschfahrzeug hat er eine Umfeldbeleuchtung angebracht. Auch den Stromlaufplan hat er selbst entwickelt. Tüfteln ist sein Ding. Das erkennt man auch in der Kalthalle, wo die Teile für Gassenfeschthütten fest in Verankerungen, die Kai Hoffmann gebaut hat, stecken.

Dort liegen auf Rollwagen gelbe und weiße Schläuche unterschiedlicher Länge, die in der zentralen Schlauchwerkstatt in Heilbronn gewaschen und geprüft worden sind und nun wieder ins Lager zu den anderen Reserveschläuchen kommen. Auch Atemschutzgeräte fährt Hoffmann zum Befüllen und Warten nach Heilbronn. Seit dem Umzug ins neue Feuerwehrhaus an der Horkheimer Straße vor drei Jahren erübrigt sich der Transport der Uniformen. Denn jetzt gibt es vor Ort Waschmaschine und Trockner, die der Gerätewart befüllt.

Im Neubau ist mehr Platz

Apropos Neubau. Der große Vorteil für den Gerätewart: Er hat mehr Platz, was seine Tätigkeit erleichtert, zudem hat er alle Räumlichkeiten auf einer Ebene. Der Nachteil: „Die Arbeit hat sich vermehrt“, weil mehr Gerätschaften untergebracht werden können.

„Ich täte fast sagen, dass er täglich hier ist. Er wird es nur nicht zugeben“, sagt Kommandant Schüchtle. Er kennt seinen Kameraden gut. „Es kommen einige Stunden im Jahr zusammen“, sagt der bescheiden, präzisiert dann aber doch: „Es sind annähernd 400 Stunden.“ Wenn man alles hundertprozentig machen wollte, könnte man selbst für Talheim einen Halbtags-Gerätewart einstellen.„ Der 53-Jährige versieht seinen Dienst, wie der Rest der Truppe, im Ehrenamt. “Man will ja der Gemeinschaft etwas Gutes tun„, begründet er seinen Einsatz.

“Man muss den Gerätewart gut hegen und pflegen„, ist Schüchtle bewusst, wie wertvoll ein Mann wie Hoffmann ist. Dem ist allerdings klar: “Wenn was nicht geht, ist immer der Gerätewart schuld.„

Schüchtle ist neben Hoffmann der einzige der Talheimer Feuerwehr mit Gerätewart-Ausbildung. Die dauerte damals 14 Tage an der Landesfeuerwehrschule. Heute sind es zwei Tage auf Kreisebene. “Da kann man gar nicht mehr so viel vermitteln„, meint Schüchtle.

Aktive & Fuhrpark: In der Freiwilligen Feuerwehr Talheim versehen aktuell 48 Männer und eine Frau ihren Dienst. Der Fuhrpark besteht aus einem TLF 16/25 (Tanklöschfahrzeug), einem LF 8/6 (Löschfahrzeug) einem GW-L2 (Gerätewagen Logistik) und einem Mannschaftstransportwagen, Baujahr 1993. Die Ausschreibung für den neuen MTW ist schon erfolgt.

Bild 1: Der Gerätewart Kai Hoffmann ist Gold wert bei der Freiwilligen Feuerwehr Talheim. (Quelle: Sabine Friedrich, HSt)
Bild 2: Wenn etwas nicht funktioniert, ist der Gerätewart schuld. Er hält alles in Schuss - wie ein Hausmeister. (Quelle: Sabine Friedrich, HSt)


Artikelbericht von:
Sabine Friedrich, HSt
eid: 21562

Jugendfeuerwehr bei Jugendflamme 2 erfolgreich

Artikel vom:  02.08.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Am Samstag, den 07.07.2018 trafen wir uns um 7:30 Uhr am Feuerwehrhaus, um mit dem MTW gemeinsam zur Abnahme der Jugendflamme Zwei nach Neckarsulm zu fahren.

Um 8:15 Uhr begann die Abnahme mit einer Lagebesprechung, uns wurde der Ablauf erklärt und wo die einzelnen Abnahmen stattfinden. Die Gesamtabnahme besteht aus fünf Teilen.

Für uns ging es mit der Fahrzeugkunde los, jeder von uns musste zwei Buchstaben ziehen und dann an dem von der Feuerwehr Neckarsulm zur Verfügung gestellten Löschfahrzeug feuerwehrtechnische Gegenstände mit den jeweiligen Anfangsbuchstaben raussuchen und die Funktion sowie die Aufgaben des Gegenstandes erklären.
Als nächste Aufgabe war Teamgeist gefragt. Zu viert standen wir an einer Trage welche mit einem 20 Kilogramm schweren Sandsack bestückt war und mussten diesen unversehrt durch einen Parcours rangieren. Klingt ganz einfach, doch das Manko war, dass uns die Augen verbunden waren. So mussten wir uns blind auf die Anweisung eines von uns ausgewählten Gruppensprechers verlassen. Dieser führte uns ohne Fehler durch den Parcours.

Erleichtert, dass wir diese Übung ohne Fehler hinter uns gelassen haben, gingen wir an die nächste Aufgabe heran.Wasser über Graben. Dies war der Name der Übung unserer Ängste, jedoch blieben wir auch hier ruhig und konzentriert. Nicht reden, keine Fehler, die Schläuche richtig miteinander kuppeln und keinen Schritt vergessen.

Los geht’s!
Alles lief glatt, bis unsere Leiter auf dem nassen Rasen wegrutschte und auf den Boden flog, „Nicht schlimm, macht einfach weiter“ sagte einer der Schiedsrichter.
Nach der Übung kamen die Schiedsrichter auf uns zu und teilten uns mit, dass wir auch diese Aufgabe bestanden haben.
Erleichterung machte sich unter uns breit.

Am Ende standen noch Weitsprung und ein 400m-lauf an. Auch diese Aufgaben waren kein Problem für uns und so wurden uns die angestrebten Anstecker verliehen. Durch unsere monatelange Vorbereitung haben wir die Jugendflamme Zwei ohne Probleme gemeistert.


Artikelbericht von:
Tobias Haußer, Feuerwehr Talheim
eid: 21491

24 Stunden Tag der Jugendfeuerwehr

Artikel vom:  27.07.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Am Wochenende vom 14. Juli auf den 15. Juli war es wieder soweit, es fand unser 24 Stunden Tag der Jugendfeuerwehr statt.
Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren bezogen von Samstag- bis Sonntagmorgen das Feuerwehrhaus in Talheim. In dieser Zeit wurde die Gelegenheit genutzt, um bei den hochsommerlichen Temperaturen im Pool zu baden oder die ein oder anderen Spiele auf dem Übungshof zu bestreiten. Was jedoch nicht fehlen durfte waren Einsätze.

Über den Tag verteilt wurden die Jugendlichen zu diversen Einsätzen alarmiert.

Zu den Einsätzen gehörten eine Personenrettung mit der Schleifkorbtrage oder ein Brandszenario in der Bahnhofstraße mit Personensuche in einem verrauchten Gebäude. Bei mehreren Einsätzen war die gesamte Schlagkraft der Jugendfeuerwehr gefordert.

Alle sind sich einig, dass es ein gelungener Tag war, bei dem viel gelernt wurde und alle viel Spaß hatten.

Wir wollen uns bei allen Beteiligten bedanken, ein besonderer Dank auch an die Kameraden und unser Küchenteam (Jochen und Isabella), welche die Jugendfeuerwehr tatkräftig unterstützt haben.


Artikelbericht von:
Tobias Haußer, Feuerwehr Talheim
eid: 21485

Spendenübergabe an "Große Hilfe für kleine Helden"

Artikel vom:  26.07.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Die gesamten 30 Jahre war es dem geschiedenen Kommandanten Gerhard Schmidt immer ein Anliegen die Belange der Jugend zu fördern. Bei der Feuerwehr Talheim hatte er immer ein offenes Ohr und was stets tatkräftig zur Stelle, wenn die Jugendfeuerwehr Hilfe brauchte. Selber Vater von drei Kindern war das für Ihn immer ein wichtiges persönliches Anliegen. So kam es dazu das Gerhard Schmidt bei der Winterfeier 2017 der Feuerwehr Talheim verkündete, dass die Einnahmen aus der Getränkekasse der Feier dieses Jahr einem guten Zweck zukommen sollte. Die „Große Hilfe für Kleine Helden“ hatte er sich ausgesucht. Die Arbeit der 2009 von Ralf Klenk einem Heilbronner Unternehmer gegründeten Stiftung findet er einfach außergewöhnlich.

Bei der Winterfeier kam schon eine beträchtliche Summe zusammen. Das war der Kameradin und den Kameraden der Feuerwehr Talheim aber noch nicht genug. Mehr sollte es werden. Somit beschloss man mit der Spendenübergabe noch eine Weile zu warten. Die Jahreshauptversammlung für das Jahr 2017 stand noch ins Haus.

Während seiner Abschiedsrede betonte Gerhard Schmidt erneut die Notwendigkeit der Jugendarbeit sowie die Arbeit solcher Stiftungen, welche mit Ihrer Arbeit insbesondere Kindern und Familien zur Seite stehen die von Krankheit aus dem nichts heraus getroffen wurden. Diese bewegende Rede motivierte die Anwesenden Mitglieder noch einmal mehr die Spendenkasse zu füllen. Am Ende des Abends hatte man zusammen mit der Summe von der Winterfeier die stattliche Summe von 1500€ zusammengetragen.

Ab hier ging alles sehr zügig von statten. Thomas Müller organisierte mit der Stiftung „Große Hilfe für kleine Helden“ einen Termin zur Übergabe der Spende. Ein großer Scheck wurde durch die Kreissparkasse Talheim bereitgestellt und fein säuberlich beschriftet. Der Termin am 26.04.2018 konnte kommen.

Eine kleine Abordnung der Feuerwehr Talheim besuchte die Stiftungsgeschäftsführerin Angelika Wolf in der SLK-Kinderklinik in Heilbronn. Frau Wolf war es ein Anliegen, die Kameraden darüber zu informieren, wofür die Spendensumme verwendet werden soll.

Bei einem Rundgang über die Kinderonkologische Station des Kinderkrankenhauses in Heilbronn, konnte Frau Wolf den Kameraden aus Talheim einen Einblick über die schon geleistete Arbeit auch die noch kommende Projekte geben.

Gemeinsam für „kleine Helden“: An der Kinderklinik der SLK-Kliniken Heilbronn GmbH werden jährlich mehr als 16.000 Kinder ambulant versorgt und 6.000 Kinder stationär behandelt. Dies sind Zahlen, die erahnen lassen, wie wichtig für die Betroffenen eine bestmögliche regionale Versorgung ist. Dank Spenden ermöglicht „Große Hilfe für kleine Helden“ an der Heilbronner Kinderklinik seit nunmehr 8 Jahren ein ganzheitliches Therapiekonzept, welches die medizinische Behandlung der jungen Patienten maßgeblich unterstützt – sowohl während des Krankenhausaufenthaltes, als auch in der oftmals schwierigen Zeit danach. Dazu gehören die Erfüllung von Herzenswünschen schwer erkrankter Kinder, die Besuche der Klinikclowns, die Einzelfallhilfe, der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst, die Sozialmedizinische Familiennachsorge, die Musik-, Kunst-und Reittherapien, das „Virtuelle Klassenzimmer“, die Geschwisterkindbetreuung und die Finanzierung hochmoderner medizinischer Ausstattung. Alles mit dem Ziel, gemeinsam den

jungen Patienten und ihren Familien zur Seite zu stehen, damit sie ihren Alltag, trotz schwerer Erkrankung, meistern.


Artikelbericht von:
Manuel Brabender, Feuerwehr Talheim
eid: 21383

Sicherheitstipps zum Schutz der trockenen Natur

Artikel vom:  19.07.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

Trockene Vegetation und hohe Temperaturen: Bei den aktuellen Witterungsverhältnissen genügt bereits eine fahrlässig weggeworfene, glimmende Zigarette, um die Natur in Brand zu setzen. „Vegetationsbrände können sich rasend schnell ausbreiten und etwa Getreidefelder komplett vernichten“, warnt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Die Feuerwehren geben vier Tipps zum Vermeiden von Bränden:

  • Werfen Sie keine Zigaretten oder andere brennende Gegenstände in die Natur – erst recht nicht aus dem Fahrzeug! Schnell kommt es zu einem Böschungsbrand an Autobahnen und anderen Straßen.
  • Lassen Sie niemals Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen auf trockenen Feldern oder Wiesen stehen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation daran entzündet. Dies betrifft neben allen Modellen mit am Fahrzeugboden liegenden Katalysatoren (viele Pkw mit Otto-Motoren) künftig auch immer mehr Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro VI. Werden diese in den Regenerationsmodus geschaltet, können sehr hohe Temperaturen auftreten.
  • Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten.
  • Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über Notruf 112. Hindern Sie Entstehungsbrände durch eigene Löschversuche an der weiteren Ausbreitung, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband


Artikelbericht von:
Medienteam KFV Heilbronn
eid: 21328

Abnahme der Leistungsspange

Artikel vom:  10.07.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehren Güglingen, Heilbronn, Lauffen a.N., Neuenstadt a.K., Pfaffenhofen und Talheim

Artikelbericht:

Am vergangenen Samstag beteiligten sich 7 Gruppen an der Prüfung für die „Leistungsspange“ in Neckarsulm.

Die Prüfung setzt sich aus mehren Blöcken wie Feuerwehrtechnik, Feuerwehrwissen, einem 400 m Lauf, Weitsprung, einer Projektpräsentation und „Erster Hilfe“ zusammen

Bei der Prüfung zur Stufe 2 waren erfolgreich:

Güglingen
Pfaffenhofen 1
Pfaffenhofen 2
Talheim

Bei der Stufe 3:

Heilbronn
Lauffen
Neuenstadt


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Medienteam KFV Heilbronn
eid: 21188

Freiwillige Feuerwehren beim Schutz der Bevölkerung unverzichtbar

Artikel vom:  27.05.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

Interview Landesbranddirektor Karsten Homrighausen sieht keine Alternative zu Freiwilligen Feuerwehren und will Personalgewinnung intensivieren. Im Kampf gegen Gaffer spricht er sich für Sanktionen aus. Probleme gibt es immer noch auf Autobahnen.

Kleine Brände, große Brände, Unfälle auf der Autobahn oder gefangene Katzen: Jeden Tag sind Feuerwehrleute im Einsatz. Meist sind das Ehrenamtliche, die großen Einsatz zeigen. Fast 7000 Aktive sind es in der Region Heilbronn und in Hohenlohe.

Im Interview mit der Heilbronner Stimme würdigt Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen den Einsatz der Wehren und kritisiert Gaffer, die die Arbeit der Rettungskräfte behindern.

Herr Homrighausen, wäre ein Schutz der Bevölkerung ohne Freiwillige Wehren denkbar?

Karsten Homrighausen: Aus meiner Sicht: nein. Sie sind aus unserem System nicht wegzudenken. Wir haben im Land 1098 Gemeindefeuerwehren mit rund 170.000 Angehörigen. Davon sind fast 98 Prozent ehrenamtlich und über 110.000 Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen tätig. Diese Zahlen allein unterstreichen die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren.

Wie beurteilen Sie die Personalentwicklung?

Homrighausen: Wir setzen stark auf die Nachwuchsförderung. Die Jugendfeuerwehren wachsen stetig, es sind inzwischen mehr als 30.000 Jugendliche in den Jugendfeuerwehren der Gemeinden aktiv. Mit den Nachwuchsgruppen erreichen wir eine frühzeitige Bindung junger Menschen an die Organisation „Feuerwehr“. Zusätzlich werden Gruppen in den Jugendfeuerwehren für Kinder ab sechs Jahren angeboten. In diesem Alter sind die Kinder zeitlich eher verfügbar, bevor später dann oftmals Ganztagsschule und andere Verpflichtungen hinzukommen.

Bei welchen Bevölkerungsgruppen sehen Sie noch Potenzial. In der Region Heilbronn sind beispielsweise gerade mal knapp sieben Prozent der Aktiven weiblich.

Homrighausen: Auch ich sehe dort noch Potenzial, das ist unstrittig. Vor dem Hintergrund der Tagesverfügbarkeit − das heißt: Wer steht tagsüber für den Einsatz der Feuerwehr zur Verfügung? − haben wir die rechtliche Möglichkeit geschaffen, zwei Gemeindefeuerwehren angehören zu können: am Wohn- und am Arbeitsort. Zusätzlich müssen wir noch schauen, wer tagsüber im Ort einsetzbar ist. Das sind zum Beispiel Selbstständige, aber auch Hausfrauen und Hausmänner und Mitmenschen aus anderen Kulturkreisen. Aufgabe ist es, diese Menschen anzusprechen und Berührungsängste sowie Hemmnisse abzubauen. In den Feuerwehren gibt es eine Vielzahl von Aufgaben, da können wir alle gebrauchen, die Interesse an der Feuerwehr haben und sich für das Gemeinwohl einsetzen möchte.

Man erlebt immer wieder Feuerwehrleute als Saalordner oder Parkplatzeinweiser. Wird den Aktiven zu viel zugemutet?

Homrighausen: Das ist eine Gratwanderung, bei der wir Führungskräfte selbstkritisch genug sein müssen. Immer dann, wenn wir erkennen, dass das Tagesgeschäft die Aktiven so stark belastet, dass es keine Ressourcen mehr gibt, müssen wir uns von anderen Aufgaben frei machen. Aber: Manchmal wird auch Wert darauf gelegt, sich über Einsätze hinaus einbringen zu können.

Welche Rolle werden intensive Kooperationen oder gar Fusionen spielen?

Homrighausen: Bei all diesen Überlegungen ist stets die Leistungsfähigkeit und hier vor allem die Tagesverfügbarkeit in den Fokus zu nehmen. Es gibt bereits gute Modelle, bei denen tagsüber die bei der Kommune beschäftigten Personen zum Einsatzdienst der Feuerwehr herangezogen werden. Ohne Fusion kann man zum Beispiel aber auch bei Einsätzen die Nachbargemeinde mitalarmieren. Sofern Kommunen Fusionsbestrebungen an uns herantragen, bei denen die Leistungsfähigkeit der Gemeindefeuerwehr im Mittelpunkt steht, sind wir grundsätzlich offen.

Mit Lehrensteinsfeld und Ellhofen gibt es ein regionales Beispiel einer gelungenen Fusion − wenn diese auch erst nach langen Diskussion zustande kam. Gibt es ähnliche Fälle im Land?

Homrighausen: Eine Fusion bietet natürlich Chancen. Aber auch Konfliktpotenzial. Wir kennen Zusammenlegungen, bei denen Feuerwehrleute ausgetreten sind, weil sie nicht einverstanden waren. Hier gilt es für unsere gemeinsamen Werte und Ansichten zu werben. Werte wie Kameradschaft, Respekt, Verantwortungsbewusstsein und Toleranz. Selten sind Fusionen von Gemeindefeuerwehren, öfter kommt es zur Zusammenlegung von Abteilungen in einer Kommune.

Einsatzkräfte der Polizei werden zunehmend mit Gewalt und Respektlosigkeiten konfrontiert. Geht es der Feuerwehr ähnlich?

Homrighausen: Gewalt gegen Einsatzkräfte geht gar nicht. Diese Vorfälle müssen von Staat und Gesellschaft mit aller Härte sanktioniert werden. Dieses Thema beschäftigt uns vor allem in den Ballungszentren. Also dort, wo Menschen anonym bleiben. Im Land sind derartige Fälle − Gott sei Dank − noch nicht systematisch in Erscheinung getreten. Das mag auch daran liegen, dass die Aktiven, insbesondere im Ehrenamt, in ihrer Gemeinde bekannt sind. Bei der Einstufung von ausfälligen Bemerkungen und Kommentaren als verbale Gewalt ist aber auch zu berücksichtigen, dass sich betroffene Menschen bei Einsätzen in besonders belastenden Extremsituationen befinden.

Auf der A3 haben Feuerwehrleute Gaffer mit dem Strahlrohr vertrieben. Was muss getan werden, um der Schaulustigen Herr zu werden?

Homrighausen: Es ist noch viel deutlicher zu machen, dass dies die Einsatzkräfte massiv behindert. In der Gesellschaft muss sich das Bewusstsein durchsetzen, dass so etwas nicht sein darf. Der Gesetzgeber hat ja auch schon nachgebessert. Sehr kritisch zu beobachten ist die Entwicklung in den Sozialen Netzwerken, in denen ja zuweilen Bilder von Unfällen oder Unglücken landen. Sehr schnell sind hier auch Persönlichkeitsrechte verletzt.

Ein anderes Bewusstsein wäre auch mit Blick auf das Thema Rettungsgasse notwendig?

Homrighausen: Eine Informationskampagne des Landes soll genau das erreichen. Mit dem Wissen der Ereignisse der jüngsten Vergangenheit müssen wir noch stärker in die öffentliche Erklärung um eine öffentliche Missbilligung zu schaffen. Dazu gehört aber auch, Verfehlungen zu sanktionieren.

Trägt die Kampagne erste Früchte?

Homrighausen: Nach den aktuellen Meldungen offensichtlich noch nicht umfangreich genug. Hier gilt es, ständig auf die dringende Notwendigkeit eines freigehaltenen Rettungsweges hinzuweisen − bereits wenn sich ein Stau bildet. Grundsätzlich möchte ich niemanden unterstellen, dass er mutwillig die Gasse zumacht. Es fehlt noch am Automatismus, intuitiv das Richtige zu tun.

Aus der Feuerschutzsteuer fließen dieses Jahr zwar 56 Millionen Euro in die Gemeindewehren. Trotzdem gibt es einen Investitionsstau. Der Landesfeuerwehrverband fordert mehr Geld. Greift das Land tiefer in die Tasche?

Homrighausen: Zunächst einmal ist es ein Erfolg, dass das Land das Aufkommen aus dieser Steuer für das Feuerwehrwesen vollständig zur Verfügung stellt. Das Volumen der diesjährigen Beschaffungsanträge ist schon geringer als im Vorjahr. Wir sind somit dabei, den sogenannten Antragsstau abzuarbeiten.

Passt die Ausrüstung?

Homrighausen: Ja, das sehe ich so. Zum einen treiben die Feuerwehren vor Ort einen großen Aufwand, um ihre Fahrzeuge und Geräte vorbildlich in Ordnung zu halten. Dafür verdienen sie ein gewaltiges Lob. Zum anderen verfügen sie über eine insgesamt moderne Ausrüstung.

Der Leiter der Landesfeuerwehrschule, Thomas Egelhaaf, hat angeregt, die Ausbildung und Fortbildung der Feuerwehrleute weiter zu verbessern. Teilen Sie dies?

Homrighausen: Seine Anregungen teile ich uneingeschränkt. Die Zusammenlegung der beiden Standorte der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal verbunden mit zusätzlichen Gebäuden und Räumen ist ein wesentlicher Schritt zur Ausbildung der kurzen Wege. Vor allem bei den Lernräumen und -möglichkeiten wurden dabei zeitgemäße didaktische und methodische Konzepte berücksichtigt.

Bild: Immer auf dem Sprung zum Einsatz: Die Feuerwehr in Heilbronn. (Quelle: Sawatzki, HSt)


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Reto Bosch, HSt
eid: 21084

Mehr als 1,3 Millionen Menschen in Feuerwehr aktiv

Artikel vom:  02.05.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

DFV-Präsident Hartmut Ziebs dankt zum Florianstag am 4. Mai für Engagement

Sie sind haupt- und ehrenamtlich zur Stelle, wenn es brennt, wenn Menschen in einem Unfallwagen eingeklemmt sind oder ein Sturm wütet. Sie bringen Kindern und Jugendlichen bei, wie man Schläuche auswirft, Knoten knüpft und Teamgeist aufbaut. Sie sind von Kindesbeinen an mit vollem Engagement dabei. Sie retten, löschen, bergen und schützen mit Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, Ideenreichtum und viel Idealismus. „Ich danke allen 1,3 Millionen Menschen in der Feuerwehr für ihren Einsatz!“, erklärt Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), zum Florianstag am Freitag, 4. Mai 2018.

Das Feuerwehrsystem in Deutschland setzt sich aus den Freiwilligen Feuerwehren, den Berufsfeuerwehren und den Werkfeuerwehren zusammen. Die Jugendfeuerwehren sind mehr als nur die wichtigste Nachwuchsquelle für die Einsatzabteilungen, sondern auch eine der größten Jugendorganisationen in Deutschland. Hier stehen für mehr als 249.000 Kinder und Jugendliche Feuerwehrtechnik und allgemeine Jugendarbeit auf dem Programm.

Florianstag: Florian von Lorch war Oberbefehlshaber einer Feuerbekämpfungseinheit im ausgehenden 3. Jahrhundert. Der Schutzpatron der Feuerwehr starb am 4. Mai 304 im heutigen Lorch (Österreich). An seinem Namenstag werden unter anderem Messen abgehalten, um aller Feuerwehrangehörigen zu gedenken, die sich selbstlos für andere einsetzen.

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband


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Medienteam KFV Heilbronn
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Gute Ausbildung bringt Sicherheit im Einsatz - Dienstversammlung der Feuerwehrkommandanten

Artikel vom:  18.03.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

Zur diesjährigen Dienstversammlung der Feuerwehren des Landkreises konnte Landrat Detlef Piepenburg eine stattlich Anzahl an Gästen und Ehrengästen in der Georg-Kropp-Halle in Wüstenrot willkommen heißen. Er machte deutlich, wie wichtig das freiwillige Engagement der Feuerwehrfrauen und –männer ist. „Eine sachgemäße Ausstattung in Verbindung mit einer guten Ausbildung bringt Sicherheit im Einsatz“, so Piepenburg

Bürgermeister Timo Wolf stellte seine Gemeinde in einem kurzen Imagefilm vor und sprach den Feuerwehrangehörigen seinen Dankt für Ihre professionelle Arbeit aus.

Kreisbrandmeister Uwe Vogel blickte ausführlich auf das vergangene Jahr zurück. Die beiden Gerätewagen-Messtechnik wurde im Rahmen der Dienstversammlung im November offiziell in Dienst genommen. Sie sind, wie die beiden Vorgängerfahrzeuge, bei den Feuerwehren Neckarsulm und Lauffen a.N. stationiert.

Mit Blick auf das Einsatzgeschehen musste er resümieren, dass die Autobahnen weiterhin einen besonderen Brennpunkt darstellen. Die Gesamtzahl der Einsätze ist zwar leicht gesunken, dies hängt im Wesentlichen mit dem Unwettergeschehen im Jahr 2016 zusammen. Allerdings gab es bei den Brandeinsätzen eine deutliche Steigerung. Insgesamt wurden von den Landkreiswehren 3.926 Einsätze bewältigt.

Im Bereich der Integrierten Leitstelle (ILS) liegt der Schwerpunkt einmal beim anstehenden Austausch der Hard- und Software. Ebenso wurden Maßnahmen zur Netzoptimierung für die digitale Alarmierung durchgeführt. Auch die Einführung des Digitalfunk wirft so langsam seine Schatten voraus.

Von der ILS wurden im Jahr 2017 insgesamt 113.926 Einsätze bearbeitet. Darunter waren auch 95 sogenannte Telefonreanimationen, bei den der Disponent einen Laienhelfer per Telefon bei der Reanimation anleitet.

Dank der unermüdlichen Arbeit in den Jugendfeuerwehren ist der Personalstand nach wie vor äußerst erfreulich. Zum Jahresende gibt es sowohl bei den Einsatzabteilungen als auch bei den Jugendfeuerwehren den höchsten Personalstand aller Zeiten!.

Von 34 Anträgen auf Landesförderung von Beschaffungen konnten 13 bewilligt werden. Dabei handelt es sich um 3 Baumaßnahmen und 9 Fahrzeugbeschaffungen mit Gesamtkosten in Höhe von 8,024 Mio. Euro.

Verbandsvorsitzender Reinhold Gall ging zu Beginn seiner Ausführungen auf die soziale Netze und ihre Probleme ein. Insbesondere die Berichterstattung über das Einsatzgeschehen soll den Feuerwehrangehörigen vorbehalten bleiben, die damit beauftragt sind.

Er mahnte die Kommandanten eindringlich, sich bei Einsätzen auf die im Feuerwehrgesetzt definierten Kernaufgaben zu konzentrieren und die Einsatzkräfte nicht mit zusätzlichen Tätigkeiten zu belasten.

Die Nachwuchs- und Mitgliederwerbung muss weiterhin einen hohen Stellwert einnehmen. Mit Blick auf den demographischen Wandel wird dies künftig noch viel mehr Bedeutung bekommen. Die Jugendfeuerwehren stellen dabei eine wichtige Investition in die Zukunft dar, da sich der Großteil der Einsatzkräfte aus den Jugendabteilungen rekrutiert.

Inzwischen sind 6 Linienbusse im Landkreis mit einer Werbebeklebung unterwegs.Gall nutzte die Veranstaltung um den im Herbst dazugekommen Unternehmen, es sind dies die Firmen Ruoff aus Neuenstadt a.K., Zartmann aus Neckarsulm und Zügel aus Wüstenrot, für ihre Partnerschaft zu danken. Es ist nicht alltätglich, dass Busunternehmen die Werbeflächen kostenlos zur Verfügung stellen. Zum Dank verlieh er jedem Unternehme das Förderschild „Partner der Feuerwehr“

In ihrem Jahresrückblick konnte Frauensprecherin Stefanie Göttert wiederum von zahlreichen Aktivitäten berichten. Im Mai gab es in Kornwestheim einen Workshop Biogas – Photovoltaik - Strahlrohrtraining und e-mobilität. Im April wird es einen Workshop Technische Hilfeleistung geben. Auf Grund der hohen Nachfrage wird im Herbst noch einen Wiederholungstermin folgen.

Altersobmann Reinhold Korb berichtet vom Ausflug nach Rothenburg o.T. und warf seinen Blick auch schon auf den diesjährigen Ausflug, der die Kameraden nach Mannheim führen wird.

Bild 1: Auszeichnung zum Partner der Feuerwehr: Verbandsvorsitzender Gall mit Vertretern Herrn Zartmann, Frau Zügel, Herrn Mühling und dem 2. stv. Verbandsvorsitzenden Kuhmann (v.l.n.r) (Quelle: Marcel Hoffmann)
Bild 2: Kreisbrandmeister Uwe Vogel beim Jahresbericht (Quelle: Volker Lang)
Bild 3: 1. stv. Verbandsvorsitzender Jochim, 2. stv. Verbandsvorsitzender Kuhmann, Herr Zartmann und Frau Zügel, Verbandsvorsitzender Gall und Landrat Piepenburg vor einem der Werbebusse (v.l.n.r) (Quelle: Marcel Hoffmann)


Artikelbericht von:
Volker Lang, Pressesprecher KFV Heilbronn
eid: 20916

KJF Delegiertenversammlung

Artikel vom:  18.03.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

Am Freitag, den 16.03. fand die jährliche Delegiertenversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Heilbronn in Wüstenrot statt.

Kreisjugendfeuerwehrwart Timo Kraft eröffnete den Abend und begrüßte die 118 Delegierten.

In seinem Bericht konnte er unter anderem darüber berichten, dass die Zahl an Jugendlichen in der Jugendfeuerwehrwehr stetig steigt. Auch freut es ihn, dass es immer mehr Kinderfeuerwehren im Landkreis gibt.

Im Bereich des Terminrückblickes konnte Timo Kraft von zahlreichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehren im Landkreis berichten. Dies waren unter anderem die Adventure-Tour und Abnahme der Jugendflamme Stufe 2 und 3.

Der nächste Tagesordnungspunkt galt den Wahlen. Gewählt wurden 1x Beisitzer/in Landkreis und 1x Kassenprüfer/in.

Beisitzer wurde Sina Haag, FF Möckmühl und als Kassenprüfer wurde Barbara Wagner, FF Neudenau im Amt bestätigt.

Als neuer Beisitzer des Stadtkreises stellte sich Markus Knobloch vor.

Grußworte überbrachten Timo Wolf, Bürgermeister der Stadt Wüstenrot, Thomas Maier, Dezernent des Landratsamtes Heilbronn sowie Reinhold Gall, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn.

In der Richtlinie über die Beantragung und Verleihung von Ehrungen und Auszeichnungen und Regelung über Abzeichen der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg wird beschrieben, welche Voraussetzungen für die verschiedenen Ehrennadeln vorliegen müssen.

Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber:

Ehrung eines Feuerwehrangehörigen, der mindestens fünf Jahre die Funktion eines Jugendfeuerwehrwartes bekleidet hat;

Ehrung eines Feuerwehrangehörigen, der für mindestens fünf Jahre die Jugendfeuerwehr als Jugendleiter unterstützt hat;

Ehrung für Feuerwehrangehörige, die mehrjährige qualifizierte Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr als Funktionsträger auf Gemeinde-, Stadt-, Kreis- oder Landesebene vorweisen können; in begründeten Einzelfällen kann von den zeitlichen Einschränkung abgewichen werden.

Diese Ehrennadel soll bei einer Veranstaltung der Kreisjugendfeuerwehr durch ein Mitglied des Landesjugendfeuerwehrausschusses verliehen werden.

Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Gold:

Ehrung eines Feuerwehrangehörigen für außergewöhnliches Engagement in der Jugendfeuerwehrarbeit;

Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber muss bereits verliehen sein.

Diese Ehrennadel soll bei einer Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg oder einer würdigen Veranstaltung auf Kreisebene vom Landesjugendfeuerwehrwart oder dem Stellvertreter verliehen werden.

Die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber erhielten:

Elke Stengel, Pfaffenhofen
Matthias Bernet, Beilstein
Gerhard Schmidt, Talheim
Die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Gold erhielt:

Emanuel Wilske, Weinsberg
An einem früheren Termin erhielten bereits folgende Personen die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber:

Rüdiger Bauch, Eppingen
Timo Brüstle, Eppingen
Oliver Freyer, Bad Rappenau
Matthias Groß, Neckarwestheim
Timo Kraft, Lauffen
Ralf Kuttruff, Bad Rappenau
Benjamin Lutz, Lauffen
Gerald Starzl, Ittlingen

Ebenfalls an einem früheren Termin erhielt bereits Thomas Konrad, Bad Rappenau die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Gold.

Bild 1: Übergabe der Ehrennadel in Gold an Emanuel Wilske (Quelle: Marcel Hoffmann)


Artikelbericht von:
Marcel Hoffmann, Medienteam KFV Heilbronn
eid: 20816

Nach 30 Jahren Führungswechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr Talheim

Artikel vom:  20.02.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt: Bei der Freiwilligen Feuerwehr Talheim hat eine neue Ära begonnen. Nach 30 Jahren hat Kommandant Gerhard Schmidt (63) sein Amt abgegeben. Sein Stellvertreter Markus Schüchtle (51) ist bei der Hauptversammlung mit 38 von 41 Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt worden.

Neuer Stellvertreter

Neuer zweiter Mann ist Robin Scheithauer (26). Zusammen mit dem fünfköpfigen Ausschuss, der ebenfalls für fünf Jahre bestimmt wurde, ist das Duo künftig für die 83 Mitglieder umfassende Talheimer Wehr verantwortlich.

In der März-Sitzung muss noch der Gemeinderat die neue Feuerwehrführung bestätigen. „Allerhöchsten Respekt“ zollte Kreisbrandmeister Uwe Vogel dem scheidenden Kommandanten im Namen des Landkreises. „Wenn ich einen Hut hätte, würde ich ihn ziehen.“ Es sei außergewöhnlich, dass jemand 30 Jahre lang die Verantwortung trage. „Eine so lange Dienstzeit wird es so bald nicht mehr geben. Der Trend ist heute ein anderer.“ Vogels Stellvertreter Heiner Schiefer, Kommandant in Lauffen, verriet, dass Gerhard Schmidt in seiner 30-jährigen Amtszeit drei Kommandanten in der Nachbarstadt erlebt habe. Er lobte die „gute Kameradschaft unter den gut ausgebildeten 43 Aktiven, die 365 Tage im Jahr für die Bürger da sind“ und eine „gute Tagesverfügbarkeit“ habe.

Werdegang aufgezeigt

Als Schmidt 1988 zum ersten Mal an die Spitze der Talheimer Wehr gewählt wurde, war er schon 13 Jahre ihr Mitglied. Bürgermeister Rainer Gräßle listete den Werdegang des Winzers und Rebveredlers von der Grundausbildung bis zum Hauptbrandmeister auf. Die Feuerwehr leiste als verlässlicher Partner der Gemeinde unzählige freiwillige Stunden. „Ich habe noch nie ein Nein gehört, wenn wir um Unterstützung gebeten haben.“

Besonders wichtig sei, dass die Feuerwehr in den 30 Schmidt-Jahren mit der technischen Entwicklung bei Fahrzeugen und Ausrüstung immer Schritt gehalten habe. Die Highlights waren das neue Feuerwehrhaus an der Horkheimer Straße, das 2015 eingeweiht wurde und zu den schönsten Magazinen im Landkreis gehört. Seit 2016 steht der neue Gerätewagen Logistik (GWL 2) in der Fahrzeughalle.

Nachfolger Markus Schüchtle erwartet als erste Aufgabe jetzt die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens. Für den alten, Jahrgang 1996, gibt es keine Ersatzteile mehr.

Ein Urlaub als Geschenk

Gerhard Schmidt dankte für die Unterstützung, die ihm in all den Jahren zuteil wurde. Besonders glücklich sei er, dass „alle Einsätze immer gut ausgegangen sind“. Die Gemeinde schenkte ihm einen Urlaub im Feuerwehrhotel St. Florian im Schwarzwald. Die Feuerwehrkameraden werden ihm ein zünftiges Fest ausrichten. Mit stehendem Applaus verabschiedeten sie ihn aus seinem Amt.

Die Hände in den Schoß legt Gerhard Schmidt aber nicht. Erstens ist er noch zwei Jahre bis zu seinem 65. Geburtstag aktiver Feuerwehrmann. Außerdem liegt ihm die Jugendfeuerwehr besonders am Herzen, und seine Gedanken gehen schon zum anstehenden 150-jährigen Bestehen der Talheimer Feuerwehr. „Ich werde mich wahrscheinlich durch Berge von Archivmaterial wühlen, damit es eine schöne Chronik gibt.“

Bild: Gerhard Schmidt (links) scheidet als Kommandant aus, Markus Schüchtle ist sein Nachfolger, Robin Scheithauer (rechts) sein Stellvertreter. (Quelle: Barbara Barth, HSt)


Artikelbericht von:
Barbara Barth, HSt
eid: 20757

Notruf 112: Über Soziale Medien kommt keine Hilfe!

Artikel vom:  01.02.2018 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Landkreiswehren und Heilbronn

Artikelbericht:

„Rufen Sie die Feuerwehren direkt über 112 an – ein Hilferuf über Soziale Medien oder per E-Mail erreicht uns nicht rechtzeitig!“, warnt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), im Vorfeld des europaweiten Notruftags. Der 112-Tag am Sonntag, 11. Februar, will den kostenfreien Notruf bekannter machen.

„Die 112 steht für 500 Millionen Menschen in ganz Europa für schnelle, zuverlässige Hilfe“, erklärt Hachemer. „Wer hier anruft, erreicht qualifizierte Hilfe. Der Disponent am anderen Ende der Leitung fragt alles ab, was für Alarmierung und Einsatz wichtig ist. So gibt's auch hilfreiche Anweisung, was man selbst in diesem Moment tun kann. Dies geht nicht per E-Mail oder über Soziale Medien!“ erläutert der Vizepräsident.

Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Auch in sämtlichen Handynetzen führt sie zur zuständigen Notrufzentrale. Der DFV informiert anlässlich des europäischen Notruftags über die einheitliche Nummer:

  • Der Hintergrund: Dienstreise, Urlaub oder einfach so: Die Mobilität innerhalb Europas ist hoch; eine EU-weit einheitliche Notrufnummer also sehr sinnvoll. So müssen die Bürger sich statt mehrerer Notrufnummern nur noch die 112 merken – und bekommen überall adäquate Hilfe!
  • Der Anruf: Die Notrufnummer 112 kann von überall her erreicht werden: Egal ob Festnetz, öffentliches Telefon oder Mobiltelefon. Beim Handy muss allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein.
  • Die Kosten: Das Gespräch über die Notrufnummer ist immer kostenlos!
  • Die Antwort: Wer bei der 112 ans Telefon geht, ist auf Notfälle vorbereitet: In Abhängigkeit vom jeweiligen nationalen System für den Bevölkerungsschutz kommt der Notruf zumeist bei Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei an. Die dortigen Mitarbeiter sind für die Notrufabfrage geschult und sprechen beispielsweise in Deutschland häufig auch Englisch; in Grenznähe auch die Sprache der Nachbarregion.

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Medienteam KFV Heilbronn
eid: 20194

Spritzen macht einfach am meisten Spaß

Artikel vom:  06.09.2017 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

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„Dürfen wir jetzt spritzen?“ Aufmerksam haben die Mädchen Betreuer Tobias Hausser zugehört, welche unterschiedlichen Strahlrohre gibt. Aber jetzt wollen sie ran ans Wasser. Zu spritzen, ist doch immer wieder der Höhepunkt bei der Feuerwehr, auch beim Kinderferienprogramm, das die Jugendfeuerwehr von Talheim ausrichtet. Die Floriansjünger haben sich auch noch andere Dinge ausgedacht, um den 25 Kindern spielerisch ihre Arbeit zu erklären.

Schwimmbrille Im ersten Stock des Feuerwehrhauses haben sich vier Jungen ausgerüstet: Helm auf dem Kopf, geschwärzte Schwimmbrille vor den Augen. Sie sehen nichts mehr und laufen mit der Hand auf der Schulter des Vordermannes in den Jugendraum. Ihre Aufgabe: Sechs Gegenstände wie eine Hose, einen Ball oder auch ein Indiaka zu finden, die auf dem Boden liegen. Allerdings stehen da auch Tische und Stühle herum. Das Ganze soll die Arbeit der Atemschutzträger simulieren, die sich durch einen verrauchten Raum tasten.

Die Taktik der Jungen: flach auf den Boden legen und robben. Manche rollen auch durch die Gegend. „Ich hab was, ich hab was“, ruft einer. „Das bin ich“, meint ein anderer. Kleiner Scherzkeks. Langsam, aber sicher sammeln die Jungen alle Gegenstände ein, und als sie dann wieder sehen können, wissen sie noch recht genau, wo sie diese gefunden haben. Erstaunlich, wie gut ihre Orientierung ist.

Brandgefahr Während im Flur Wasserflaschenkegeln auf dem Programm steht, warten im Hof ein paar brennende Kerzen. Die müssen natürlich gelöscht werden, höchste Brandgefahr. Und wie macht man das am besten? Wasser in den Mund und drauf los spucken. Die Kinder haben einen Heidenspaß, und da stört auch die Außentemperatur von 15 Grad nicht. Ein bisschen Nässe schadet nicht.

Spaß ist der Hauptgrund, warum die Kinder immer wieder gern zur Feuerwehr gehen, der Großteil ist Wiederholungstäter. „Wasser spritzen ist das Beste“, finden Leon (11) und Fabian (9). Zur Jugendfeuerwehr wollen sie deswegen aber nicht unbedingt. „Da hätten wir wahrscheinlich gar keine Zeit für.“

Im Inneren wird einer Gruppe das Tanklöschfahrzeug 16/25 genauer erklärt. Tobias Hausser hat die nächsten Kinder am Start, denen er Strahlrohre zeigt. Drei verschiedene, von einer Durchlaufgeschwindigkeit zwischen 25 und 800 Litern pro Minute hat er im Angebot. Die funktionieren ganz simpel − entweder auf oder zu. Und dann ist da noch das Hohlstrahlrohr, eine Erfindung aus den USA, die dort schon lange, in Talheim aber erst seit Kurzem im Einsatz ist. „Ich kann hier stufenlos die Durchflussmenge regulieren und das Sprühbild ändern“, erklärt Hausser: vom direkten Strahl zu einer den Feuerwehrmann schützenden Sprühnebelwand. Die Gruppe lauscht. Bis zur unvermeidlichen Frage: „Dürfen wir jetzt spritzen?“

Bild: Gefährliche Brandherde, in diesem Fall Kerzen, lassen sich auch mit einer ordentliche Ladung Wasser aus dem Mund löschen. (Quelle: Stefanie Pfäffle, HSt)


Artikelbericht von:
Stefanie Pfäffle, HSt
eid: 19765

Neue Satzung für Feuerwehr

Artikel vom:  03.06.2017 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Die Freiwillige Feuerwehr Talheim hat eine neue Satzung. Die alte aus 1989 war 2001, 2009 und 2015 angepasst und novelliert worden. Jetzt hat der Gemeindetag Baden-Württemberg eine neue Musterfassung vorgelegt. Sie ist mit dem Innenministerium, der Gemeindeprüfungsanstalt und dem Landesfeuerwehrverband abgestimmt. Die Neuerungen hat die Talheimer Feuerwehr vorberaten. Bei einer Enthaltung von Joachim Dürr nahm der Gemeinderat diese nun an. Neu sind: Einführung einer Probezeit; Aufnahme mit Vollendung des 17. Lebensjahrs; längere Dienstzeit-Aufnahme in die Altersabteilung erst ab 55 Jahren; keine Altersgrenze bei der Jugendfeuerwehr, so dass auch eine Kinderfeuerwehr möglich ist. Eine längere Diskussion gab es um die Formulierung zur Beendigung des ehrenamtlichen Dienstes. In Paragraf vier, Absatz vier, heißt es: Der Gemeinderat kann nach Anhörung des Feuerwehrausschusses den ehrenamtlichen Dienst eines Feuerwehrangehörigen aus wichtigem Grund beenden, wenn sein Verhalten eine erhebliche und andauernde Störung des Zusammenlebens in der Gemeindefeuerwehr verursacht hat oder befürchten lässt. Joachim Dürr störte sich an dem letzten Teil des Satzes. „Für mich stimmt das so nicht.“ Bürgermeister Rainer Gräßle konterte: „Wenn man eine Gefahr kommen sieht, muss man reagieren.“


Artikelbericht von:
Redaktion HSt
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Gut gewappnet für die Zukunft

Artikel vom:  12.11.2016 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Gut gewappnet für die Zukunft

Am Samstag den 12.11.2016 stand bei der Feuerwehr Talheim alles im Zeichen der Vorsorge.

Pünktlich um 9 Uhr morgens trafen sich die Kameraden um die verbrauchten Bestände an Sandsäcke wieder aufzufüllen.

Schon am Freitag den 11.11.2016 hatte man 12 Tonnen getrockneten Sand im Bauhof abgeladen welche nun in Sandsäcke verfüllt werden mussten.

Mit viel Muskelkraft wurden 750 Sandsäcke in Handarbeit verfüllt, gebunden und sauber auf bereitstehende Paletten verladen.

„Schaufeln was das Zeug hält“

Nachdem Unwetterlagen in unseren Breitengraden immer häufiger werden, war es unablässig sich auf Starkregen und Überflutungen vorzubereiten. Beim Umzug ins neue Feuerwehrhaus 2015 mussten einige der vorhandenen Sandsäcke entsorgt werden. Deswegen wurde der Bestand am 12.11.2016 wieder aufgefüllt.

Die Feuerwehr blickt mit den zusätzlichen Sandsäcken gut gewappnet in die Zukunft. Sollte es zu einem Starkregen oder einer Überschwemmung kommen kann man nun wieder Schlagkräftig reagieren.

Parallel dazu wurde von den Kameraden das Feuerwehrhaus in der Horkheimer Straße gereinigt und regelmäßige Wartungsarbeiten an den Geräten durchgeführt.

Freundlich grüßt Sie Ihre Freiwillige Feuerwehr Talheim. Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit. www.Feuerwehr-Talheim.de


Artikelbericht von:
Manuel Brabender, Feuerwehr Talheim
eid: 18151

Mit jeder Schraube per Du

Artikel vom:  24.05.2016 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

„Mein lieber Scholli„ wundert sich ein Besucher als er hört, dass das Talheimer Feuerwehrhaus fast auf den Tag genau vor einem Jahr eingeweiht worden ist. “Und jetzt schon das neue Fahrzeug, nicht schlecht.„ Beim Tag der offenen Tür am Wochenende steht dieses GWL 2 im Mittelpunkt. Gerätewagen Logistik verbirgt sich hinter den drei Buchstaben. Zwei steht für die größere Version des Magirus-Bullen.

Mit weißem Flieder und roten Gerbera geschmückt, sonnt sich der Hauptdarsteller im Interesse der vielen neugierigen Festgäste. Er ist mit allem bestückt, was für die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke und an sonstigem Material beim Einsatz benötigt wird. Allein 2000 Meter Schläuche stecken in ihm (wir berichteten).

Zu Beginn überreicht Bürgermeister Rainer Gräßle Urkunde und Plakette der Architektenkammer Baden-Württemberg für “Beispielhaftes Bauen„ an Feuerwehrkommandant Gerhard Schmidt und seinen Stellvertreter Markus Schüchtle. Der Preis wird alle fünf Jahre ausgelobt. In diesem Jahr gehört das Gebäude der Stuttgarter Architekten Ursula Hüfftlein-Otto, Maximilian Otto und Sven Wilhelm zu den 14 Auserwählten. Sie sind am Sonntag nach Talheim gekommen und zeigen den Feuerwehrmännern, wo sie die Plakette am besten am Gebäude anbringen können: innen, gleich neben dem Eingang.

Ersatz

Beim Höhepunkt des Festes erinnert Bürgermeister Gräßle daran, dass das neue Auto ein Ersatz für das Löschfahrzeug LF 8 aus dem Jahre 1973 ist: “Es war kein verlässlicher Partner mehr, unterwegs blieb es schon mal stehen.„ Eigentlich hätte es schon 2012 ausgetauscht werden sollen, aber die Feuerwehr wollte den Neubau abwarten. “So wie das Gerätefahrzeug jetzt hier steht, hätte es in das alte Magazin am Kelterplatz gar nicht reingepasst„, sagt Gräßle.

Er schildert die zeitaufwändige Prozedur, bis ein solches Feuerwehrauto endlich an seinem Platz steht. Mitte 2013 Ausschreibung, Ende 2013 Kostenschätzung (rund 275 000 Euro), Januar 2014 Zustimmung des Gemeinderats zur Anschaffung, Antrag auf Zuschuss beim Land. “Alles schien bestens„, schildert Gräßle das Procedere. Erstellung des Leistungskatalogs, europaweite Ausschreibung. Dann die Hiobsbotschaft: Talheim wird bei der Vergabe der Fördergelder nicht berücksichtigt. Doch schon einen Monat später ist alles wieder anders. Neue Fördergelder und schriftliche Zuschusszusage für Talheim über 40 500 Euro. Im April 2015 geht der Auftrag nach Ulm zu Magirus Iveco für 283 000 Euro.

Da ein solches Fahrzeug nicht von der Stange kommt, sondern genau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Wehr abgestimmt wird, ist der Aufbau ein Buch mit sieben Siegeln. Zum Glück haben die Talheimer in Kai Hoffmann seit 23 Jahren einen Gerätewart, der mit jeder Schraube per Du ist. “Sein unermessliches Fachwissen und sein Fleiß übertreffen alles, was man von einem ehrenamtlichen Feuerwehrmann erwarten darf„, lobt Gräßle.

Dank Hoffmann habe das neue Fahrzeug gedanklich schon gebaut, ehe es in Auftrag ging. Er und die anderen Mitglieder des Fahrzeug-Ausschusses erhalten vom Gemeindechef im EM-Jahr als Dank das Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Heiner Schiefer, stellvertretender Kreisbrandmeister, gratuliert zum neuen Fahrzeug, das “kein Spielzeug für die Feuerwehr ist, sondern der Sicherheit der Bevölkerung dient„. Uwe Freidinger von Magirus, lobt die “supertolle Zusammenarbeit„.

Das Feuerwehrfest findet alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Talheimer Gassenfest statt. Am Samstagabend haben die Cherries aufgespielt. Am Sonntag segnet der katholische Pfarrer Michael Donnerbauer in einem ökumenischen Gottesdienst den neuen Gerätewagen Logistik.

Wie die Scholle

Wie kann ein Feuerwehrfahrzeug übergeben werden? Bürgermeister Rainer Gräßle erinnert an frühere Eigentumsübertragungen unter Bauersleuten: Der Verkäufer sticht eine Scholle seines Ackers ab, trägt sie über die Grenze, übergibt sie dem Käufer, der wirft sie zurück auf das Grundstück. So will es Gräßle mit dem Feuerwehrauto machen. Er fährt es auf die Straße, übergibt den Schlüssel an Kommandant Gerhard Schmidt, der fährt es wieder zurück aufs Gelände. Einziges Hindernis: Gräßle hat keinen Lkw-Führerschein. Also steigt er auf ein Bobbycar, hoch die Beine, und lässt sich auf die Horkheimer Straße schieben, - Schlüsselübergabe, und Schmidt strampelt unter dem Beifall der Festgäste zurück.

Bild: Gerätewart Kai Hoffmann mit der Tragkraftspritze aus dem neuen Gerätewagen. Sie allein kostet 10 000 Euro. (Foto: Barbara Barth)


Artikelbericht von:
Barbara Barth, HSt
eid: 18101

Schlossbergschule Talheim zu Gast bei der Feuerwehr

Artikel vom:  08.05.2016 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Am 18.04.2016 waren 2 Klassen der Schlossbergschule Talheim zu Besuch bei der Feuerwehr.
Am Feuerwehrhaus angekommen wurden die Kinder und Lehrerinnen durch unseren Stellvertretenden Kommandant Markus Schüchtle in Empfang genommen und recht herzlich begrüßt.

Zu Beginn des Besuchs wurde den Kindern der Ablauf in einem Alarmfall im Feuerwehrhaus vorgeführt. Neben dem lauten internen Alarmton, lösten auch die Automatismen wie das angehen der Beleuchtung im gesamten Feuerwehrhaus und das automatisch öffnende Hoftor großes Staunen aus.

Angekommen im Funkraum konnte dieser Alarmton mittels eines Schalters quittiert werden. Der Alarmton ist im Einsatzfall dafür gedacht, um den ankommenden Kameraden zu signalisieren das der Funk noch nicht besetzt ist, und somit jemand diesen besetzen muss. Und da im Einsatzfall das erste was erledigt werden muss, ein Funkspruch mit der Integrierten Leitstelle Heilbronn ist, um herauszufinden was anliegt, durften die Kinder hier live miterleben.

Anschließend ging es weiter mit einer Führung durch die Umkleidekabinen, sowie in die große Fahrzeughalle.
In der Fahzeughalle wurden die Kinder in 2 Gruppen aufgeteilt, eine Gruppe bekam nun eine Führung für das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25, wo doch durch die Vielzahl an Ausrüstungsgegenständen viele Fragen vor allem bei den Atemschutzgeräten und dem Hydraulischen Rettungsgerät samt Schere und Spreizer zu beantworten waren.

Der anderen Gruppe wurde der neue Gerätewagen Logistik kurz GW-L2 vorgestellt. Auch hier war das Staunen groß und viele Fragen zu beantworten, gerade wegen dem großen Laderaum samt Hebebühne, welcher für jeden Einsatzfall individuell beladen werden kann.

Als nun beide Gruppen beide Fahrzeuge besichtigen und ihre Fragen loswerden konnte, gab es zum Schluss noch ein Highlight bevor es wieder in den Unterricht zurückging.

Auf dem Hof wurde in großem Sicherheitsabstand die nicht zu unterschätzende Fettexplosion gezeigt und dadurch den Kindern näher gebracht, dass berennendes Fett NIEMALS mit Wasser gelöscht werden darf, sondern IMMER mit einer Löschdecke und einem geeigneten Feuerlöscher.


Artikelbericht von:
Manuel Brabender, Feuerwehr Talheim
eid: 18008

Schneller, effektiver und sehr motiviert

Artikel vom:  18.04.2016 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Andre Schmidt rollt einen der gelben Schläuche von der Fahrzeughalle bis in den Hof aus. Da muss die Luft raus, sonst lassen sich die insgesamt 2000 Meter nicht ganz flach in die vier Container schichten.

Der Jugendgruppenleiter und ein Dutzend anderer Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Talheim sind an diesem Abend damit beschäftigt, den neuen Gerätewagen GW-L2 zu bestücken. Das geht viel einfacher bei ausreichendem Platz.

Den haben die Einsatzkräfte, seit sie vor einem Jahr in ihr neues Domizil eingezogen sind. Schneller und effektiver lässt es sich hier arbeiten. Die Abläufe haben sich laut Kommandant Gerhard Schmidt problemlos eingespielt.

Ideal

„Hier ist alles strukturiert. Es ist eine ganz klare Ordnung da. Das Haus ist nach den Abläufen geplant. Das ist ideal“, ist nicht nur Heribert Danner begeistert. Gerhard Schmidt schildert die Verbesserungen. Sobald die Rettungsleitstelle Heilbronn Alarm auslöst, öffnet sich das Eingangstor zum Parkplatz, die Haupteingangtür wird entriegelt. Bei Dunkelheit schaltet sich auch das Licht automatisch ein. Parken in zweiter Reihe, wie dies am Kelterplatz der Fall war, gehört der Vergangenheit an. „Die Ausrückezeiten haben sich leicht verbessert“, weiß Danner. Die Einsatzfahrzeuge sind schneller unterwegs. „In der Sonnen-/Schozacher- und Hauptstraße ging es immer eng zu“, ergänzt er.

Nicht nur auf der Straße, sondern auch im Magazin, wo die Spinde hinter den Einsatzfahrzeugen platziert waren. Das barg Unfallgefahr. Jetzt kann man sich in den nach Frauen und Männern getrennten großzügigen Umkleideräumen nebeneinander und gegenüber bequem umziehen. „Man behindert sich nicht mehr gegenseitig“, ist der Kommandant zufrieden. „Die Kinder haben Spinde gekriegt“, nennt Andre Schmidt eine Verbesserung für die 26-köpfige Jugendfeuerwehr, die auch ein eigenes Zimmer und ein eigenen Lagerraum erhalten hat.

„Die Zeit für die Übungen kann viel intensiver genutzt werden“, stellt Gerhard Schmidt fest. Fahrten auf Schrottplätze oder ins Gewerbegebiet haben sich erledigt. Im Hof kann jetzt die Unfallrettung mit Schere und Spreizer durchgespielt werden. Hier sind drei Hydrantentypen vorhanden, um das Ankoppeln der Strahlrohre zu perfektionieren. „Wir können einen ganzen Übungsaufbau unterbringen“, ergänzt Vize-Kommandant Markus Schüchtle.

Die Feuerwehrleute schwärmen vom Übungsturm, an dem nun regelmäßig Anleitern, Abseilen und Löschen im Treppenhaus trainiert wird. Zuvor mangelte es da an geeigneten Objekten. „Klar verbessert das die Fähigkeiten“, bestätigt Schmidt, der auch den Überblick vom Funkraum über Parkplatz und Hof für sehr wichtig hält. Derjenige an der Zentrale habe den Überblick, wer ankommt. Und kann auch am PC durch die moderne Technik ablesen, wann welches Einsatzfahrzeug aus- und einfährt.

Gerätewart Kai Hoffmann ist in seinem Element. Endlich hat er eine Werkstatt, in der er den Kundendienst an Pumpen oder Aggregaten gleich vor Ort erledigen kann. „Wir sitzen immer im Floriansstüble“, erzählt Schüchtle, dass die Sitzecke mit Ausguck auf die Fahrzeughalle von den Aktiven - derzeit sind es 48 Männer und eine Frau - nach den Übungen und Einsätzen rege regegenutzt wird.

Fleißig

„Die Mannschaft hat eine Riesenmotivation“, freut sich der stellvertretende Kommandant, dass das, was man sich als Nebeneffekt des Neubaus erhofft hat, eingetreten ist. Und er erzählt davon, dass über die Arbeitsdienste hinaus immer wieder Kameraden auftauchen, um sich nützlich zu machen. Verstärkung um zwei junge Aktive hat die Talheimer Mannschaft im vergangenen Jahr bekommen. Der Kommandant hofft, dass das Feuerwehrhaus mit seiner modernen Ausstattung und Technik weitere Neumitglieder anzieht.

Preis & neues Fahrzeug

Vor einem Jahr ist die Freiwillige Feuerwehr Talheim in den Neubau an der Horkheimer Straße eingezogen. Anfang Mai wurde ein dreitägiges Einweihungsfest gefeiert. Noch liegen der Gemeinde nicht alle Abrechnungen vor, der Bewilligungsrahmen lag bei 3,85 Millionen Euro.

Auch in diesem Jahr gibt es Grund zum Feiern beim Tag der offenen Tür am 21. und 22. Mai: Da wird der Preis der Architektenkammer Baden-Württemberg, den das Gebäude erhalten hat, überreicht. Zudem wird der neue Gerätewagen Logistik 2, der rund 280 000 Euro gekostet hat, offiziell übergeben. Es handelt sich um ein Transportfahrzeug für Pumpen, Schläuche, Staubsauger, Auffangbehälter und ähnliches. Der GW- L2 ersetzt das Löschfahrzeug LF 8 aus dem Jahr 1973.


Artikelbericht von:
Sabine Friedrich, HSt
eid: 16630

Jubelfest auf dem Campus

Artikel vom:  13.05.2015 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Es kann nur so gewesen sein: Die Talheimer und speziell die Feuerwehrmänner und - frauen haben ihre Teller immer brav leer gegessen und „die Socken immer schön hoch gezogen“, wie Bürgermeister Rainer Gräßle vermutete. Anders war das Traumwetter während ihres dreitägigen Jubelfestes am vergangenen Wochenende zur Einweihung des neuen Feuerwehrhauses nicht zu erklären. Kein Wölkchen trübte das Wochenende, entsprechend riesig war der Andrang derer, die das elegante Gebäude in Augenschein nehmen wollten.

Nach dem offiziellen Festakt mit 400 geladenen Gästen am Freitagabend (wir berichteten) fluteten am Samstag und Sonntag Menschenmassen das Gelände an der Horkheimer Straße. Neugierig, was da in arbeitsintensiven 18 Monaten entstanden ist und wofür die Kommune annähernd vier Millionen Euro ausgegeben hat.

Am Samstagabend sorgten die Cherries für allerbeste Open-Air- Konzertstimmung. Fahrzeughalle und Hof waren proppenvoll, die Stimmung super. „Ein richtiges Dorffest“, schwärmte Bürgermeister Rainer Gräßle angesichts der fröhlich feiernden Menschen. Am Sonntag segnete der katholische Pfarrer Michael Donnerbauer das Haus nach einem ökumenischen Gottesdienst. Anschließend spielte der Musikverein Talheim, der Ochs am Spieß drehte sich, der Bürgermeister, andere Verwaltungs- und Feuerwehrangehörige führten durch das Gebäude, Gemeinderäte zapften Bier.

Gute Investition Hin und wieder fiel zwar das Wort „Luxus“, doch die allermeisten waren sich einig, dass jeder Cent in den Feuerwehr-Campus gut investiert ist. „Es ist eben ein modernes Haus, in das alle technischen Neuerungen eingebaut wurden“, sagte Tobias Schönfelder von der Abstatter Feuerwehr. Er genoss mit seinem Kollegen Philipp Eisenmann auf der Terrasse im Obergeschoss den Ausblick ins Neckartal, hinüber nach Lauffen. So eine Terrasse hätten sie auch gern gehabt, aber ihr Feuerwehrhaus ist mittlerweile schon zehn Jahre alt. „Es ist auch schön, keine Frage“, bekräftigten sie. Sie haben einen Grillplatz, der allerdings ohne Verbindung zum Gebäude ist. „Das Kameradschaftliche ist hier in Talheim super gelöst“, lobte Schönfelder. Drauf werde heute viel mehr Wert gelegt als früher.

Dieter Uhler, Kämmerer der Gemeinde und selbst Feuerwehrmann in Ittlingen, bestätigte: „Lange bestand eine Feuerwehr aus Männern, ein paar Autos und Schläuchen.“ Heute sei es ein Hightech-Betrieb mit lauter Spezialisten, die ehrenamtlich zum Wohle der Bevölkerung tätig sind. Der Neubau ist Ausdruck ihrer Wertschätzung.

Beim Festakt hatte Bürgermeister Gräßle mitgeteilt, dass verschiedene Gewerke günstiger abgerechnet werden können, so dass der Bewilligungsrahmen von 3,85 Millionen Euro wahrscheinlich nur sehr geringfügig überschritten werde. Das liegt auch daran, dass die Feuerwehrangehörigen viel selbst Hand angelegt haben. So ist die gesamte Außenbepflanzung, unter anderem mit 60 Spalierobstbäumen, in Eigenleistung entstanden. Auch die gesamte Endreinigung haben sie übernommen.

Der dreijährige Max aus Horkheim suchte auf dem Arm seiner Mutter Jasmin Dröge „die Stange“. Die kennt er aus der Heilbronner Feuerwehrwache. „Wir brauchen hier keine“, erklärte ihm Dieter Uhler. „Die Feuerwehrmänner kommen bei uns von zu Hause oder von der Arbeit, wenn es einen Alarm gibt.“ Der Aufstieg auf den Übungsturm und eine Hüpfburg entschädigten den Steppke dann aber für die fehlende Stange.

So wie die Talheimer Feuerwehrleute im Vorfeld der Bauarbeiten Häuser in Bönnigheim, Abstatt, Obersulm, Kirchardt und Obertürkheim angeschaut haben, so nutzen den Tag der offenen Tür Wehren aus anderen Orten zum Spickeln. Wer Ähnliches vorhat, nutzt die Erfahrungen der Talheimer. Eberhard Göttle, Fleiner Gemeinderat, war froh, dass „unser Feuerwehrhaus erst 30 Jahre alt ist“. Ein Neubau stünde zum Glück noch nicht an.

Bild: Viele hundert Menschen strömten am Tag der offenen Tür zum neuen Feuerwehrhaus in Talheim. Foto: Barbara Barth


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Medienteam KFV Heilbronn
eid: 16626

Für die Feuerwehr beginnt eine neue Epoche

Artikel vom:  12.05.2015 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Mit der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses am Freitagabend hat für Kommandant Gerhard Schmidt „ein neues Glück“ begonnen, für Bürgermeister Rainer Gräßle ist es ein „überwältigender Augenblick“ und für Kreisbrandmeister Uwe Vogel fängt „in Talheim eine neue Epoche“ an. Rund 400 Gäste feiern in der Fahrzeughalle an der Horkheimer Straße die Vollendung des architektonischen Schmuckstücks.

Eineinhalb Jahre wurde nach den Plänen der Stuttgarter Architekten Maximilian Otto, Ursula Hüfftlein-Otto und Sven Wilhelm gebaut, aber schon seit 2007 stand fest, dass das alte, viel zu kleine Haus an der Sonnengasse ausgedient hat. Kommandant Schmidt beschreibt einen Alarm aus den 90er Jahren, als die Feuerwehrmänner auf Traktoren und Zweirädern zum Magazin kamen und sich durch die 30er Zone, vorbei an parkenden Anwohnerautos und Kindergartenkindern zum Einsatzort quälten. Der Kreisbrandmeister nannte das Jahr 2017 als spätesten Termin für einen Umzug in ein neues Gebäude. „Ich melde Vollzug, zweieinhalb Jahre vor Ihrer Zeitrechnung“, sagt Bürgermeister Gräßle jetzt stolz an die Adresse Uwe Vogels.

Innenminister Reinhold Gall lobt den „Zukunftsblick über den Tellerrand“ der Gemeinde, die einen Stellplatz und ein paar Spinde mehr gebaut habe, als momentan benötigt werden. „Das bisschen Mehr ist kein Luxus, sondern eine Wertschätzung für die Feuerwehrleute“, findet der Minister und Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn. Die Entscheidung des Gemeinderats und der Verwaltung sei „klug und mutig“ gewesen. „Das ist gut investiertes Geld.“ Er schickt noch einen „Dank an die Römer“. Ihr Dorf, das am anderen möglichen Standort „Steinäcker“ gefunden wurde, habe die Entscheidung für die „Straßenäcker“ beschleunigt. Bürgermeister Rainer Gräßle nennt das archäologische Kulturdenkmal „die römische Stecknadel im Talheimer Heuhaufen“.

„So ein tolles Gebäude“, beglückwünscht Kreisbrandmeister Uwe Vogel die Verantwortlichen. „Ich würde den Hut ziehen, wenn ich einen hätte.“ Die Planung, die Abstimmung mit dem Landratsamt, die konsequente Begleitung der Talheimer Wehr hätten zu diesem Ergebnis geführt. „Alle haben alles richtig gemacht“, findet der oberste Feuerwehrmann im Landkreis. Als „robustes, bodenständiges Haus“ beschreibt Architekt Maximilian Otto den Neubau. „Was wir gezeichnet haben, ist Realität geworden.“

Der Festakt wird umrahmt vom Trompeten-Ensemble der Musikschule Lauffen und dem Comedy-Duo Frau Rosenblum und Fräulein Otterle. Der gesellige Teil des Abends bei Speis und Trank dauert noch lange.

Bild: Feiern die Einweihung: Markus Schüchtle, Gerhard Schmidt, Sven Wilhelm, Maximilian Otto, Ursula Hüfftlein-Otto, Bürgermeister Rainer Gräßle (von links). Foto: Barth


Artikelbericht von:
Barbara Barth, HSt
eid: 16581

Begeisterte Feuerwehrleute

Artikel vom:  01.05.2015 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Sie sind in mehreren Reihen aufgestellt, 62 rote Spinde für die männlichen Aktiven und die Jugendlichen. Dazwischen ist Platz zum Gehen und Drehen. Zwei Bügel pro Spind, ein Helmhalter, ein Haken für den Gurt und ein Abstellgitter für die Stiefel. Welch ein Unterschied. Bisher haben sich die Feuerwehrmänner und -frauen wie Ölsardinen hinter den Einsatzfahrzeugen in ihre schwere Arbeitskleidung gezwängt. Jetzt geschieht das gefahrlos. Ohne Ellenbogenschubser. In getrennten Räumlichkeiten für Männlein und Weiblein, denen jeweils Duschen und Toiletten angegliedert sind. Die Talheimer Feuerwehr ist ins neue Domizil eingezogen. Als letztes sind die vier Einsatzwagen am Samstag aus der Keltergasse in den Feuerwehrcampus an der Horkheimer Straße gefahren worden. Platz, das ist das große Zauberwort für den knapp vier Millionen Euro teuren Neubau.

Funkraum „Das erleichtert schon sehr.“ Dieser Satz von Kommandant Gerhard Schmidt gilt nicht nur für den Funkraum. Vorbei die Zeiten, in denen die Einsätze per Hand notiert worden sind. Jetzt sind die 47 Aktiven im digitalen Zeitalter angelangt, haben zwei PC-Plätze, an denen sich die Statusmeldungen der Fahrzeuge im Notfall abrufen lassen. Alles lässt sich dokumentieren, speichern. Wer am Funktisch sitzt, hat einen Blick in die Fahrzeughalle und auf den Hof. „Gut gestaltet“, lautet Schmidts zufriedener Kommentar. Er zeigt auf die Sprechanlage zur Fahrzeughalle, auf die Sirene, über die im Katastrophenfall auch Durchsagen erfolgen können. „Das hört man fast bis nach Flein“, sei der ganze Ort damit zu erreichen.

„Wir hatten nicht viele Möbel, keinen Büroraum“, stellt Schmidt im Bereitschaftsraum mit Teeküche vor dem Funkraum fest. Er schreitet an der Stiefelwaschanlage und der Garderobe für die Funktionswesten vorbei in die Fahrzeughalle. Fünf Stellplätze für vier Fahrzeuge? „Damit man nicht anbauen muss“, sagt Schmidt zu dieser Option. Anhänger, Schlauchwagen und Schwerlastregal sind hier abgestellt.

Mauerwerk, Sichtbeton und weiß gestrichene Wände wechseln sich ab, im Erdgeschoss ist alles gefliest. Kämmerer Dieter Uhler weist auf den Boden der Fahrzeughalle hin: Rüttelklinker – belastbar, abrieb- und rutschfest. Lagerräume für Gerätschaften, für Schläuche oder Tauchpumpen, die Kalthalle sowie eine Werkstatt, in der vor Ort nun repariert werden kann, münden von der großen Halle ab.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Jugendwart Peter Schmidt, der nun den Nachwuchs nicht länger in einem Lagerraum in der Keltergasse betreuen muss. Es gibt jetzt einen großen Jugendraum samt kleinem Büro mit Regalen für Spiel- und Bastelmaterial.

Jugendwart Schmidt preist auch den neuen Standort an, der schneller anzufahren sei. Unten im Ort habe es immer Probleme beim Parken gegeben, hier oben sind 32 Plätze angelegt. Der große Hof biete genügend Fläche für die Übungen. Und natürlich lässt Schmidt den Übungsturm zum Anleitern und Abseilen nicht unerwähnt.

Blick Die Glasfronten des Schulungsraums im Obergeschoss ? von dem das holzvertäfelte Floriansstüble mit maßgeschneiderter Sitzbank und Tisch abgeht ? eröffnen den Blick in die Landschaft. „Schöner und besser hätte es nicht werden können“, schwärmt Bürgermeister Rainer Gräßle. „Es hat absolut seinen Preis“, gibt er zu. „Wichtig ist, dass sich der Preis im Feuerwehrhaus widerspiegelt. Und das tut es.“ Kämmerer Uhler geht davon aus, dass die Kosten unter 3,97 Millionen Euro bleiben. Selbst Feuerwehrmann in Ittlingen, sei es für ihn eine Ehre gewesen, diesen Neubau zu begleiten. „Eine Herzensangelegenheit“, sagt Uhler.

„Tausend Prozent besser als bisher“, lautet das Fazit von Vize-Kommandant Markus Schüchtle, der die vergangenen Monate mehrere Stunden täglich auf der Baustelle gewesen ist. „Es ist das schönste Feuerwehrhaus in Baden-Württemberg“, meint Gemeinderat und Feuerwehrmann Erhard Schoch strahlend.

„Was wir zu sagen haben, ist gebaut“, will Ursula Hüfftlein-Otto von OHO Architekten aus Stuttgart keine Bewertung abgeben.

Bild: Die Landschaft ins Haus geholt, das ist die Philosophie der OHO-Architekten. Die Fassade aus Wasserstrichziegel in Beige- und Grautönen sieht edel aus und lässt auf den ersten Blick nicht einen Funktionsbau, wie ein Feuerwehrhaus, vermuten. (Foto: Dennis Mugler)


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Redaktion HSt
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Feuerwehrhaus nicht im Scheinwerferlicht

Artikel vom:  17.02.2015 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Patrick Schmidt bürstet und bürstet in gebückter Haltung, um den Sockel der Säule in der künftigen Männerumkleide von überschüssigem Kleber zu befreien. „Das gehört dazu“, sagt der junge Mann. „Wenn es ans Putzen geht, geht es langsam dem Ende zu“, gewinnt er diesem Arbeitseinsatz nach Feierabend Positives ab. Mit dem Ende meint er die Fertigstellung des Talheimer Feuerwehrhauses. In der vergangenen Woche sind viele Feuerwehrleute angerückt, um weitere Eigenleistungen am rund vier Millionen Euro teuren Neubau zu erbringen. Der Gemeinderat hat eine der letzten Etappen beim Vergabe-Marathon zurückgelegt - nicht ohne Diskussionen.

Im Einsatz

„Ich weiß, wie ein Staubsauger funktioniert“, meint Robin Scheithauer lachend, bevor er zum Arbeitsgerät greift. Besen, Schrubber, Staubsauger und Bodenputzmaschinen, die die Gemeinde angemietet hat, sind im Einsatz. Es gilt, den Zementschleier vom Fliesenboden im Untergeschoss zu entfernen, in der großen Fahrzeughalle, den Neben- und Technikräumen, im Kaltlager, in Umkleiden, im Sanitärbereich, Bereitschafts- und Funkraum.

„Es ist schon ein schöner Bau, den wir hier hergestellt bekommen von der Gemeinde. Er wird den Ansprüchen gerecht“, freut sich Scheithauer wie seine Kameraden auf den Umzug im Frühjahrin ein modernes Gebäude nach der drangvollen Enge in der Keltergasse. „Wunderbar. Es wird optimal, auch vom Ablauf her. Ich denke, dass es einen kleinen Aufschwung gibt für die Feuerwehr“, stimmt Kommandant Gerhard Schmidt in den Lobgesang ein. Vor allem der Übungsturm sei wertvoll. „Das war mal wichtig für Talheim“, ergänzt er. 40 Jahre sei er bei der Feuerwehr und habe immer nur Provisorien erlebt. Schmidt anerkennt, dass die Gemeinde „ziemlich viel Geld“ in die Hand nimmt.

Und dass es kein reiner Zweckbau wird, sondern hier und da architektonische Finessen eingebaut werden, das zeigen die Aufträge. So erhält das Floriansstüble, das vom Schulungsraum im Obergeschoss abgeht, Holzvertäfelung an Decke und Wänden. Die Schreinerarbeiten, die die Firma Markus Heinen aus Ilsfeld ausführt, belaufen sich auf rund 28 000 Euro. Mit der knapp 1000 Euro teuren Beleuchtung ist das immer noch 9000 Euro billiger als in der Kostenberechnung.

Einig ist sich der Gemeinderat auch, 1000 Euro für die geänderte Parkplatzbeleuchtung drauf zu satteln. Dann ist aber Schluss, als es um zwei Bodenleuchten für 2000 Euro geht, die den Schriftzug „Feuerwehr Talheim“ an der Fassade anstrahlen sollen. „Das wirkt sehr schön“, plädiert Bürgermeister Rainer Gräßle dafür. „Ein so tolles Haus darf man auch nachts in Szene setzen“, unterstreicht er.

Im Vorbeifahren sehe man das ohnehin nicht. „Das ist unnötig, das sparen wir uns“, ist Sylvia Hofmann-Meile (Bit) gegen diese Ausgabe. „Wir sind seither zufrieden mit den Entscheidungen“, sagt FW-Gemeinderat und Feuerwehrmann Erhard Schoch. Deswegen wolle die Truppe ein Zeichen setzen, man benötige diese Beleuchtung nicht. „Das ist Luxus, der zu teuer ist“, begründet auch Dr. Ursel Sickenberger (FW) ihre Ablehnung. Joachim Dürr (Bit) stößt ins gleiche Horn. Dann müsste man als nächstes das Rathaus anstrahlen. Am Ortseingang in den Mühläckern sei die Situation anders, entgegnet der Bürgermeister. „Das Gebäude liegt komplett im Dunkeln.“ Eva Volz (SPD) stimmt zu: „Das ist so ein schönes Gebäude, da sollte man nicht noch knausrig sein.“ Obwohl auch Martin Happel (FW) sich mit dem Vorschlag „abfinden“ kann, fällt dieser bei sechs zu sieben Stimmen knapp durch.

Grundsteinplatte

Auch bei der Grundsteinplatte wird die günstigere Variante gewählt, die inklusive Fräsung bei etwa 1000 Euro liegt. „Es ist ein technisches, aber auch soziales Gebäude. Edelstahl ist passend, das andere zu erhaben“, überzeugt der Fachmann, Architekt Maximilian Otto, das Gremium. Bürgermeister Rainer Gräßle hätte gerne die Halbedelmetall-Ausführung gehabt. „Bronze wäre prädestiniert für dieses Gebäude.“

Die Feuerwehr Talheim hat aktuell 47 Mitglieder, darunter zwei Frauen und rund 15 Mitglieder in der Jugendabteilung. Durch das neue Feuerwehrhaus setzt Kommandant Gerhard Schmidt auf einen Aufschwung, geht von einem Motivationsschub aus. Auch die Kameradschaft, so sein Stellvertreter Markus Schüchtle, werde bestimmt gestärkt, nicht zuletzt durch das Floriansstüble, das für die Geselligkeit im Obergeschoss eingerichtet wird.

„Wir hoffen, dass wir Zuwachs kriegen“, sagt Schmidt. Zumal drei Austritte zu verzeichnen waren. Der Grund: „Wir haben schon einige junge Leute verloren, weil Wohnraum knapp ist in Talheim“, sagt er. Zur Einweihung des Neubaus im Mai soll als Werbeaktion ein Flyer aufgelegt werden.

Mannschaftsstärke & Ausrüstung

Vier Fahrzeuge gehören zum Fuhrpark: ein Mannschaftstransportwagen, ein Tanklöschfahrzeug 16/25, ein Löschgruppenfahrzeug 8/6 und ein LF 8-GW, das nach 42 Jahren durch einen Gerätewagen GW-L2 ersetzt werden soll. Dafür gibt es eine Verpflichtungsermächtigung über 275 000 Euro. Die Halle im neuen Feuerwehrhaus hat fünf Stellplätze.

Bild: Fegen, schrubben, nassreinigen und aufsaugen: Von Hand und mit Maschinen entfernen die Männer den Zementschleier auf den Fliesen, wie hier bei der Stiefelwaschanlage. (Foto: Thomas Braun)


Artikelbericht von:
Sabine Friedrich, HSt
eid: 16160

Weitere Nachträge für den Feuerwehr-Neubau genehmigt

Artikel vom:  22.01.2015 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Der Talheimer Gemeinderat hat zwei weitere kleine Nachträge für den Neubau des Feuerwehrhauses genehmigt. Der knapp vier Millionen Euro teure Neubau an der Horkheimer Straße soll in den nächsten Monaten fertiggestellt werden.

Punktgenau Der Kostenrahmen für den Neubau konnte fast punktgenau eingehalten werden. Einstimmig und ohne Diskussion wurden die geringfügigen Mehrkosten von knapp 500 Euro für die Installation von Aluminiumrohren anstelle von Kunsstoffrohren im Bereich der fünf Sektionaltore durchgewunken. Durch die Aluminiumrohre wird ein besserer Stoßschutz gewährleistet.

Eine Gegenstimme von BIT-Gemeinderat Joachim Dürr gab es beim Nachtrag von knapp 1000 Euro für den geplanten Einbau einer sechs Meter langen Entwässerungsrinne im Bereich des Fahrzeugwaschplatzes. Eine ursprünglich vorgesehene Stufe am Feuerwehrhaus im Bereich des Waschplatzes musste aus Sicherheitsgründen wegfallen. Durch die Höhenanpassung vor Ort entstand eine leichte Schräge, so dass Wasser nicht richtig abfließen kann.

Nachfrage Gemeinderat Joachim Dürr wollte wissen, warum die Baubeteiligten diese Situation nicht rechtzeitig bei den regelmäßigen Baubesprechungen bemerkt hätten. Sowohl der beauftragte Garten-und Landschaftsarchitekt Michael Epple als auch der stellvertretende Feuerwehrkommandant und CDU-Ratskollege Markus Schüchtle, versicherten, dass man dies bei den Baubesprechungen vor Ort nicht absehen konnte. Alle anderen Gemeinderäte stimmten dem Nachtrag ohne weitere Diskussionen zu.

Bild: Bis Mai soll das neue Feuerwehrhaus fertiggestellt sein. Foto: Weimar


Artikelbericht von:
Kirsten Weimar, HSt
eid: 15980

Ohne Zusatzwünsche fast Punktlandung

Artikel vom:  06.12.2014 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehr Talheim

Artikelbericht:

Alle Beteiligten werden drei Kreuze machen – Verwaltung, Gemeinderat und Planer – wenn vom 8. bis 10. Mai 2015 das neue Feuerwehrhaus in Talheim eingeweiht wird. Dann ist die über viele Monate währende Zeit vorbei, in der der Neubau Sitzung für Sitzung auf der Tagesordnung steht. Dann gehören Angebote und Nachträge, die bis ins letzte Detail hinterfragt werden der Vergangenheit an, ebenso die Kritik an den federführenden Architekten, die Verärgerung über Fehler bei Ausschreibung und Ausführung. Dann schlagen die Wogen nicht mehr hoch. Jetzt gab es Balsam auf die Seele der Räte: Aktuell liegen die Kosten mit 3,97 Millionen Euro gerade mal 3,1 Prozent über der Berechnung. Ohne die Zusatzwünsche bedeutet das Plus von 1,5 Prozent fast eine Punktlandung.

Diesmal reiste Sven Wilhelm aus Stuttgart zur Gemeinderatssitzung an. Im November war kein Vertreter des Architekturbüros Otto & Hüfftlein-Otto trotz Einladung erschienen, was für Unmut am Ratstisch gesorgt hatte. Von Verärgerung keine Spur mehr, Angriffe in seine Richtung blieben aus. Und so brachte er „seine“ Auftragsvergaben recht zügig und ohne große Diskussionen durch. Da ging es um die Möblierung, um Klapptische und Stühle, um Feuerwehrspinde und Sitzbänke, um EDV-Gerätschaften für den Funkraum oder den Funktisch selbst.

Eigenleistung Vielleicht hatte die Tischvorlage mit der Kostenberechnung ja auch die Gemüter schon besänftigt. „Mit der Kostenentwicklung sind wir Stand heute sehr zufrieden“, stellte denn auch Bürgermeister Rainer Gräßle fest. Er freute sich, dass die Feuerwehr darüber nachdenkt, bei der Endreinigung anzupacken, womit der angesetzte Preis von rund 17 000 Euro günstiger ausfallen würde.

Auch nicht ganz ausgeschöpft wird das Budget für die Schreinerarbeiten der „Stube“ im Obergeschoss. Bisher sind dafür 40 000 Euro angesetzt.

Die Fliesenleger sind fast fertig, der Maler ist auf der Baustelle, die Decken werden jetzt abgehängt. Zu Jahresbeginn 2015 könne die Fertigungsmontage beginnen, sagte Wilhelm. Auf Rückfrage von Gemeinderat Martin Happel (FW) versicherte er, dass der Übungsturm noch „einige Kosmetik“ erhält. Happel hatte bereits Macken im Beton entdeckt.

Mulde Landschaftsgärtner Michael Epple kam nicht so glimpflich davon. Seine neue Version für das Retensionsbecken, den Überlauf für das Zisternenwasser, das viel zu tief für eine Pflege ausfallen würde, nahmen Joachim Dürr (Bit) und Martin Happel genau unter die Lupe. Zumal die neue Lösung rund 4300 Euro teurer wird. Allerdings ist noch Luft im Etat für die Außenanlagen. Warum die Schotterrigole nicht gleich gewählt wurde, stellte Dürr eine seiner Standardfragen. Aber: „Ich werde ausnahmsweise einem Nachtrag zustimmen“, überzeugte ihn schließlich der Aspekt der erhöhten Sicherheit.

Bild: Bis auf die Bepflanzung ist die Außenanlage des Neubaus an der Horkheimer Straße fertig. Innen beginnt bald die Fertigungsmontage. (Foto: Guido Sawatzki)


Artikelbericht von:
Sabine Friedrich, HSt
eid: 15815

Über Drehleiter aus dem Klassenzimmer gerettet

Artikel vom:  21.10.2014 - 00:00Uhr
Feuerwehren:  Einsatz der Feuerwehren Talheim und Lauffen a.N.

Artikelbericht:

Die Sirene auf dem Schafhaus heult am Samstag um 10 Uhr über Talheim. Zeitgleich schickt die Integrierte Leitstelle in Heilbronn die Nachricht auf die Meldeempfänger der Feuerwehr: „Feuer. Übung mit Rauch. Grundschule Talheim.“ Das ist das Startsignal für Feuerwehrmann Kai Hoffmann. Er setzt die Nebelmaschine vor dem Sekretariat in Betrieb. Der Fluchtweg ist abgeschnitten. Jetzt treten die Statisten in Aktion: Die Schüler in den Klassenzimmern im Obergeschoss schreien aus den Fenstern um Hilfe. Sie zu retten und den brennenden Boden im Sekretariat zu löschen, sind die Aufgaben der Großübung.

Lage Drei Minuten später trifft das Talheimer Tanklöschfahrzeug ein. Im Minutentakt ertönen Martinshörner weiterer Einsatzwagen aus dem Ort, aus Lauffen und aus Heilbronn. Unter den Augen von rund 250 Schaulustigen erkundet der Gruppenführer des TLF 16/25 erst die Lage, während der Einsatztrupp mit Atemschutz bereit steht. Bevor dieser ins Gebäude vorrückt, muss die Schlauchleitung zum Hydranten liegen. „Ohne die können wir innerorts nicht leben“, erklärt Vize-Kommandant Markus Schüchtle, der das Geschehen moderiert, wie wichtig die Schozach als Wasserreservoir im Ernstfall ist.

Die Besatzung des Löschfahrzeugs (LF) 8/6 holt die Steck- und Schiebleitern vom Dach des Fahrzeugs, um an der Südseite, wo keine Drehleiter eingesetzt werden kann, die Kinder aus dem Obergeschoss zu retten. Drei Mann sind pro Leiter notwendig. Einer stabilisiert diese, der zweite begleitet den angeleinten Schüler die Stufen hinunter, der dritte führt das Kind weg. Die „Verletzten“ werden den sechs Männern und Frauen der DRK-Ortsgruppe Lauffen übergeben. Ein Schüler, der aus dem Klassenzimmer auf der Nordseite über die Lauffener Drehleiter in Sicherheit gebracht wird, mimt einen Beinbruch. Die Sanitäter schienen den Fuß, messen die Vitalfunktionen, halten den Jungen mit einer Rettungsdecke warm. „Sonst geht es Dir gut?“, fragt ein DRK-Helfer Mariele. Die nickt mit ihrem verbundenen Kopf.

„Die 1a wäre gerettet. Wo darf ich mich melden?“, fragt Rektorin Christa Seliger den Vize-Kommandanten. Der schickt sie zum Einsatzleitwagen aus Lauffen am Schulhof-Eingang. Auf der Flipchart wird notiert, welche Klassen im Freien sind.

Rauchfrei Um 10.37 Uhr meldet Talheims Kommandant Gerhard Schmidt: „Das Schulhaus ist rauchfrei.“ Mit dem Verlauf der Übung ist er zufrieden. Die Feuerwehrleute sind die Stars der Kinder, die Autogramme sammeln und sich dann mit Butterbrezeln und Getränken, die die Gemeinde spendiert, für den zusätzlichen, dafür aufregenden Schultag entschädigen lassen.

„Da braucht man viel Personal“, weist Schmidt darauf hin, dass im Ernstfall eine Schule ein problematischer Einsatzort ist: viele Kinder mit unberechenbaren Reaktionen – „da sind die Lehrer gefordert, die Klassen zu beruhigen“ – und herbei eilende Angehörige voller Sorge, die die Rettungskräfte nicht behindern dürfen und betreut werden müssen.

Bild: Aufregender Moment: Aus den zum Parkplatz gelegenen Klassenzimmern bringt die Feuerwehr Lauffen die Kinder über die Drehleiter in Sicherheit. (Fotos: Guido Sawatzki)


Artikelbericht von:
Sabine Friedrich, HSt